Du bist hier: Home > Galerie > Richard Shako > UFAG C.I

UFAG C.I

von Richard Shako (1:72 Choroszy Modelbud )

UFAG C.I

Dieses Modell habe ich zeitgleich mit meinem Modellbaufreund Olly begonnen und auch nahezu zeitgleich abgeschlossen. Ollys Baubericht findet sich hier.

Zum Hintergrund: In der Corona-Zeit wurde ich an die Bastelleidenschaft meiner Jugend erinnert und schlitterte in ein Doppeldecker-Baufieber, als ich beschloss jeden halbwegs wichtigen Flieger des WK-I zu bauen. Beim Stöbern im Netz stieß ich auf Ollys Bauberichte, und im März 2024 mailte ich ihm, da er ein ähnliches Bauprofil hat. Einige hundert Tage und einige hundert Emails später  schlug ich  vor, dass wir mal einen Flieger paralllel bauen. Also dasselbe Modell desselben Herstellers bei gleichzeitigem Baubeginn. Die Wahl fiel auf die Ufag C.I von Choroszy Modelbud.

UFAG C.I

Leider ist die Quellenlage zur Ufag recht dünn. Am detailliertesten ist die englische Wikipedia. Dort heißt es u.a., dass die Ufag ab Seriennummer 161.131 zwölf Bomben zu je 12 kg trug. (Andere Quellen nennen 12,5 kg.)  Dumm nur, dass es bei flyingmachines.ru ein Original-Foto einer 161.67 gibt, auf dem die  Bombenaufhängungen zu sehen sind! Vielleicht ist es ein Tipp-Fehler, und sollte 161.31 heißen? Denn dies wäre der Beginn der zweiten Baureihe (161.31 bis 161.250).

UFAG C.I

Die Länge geben alle Quellen mit 7,20 m bzw. 7,41 m  halbwegs indentisch an. Aber welche Spannweite hatte die Ufag? Waren es 9,12 m (Choroszy) oder 9,50 m (engl. Wiki) oder gar 10,69 m (dt. Wiki & Falken-Handbuch)? Bei  flyingmachines.ru finden sich Rißzeichnungen für 9,50 m und 10,69 m. Gab es vielleicht zwei Varianten (je nachdem ob mit oder ohne Bomben)? Fragen über Fragen!

UFAG C.I

Der Bausatz ist fein gearbeitet. Allerdings waren die Rumpfstreben deutlich zu lang, was zu einer gewölbten oberen Tragfläche führte. Also kürzte ich die Streben um ca. 1,5 mm. Noch krasser war das Fahrgestell; hier mußte ich um 5 mm kürzen! 

UFAG C.IUFAG C.IUFAG C.IUFAG C.IUFAG C.IUFAG C.IUFAG C.I

UFAG C.I

 

Olly wies mich eines Tages darauf hin,  dass die von Choroszy vorgeschlagene Bemalung für den Flieger  161.106 falsch ist; ein Foto auf auf flyingmachines.ru  belegt dies klar. Ich kam daraufhin ins Grübeln. Die grünen Tarnstreifen hatte ich  schon per selbstgemachten Decals angebracht, und ich hatte mich auch schon ziemlich in die Optik verliebt. Deswegen entschied ich mich gegen eine Neubemalung. Kurzerhand änderte ich  die Seriennummer in 161.105, weil es für diesen Flieger kein  Beweisfoto gibt. (Soll mir doch erstmal jemand nachweisen, dass die Bemalung nicht stimmt, hehe!) Die großen Balkenkreuze erstellte ich genau wie Olly selbst. Die Choroszy-Decals für das Querruder hafteten schlecht: Eins wurde von der Airbrush glatt weggeblasen und zerbröselte dann!

UFAG C.I

Das Fahrgestell ist in seiner Detailliertheit ein wahres Resin-Wunder! Genau wie Olly ersetzte ich die Achse durch Metall, genauer  gesagt durch eine auf korrekte Länge gekürzte Stecknadel. Ob es sich bei den von Olly erwähnten zusätzlichen Streben wirklich um Streben handelt oder um irgenwelche Leitungen, weiß ich nicht. Ich schnitzte sie aus Gießästen (wie auch die Kühlerrohre). Auch wollte ich unbedingt das Anemometer dran haben (ein weiterer Eigenbau).

UFAG C.I

Ich bemale mit Vallejo. Das Grün und das Beige sind selbst gemischt. Zum Abschluß verpaßte ich der fliegenden Kiste ein dreckiges Washing und Matt-Klarlack.  Beim Washing die richtige Dosierung zu treffen, finde ich recht schwierig... und leider musste ich abgerubbelte Farben  recht oft wieder nach-retuschieren. Das ist der Qualität des Endprodukts natürlich nicht förderlich. Aber, man übt, und fleißig ist das Eichhörnchen.

UFAG C.I

Meine Verspannung sind elastische Fäden (0,135 mm und 0,082 mm). angebracht in Bohrlöchern  (am Rumpf) und per Wickelmethode (bei den Flügelstreben).

Schöne Fotos zu schießen finde ich fast noch schwieriger, als schön zu bauen. Aber hoffentlich gefällt das Modell einigermaßen. 

Dieses Parallel-Bauen und der intensive Austausch hat den Bastel-Spaß auf eine ganz neue Stufe gehoben! Eine tolle Erfahrung!

UFAG C.IUFAG C.IUFAG C.IUFAG C.IUFAG C.IUFAG C.IUFAG C.I

UFAG C.I

 

Richard Shako

Publiziert am 19. September 2026

Du bist hier: Home > Galerie > Richard Shako > UFAG C.I

© 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links