DC-2 Transport Revolution(Special Hobby - Nr. SH 72511)
Produktinfo
BesprechungDas OrginalDie DC-2 (Douglas Commercial 2) ging aus der DC-1 hervor, von der nur eine Maschine gebaut wurde. Der Initiator der Konstruktion, die amerikanische Fluggesellschaft TWA, war mit der Konstruktion zufrieden und bestellte eine vergrößerte Version, die jetzt über 14 Sitzplätze für Passagiere verfügte. Die DC-2 hatte ihren Erstflug im Mai 1934. TWA bestellt daraufhin 20 Maschinen und auch andere Fluggesellschaften wurden auf die DC-2 aufmerksam. Bestellungen von europäischen Kunden wurden von Fokker in den Niederlanden aus von Douglas gelieferten Teilen montiert. Kunden waren u.a. KLM, Deutsche Lufthansa, Swissair oder LOT. Auch in Japan wurden fünf Maschinen gebaut. Auch beim US-amerikanischen Militär wurde das Muster u.a. als C-32 / C-33 Frachttransporter genutzt. Zwischen 1934 und 1939 wurden über 200 Maschinen in den USA oder anderen Ländern gebaut. Obwohl die DC-2 im Schatten ihres Nachfolgemodells, der DC-3 stand (Erstflug Dezember 1935 und über 16.000 gefertigten Maschinen), war sie ein wichtiger Meilenstein im weltweiten wirtschaftlich rentablen Passagiertransport. Weltweit sind acht DC-2 erhalten geblieben, eine davon im flugfähigen Zustand in den Niederlanden. Der BausatzKein anderer Hersteller außer MPM/Special Hobby hat eine DC-2 in 1:72 in Spritzgussherstellung im Sortiment. Das ist umso unverständlicher, da das Original eine so wichtige Rolle in der Luftfahrt spielte. Die Erstauflage von MPM war im Jahr 2000 und der vorliegende Bausatz ist die achte Wiederauflage seit dieser Zeit. Leider ist in dem Passagierbereich immer noch komplette Leere angesagt. Außer dem Boden und den Wänden vorne und hinten ist dort nichts vorhanden. Auch das Cockpit ist eher rudimentär vorhanden. Alle Klarteile müssen erst mehr oder weniger angepasst werden, bevor sie in den Rumpf passen. Man könnte sagen, dass durch die kleinen Fenster und die Windschutzscheibe kaum etwas erkennbar ist, aber mit etwas gutem Willen von Special Hobby wäre mehr möglich gewesen. Von offenen Einstiegsluken am Rumpf möchte ich erst gar nicht sprechen. Auch die Ruder können nicht eingelenkt dargestellt werden. Die Sternmotoren sind wenig originalgetreu reproduziert. Klappen, Ruder oder Türen können nicht eingelenkt bzw. geöffnet darstellt werden. Die Räder sind unbelastet hergestellt. Die meiste „Fummelarbeit" erwartet den Modellbauer aber, wenn er jedes Propellerblatt einzeln an die Naben kleben und ausrichten muß. Neu im Bausatz ist die kleine Platine mit den 10 3D-gedruckten Kleinteilen. Das sind Propellerhauben, Lufthutzen, Antennen und Abgasrohre. Diese werden für die unterschiedlichen Versionen des Modells benötigt.
Der Markierungsbogen......ist neu hergestellt und erlaubt die Darstellung von vier Maschinen. Die Decals sind glänzend, augenscheinlich versatzfrei und dünn gedruckt. Vier Markierungsoptionen sind durchaus als üppig zu bezeichnen.
Die BauanleitungDie Bauanleitung ist ebenfalls neu bzw. überarbeitet und im Format A5 gedruckt. Sie besteht aus elf Seiten und nach zwölf Baustufen ist das Modell fertigestellt. Die Zeichnungen sind mehrfarbig und, obwohl etwas kleinformatig, noch leicht verständlich. Je Baustufe sind auch Farbangaben für die jeweiligen Kleinteile enthalten. In Stufe 5 muß man sich für eines der beiden Seitenleitwerke entscheiden. Die Farben sind nach Produkten von Gunze angegeben.
Mit der Artikelnummer M72060 bietet Special Hobby auch einen optionalen Maskierungssatz für die Klarteile und die Reifen bzw. Felgen an. Er ist hier auf der Webseite des Herstellers erhältlich.
Darstellbare Maschinen:
Stärken:
Schwächen:
Anwendung: Nicht für Modellbaueinsteiger geeignet FazitDer Bausatz der DC-2 kann seine Kleinserienherstellung nicht verbergen. Da können auch die neuen 3D-gedruckten Kleinteile das Modell nicht nachhaltig aufwerten. Leider hat der Zubehörmarkt für die DC-2 auch fast nichts zu bieten. Hier kann der engagierte Modellbauer bei Bedarf in beschränkten Umfang auf Ätzteile von der sehr ähnlichen DC-3 zurückgreifen. Weitere InfosReferenzen Diese Besprechung stammt von Bernd Heller - 03. März 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |