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DDG-125 Jack H. Lucas

(Beacon Hobby - Nr. S3001)

Beacon Hobby - DDG-125 Jack H. Lucas

Produktinfo

Hersteller:Beacon Hobby
Sparte:Schiffe Militär Modern
Katalog Nummer:S3001 - DDG-125 Jack H. Lucas
Maßstab:1:350
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:März 202
Preis:ca. 50 € bei Hobby Easy
Inhalt:
  • 520 Spritzgussteile (teilweise mehrfarbig)
  • 1 x Fotoätzplatine
  • 1 x Ankerkette
  • 1 x Decalbogen
  • 1 x Bauanleitung

Besprechung

Der Hersteller

Mit Beacon-Hobby betritt ein neuer Hersteller aus China die Modellbau Bühne. In 2025 gegründet ist ein erster Bausatz entwickelt worden der bereits bei einigen internationalen Händlern verfügbar ist. Beacon-Hobby hat dafür den neuesten in Dienst gestellten Arleigh-Burke Class Zerstörer DDG- Jack H. Lucas gewählt. Zusätzlich zu dem Bausatz ist ein Upgrade Set für den Bausatz in Arbeit.

Über weitere geplante Neuheiten schweigt sich die Firmen Webseite derzeit noch aus. Vorweggesagt, der erste durch die Firma recherchierte, entwickelte und mit komplexen Werkzeugentechnologien umgesetzte Bausatz ist hervorragend gelungen und mach Freude auf mehr.

Das Original

DDG-125 Jack H. Lucas ist der erste Flight III im Dienst der USN. Die Kiellegung fand am 08.November 2019 statt. Nach Stapellauf und Taufung in den Jahren 2021 und 2023 stellte der Zerstörer am 07. Oktober 2023 in Dienst. Heimathafen ist San Diego in Kalifornien.

Der Bausatz

Beacon Hobby präsentiert den Bausatz in einem stabilen Stülpkarton der mit einem attraktiven Deckelbild versehen ist. An den Kartonseiten befinden sich Renderings einiger Baugruppen und des zusammengebauten Models, sowie eine Seitenansicht und Text zur Historie des Originals.

Bei der Betrachtung des Renderings des fertigen Modells fällt auf, dass der Wasserpass und das Unterwasserschiff in schwarz bzw. rot wiedergegeben sind. Wie dem Text an der Kartonseite zu entnehmen ist, wurde gezielt eingefärbter Kunststoff verwendet, um bereits out of Box einen fertigen Eindruck des Modells zu erwecken. Wie sich in der weiteren Rezension zeigen wird, ergibt sich dadurch eine unnötige Dreiteiligkeit der Rumpfbauteile und Montage.  

Nach dem Öffnen des Kartons präsentiert sich eine Abdeckung aus Karton mit farbigen Ansichten des Schiffes inklusive Farbinformationen und Positionierung einiger Decals. Es ist ratsam dir Seiten der Karton Abdeckung zu studieren. Hier befindet sich eine Draufsicht mit weiteren Angaben zur Positionierung von Decals, sowie auf der gegenüberliegenden Seite detaillierte Information zu Herstellern und Farbnummern für die Farbsysteme von Tamiya color, Mr. Color und AquaQ color, sowie Seitenansichten des Bordhubschraubers.

Auf der Innenseite des Kartons findet sich die Ansicht die wir schon vom Deckelbild kennen.

Beacon Hobby - DDG-125 Jack H. Lucas

Beacon Hobby - DDG-125 Jack H. Lucas

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Der Karton ist prall gefüllt mit Spritzlingen. Diese sind in Klarsichtfolien eingeschweißt. Spritzlinge mit besonders filigranen Bauteilen sind zusätzlich in ein Gewebe eingeschlagen wie wir es u.a. auch von Trumpeter kennen. An den insgesamt 27 Spritzlingen, zuzüglich der Rumpf- und Deckbauteile, umfasst der Bausatz 520 Einzelteile.

Beacon Hobby - DDG-125 Jack H. Lucas

Rumpf und Decks

Beginnen wir mit dem Rumpf. Wie bereits erwähnt, hat man sich für eingefärbten Kunststoff entschieden, um das Modell auch ohne Farbauftrag ins rechte Licht zu rücken. Eine Möglichkeit die sicherlich kaum ein Modellbauer in Anspruch nehmen wird. Die Philosophie führt letztendlich dazu, dass der Rump in der horizontalen dreigeteilt ist. Das Überwasserschiff in grau, der Wasserpass in schwarz und das Unterwasserschiff in rot. Der Hersteller hat jeweils an Bug und Heck, sowie entlang der Seiten insgesamt 9 Zentrierdome am Überwasserschiff angebracht die durch Löcher im Wasserpass schließlich in Zapfen am Unterwasserschiff zentrieren. Die Idee sieht logisch und sinnvoll aus. Es wird sich zeigen wie es in der Praxis funktioniert. Bei dem Wasserpass ist Obacht zu geben, dass dieser nicht verkehrt herum montiert wird.

Am Unterwasserschiff zeigt sich eine feine Schieber Trennlinie, ansonsten ist der Spritzguss absolut sauber ausgeführt. Das Bugsonar zeigt einige Details und einen Versatz den ich auf Original Fotos so nicht wiederfinden konnte. Ansonsten finden sich keine weiteren Details, wie Wasseraus, - und Einlässe, etc. Außerdem fehlen die markanten Stringer des Prairie Masker System (aktives System zur Geräuschreduzierung), die sich von den drei jeweils an Back- und Steuerbord des Überwasserschiffs befindlichen vertikalen Stringer um den Rumpf herumziehen.

Das Überwasserschiff ist aufwendig detailliert. Entlang der Bordwand ziehen sich viele kleine Erhebungen. Diese sollen die Ösen darstellen die entlang der Bordwand angebracht sind um Plattformen einzuhängen die zum Pönen des Rumpfes erforderlich sind. Die Ösen sind am Original nur aus der Nähe wahrnehmbar. Der Hersteller hat es mit den prominenten Erhebungen hier leider zu gut gemeint. An den Oberkanten des Rumpfes sind die Klüsen bereits mit angespritzt.

Das zweiteilige Oberdeck ist gut detailliert, wobei diverse Markierungen mittels Gravuren dargestellt sind. Das erleichtert zwar das Abkleben und Lackieren, jedoch hätten die Gravuren etwas dezenter ausfallen können. Die Decks werden ebenfalls mittels Zentrierzapfen in den Rumpf eingesetzt.

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DDG-125 Jack H. Lucas

 

Aufbauten, Brücke und Mast

Der komplexe Brückenaufbau besteht aus insgesamt sieben Hauptkomponenten. Diese sind teilweise mit komplexen Werkzeugtechnik umgesetzt. So besteht z.B. das Hauptbauteil der Brücke aus einem einzigen Spritzgussteil. Um dies in einem Spritzgusswerkzeug umzusetzen, sind verfahrbare Schieber im Werkzeug erforderlich, um die Bauteile nach dem Spritzgussvorgang entformen zu können. Bei dem Brückenbauteil sind es wenigstens sechs Schieber die in der Horizontalachse verfahren müssen. Das erfordert eine absolut perfekte Werkzeugherstellung, um sicher zu stellen, dass die Schiebertrennungen mit minimalster Toleranz gefertigt sind. An dem Bauteil ist keum Grat oder Formtrennversatz zu sehnen, was bedeutet, dass der Hersteller über einen hervorragenden Werkzeugbau verfügt. Im Trennbereich der Schieber ist lediglich in einer Detailaufnahme der vorderen Brückenstruktur ein geringer Formtrennversatz zu sehen - siehe Datailfoto.  

Wie die Brücke, so sind auch die weiteren komplexen Bauteile in einwandfreier Qualität hergestellt und verfügen bereits über diverse feine Details.  Zur Zentrierung der Bauteile finden sich auch hier stabile Zapfen und Langlöcher zur Zentrierung. Das alles erinnert ein wenig an einen Steckbausatz, ich bin aber davon überzeugt, dass sich mit der Methode die Bauteile perfekt fixieren und verkleben lassen werden.

Die Montage diverser kleiner Unterbaugruppen, sowie der vielen Kleinteile erfordert insgesamt sieben Montagschritte zuzüglich diverser Untermontagegruppen. Neben Schotten, Fittings, Schlauchhalterungen, Radargeräten, Rettungsinseln, Podesten, Antennen sind zusätzlich einige der enthaltenen Fotogeätzten Bauteile anzubringen. Sämtliche Kleinteile sind in ebenso guter Qualität und sehr fein detailliert wiedergegeben.

Als weitere Komponente findet sich der Aufbau um den vorderen Rauchgasabzug, sowie der komplexe Dreibeinmast. Der Aufbau für den Rauchabzug besteht wiederum aus einem Spritzgussteil und diversen anzubringenden Kleinteilen, sowie einer fotogeätzten Steigleiter.

Die Struktur des komplexen Mast ist aus mehreren Einzelteilen zusammen zu setzen. Die Teilung der quadratischen Hauptstrebe in zwei Hälften ist gut gelöst. Die Stützstreben bestehen aus einem einzigen Bauteil. Bei dem Zusammenbau der Maststruktur sollte unbedingt die richtige Position der beiden Stützstreben direkt am Brückenaufbau geprüft werden, da der Mast erst nach Komplettierung am Brückenaufbau anzubringen ist. Die Rahen sind sehr fein und fragil und daher mit Vorsicht vom Gussast zu trennen und zu montieren.

DDG-125 Jack H. LucasIm Trennbereich der Schieber ist lediglich in der Detailaufnahme ein geringer Formtrennversatz zu sehenDDG-125 Jack H. LucasDDG-125 Jack H. LucasDDG-125 Jack H. LucasDDG-125 Jack H. LucasDDG-125 Jack H. LucasDDG-125 Jack H. LucasDDG-125 Jack H. LucasDDG-125 Jack H. LucasDDG-125 Jack H. LucasDDG-125 Jack H. Lucas

DDG-125 Jack H. Lucas

 

Aufbauten, Hangar

Die Zerstörer der Arleigh Burke klasse verfügen ab der Flight IIA Konfiguration über einen zweigeteilten Hangar am achteren Ende des Aufbaus. Der Aufbau hat das Aussehen der Schiffe deutlich verändert. Wie bereits bei den Brückenaufbauten besteht auch der achtere Aufbau aus einem Spritzgussteil, samt der bereits bekannten Passstifte. Neben den Außenseiten befinden sich innenseits an der Decke diverse Verstrebungen und Details. Die dreiteiligen Hangar Wände sind separat zusammen zu bauen und zu montieren, was die Bemalung und Alterung deutlich erleichtert. Die Hangar Tore liegen nur im geschlossenen Zustand bei, können aber entweder weggelassen, oder eingekürzt werden, insofern der Hangar offen dargestellt werden soll. Der Zusammenbau des achteren Aufbaus, samt des Aufbaus für den achteren Rauchabzug erfolgt über fünf Bauschritte. Auch hier finden sich viele Kleinteile die zu verbauen sind, wie z.B. Dipole, Torpedorohrsätze, cal. 50 MG, Phalanx und etlichen weiteren Kleinteilen.

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DDG-125 Jack H. Lucas

 

Weitere Bauteile für die Endmontage

Der Hersteller hat den Bausatz in drei Hauptkomponenten aufgeteilt, Rumpf, Brückenaufbau und achterer Aufbau. Gemäß Bauanleitung sind die Baugruppen vorab zusammen zu bauen und idealerweise vor dem eigentlichen Verbau zu lackieren. Es wird ratsam sein die Passung und den Verbau vorab zu prüfen. Im Bauabschnitt 24 und 25 sind an Steuerbord die Bootslagerung und Davids anzubringen. Den Bauschritt würde ich allerdings bereits vorab bei dem Zusammenbau des achteren Aufbaus durchführen. In den weiteren Bauschritten sind überwiegend entlang des Hauptdecks weitere Einzelteile anzubringen. Mittschiffs ist die RAS Anlage zu installieren.

Die Detaillierung und Qualität der vielen Kleinteile stehen den größeren Bauteilen in nichts nach. Es gibt kaum ein Bauteil, welches durch ein Aftermarket Bauteil ausgetauscht werden muss. Somit lässt sich bereits aus dem Kasten ein hervorragend detailliertes Modell des neuesten Arleigh Burke Zerstörers bauen.

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DDG-125 Jack H. Lucas

 

Fotoätzteile und Ankerkette

Dem Bausatz liegt eine kleine Fotoätzplatine bei. Auf dieser befinden sich die Schutznetze entlang des Landedecks, Rotoren für den Bordhubschrauber, sowie diverse Kleinteile die im Zuge der Einzelnen Baugruppen zu verbauen sind, wie z.B. die Pivots für die cal. 50 MG. Die Qualität der Fotoätzteile entspricht dem heutigen Stand der Technik.

Eine feine Gliederkette als Ankerkette liegt ebenfalls bei.  

Beacon Hobby - DDG-125 Jack H. Lucas

Beacon Hobby - DDG-125 Jack H. Lucas

Decals

Der Decalbogen enthält neben der Bugnummer der Jack H. Lucas eine Vielzahl an Decksmarkierungen und Warnhinweise.  Da die Konturen der Decksmarkierungen eingraviert sind, bleibt es dem Modellbauer überlassen die Decals für die Markierungen zu verwenden oder abzukleben und zu lackieren.

Der Bogen ist von sehr guter Qualität und alle Markierungen sind versatzfrei und sauber gedruckt.  

Beacon Hobby - DDG-125 Jack H. Lucas

Bauanleitung

Die nicht ganz DIN A4 große Bauanleitung ist als Heft geklammert und führt in 28 Baugruppen mit einer Vielzahl an Unterbaugruppen durch den Bau des Modells.

Neben einem kurzen geschichtlichen Abriss und Warnhinweisen in Mandarin und Englisch finden sich in der Bauanleitung Hinweise und Anmerkungen zu einzelnen Bauschritten, ebenfalls in zweisprachiger Ausführung.

Die Piktogramme in der Bauanleitung sind etwas gewöhnungsbedürftig. Erfreulicherweise finden sich die jeweils nötigen Piktogramme mit Erklärung bei jedem Bauschritt wieder.   

Gut bebildert wird der Modellbauer sehr gut durch den Bau geführt.

Wie bereits eingangs erwähnt, befinden sich Farbangaben und Profilansichten auf der separaten Kartonabdeckung.  

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DDG-125 Jack H. Lucas

 

Darstellbare Maschinen:
  • DDG-125 Jack H. Lucas
Stärken:
  • sehr gute Aufmachung und Verpackung
  • hervorragende Spritzgussqualität
  • aufwendige Spritzgusstechnik und damit sehr gute Details
  • Bauteilzentrierung und Fixierung gut gelöst
  • strukturierter und modularer Aufbau des Bausatzes
  • umfangreiche Kleinteile und Details
  • kleine Platine an Fotoätzteile enthalten
Schwächen:
  • Ösen entlang des Rumpfes zu prominent
  • Mehrfarbigkeit der Spritzgussteile und damit unnötige Trennung Rump in drei anstatt zwei Bauteilen
  • fehlende Details am Unterwasserschiff - Prairie Masker System nicht wiedergegeben
  • Prominente Gravuren für die Markierungen und Warnhinweise an Deck
Anwendung: Für den erfahrenen Modellbauer

Fazit

Ein neuer Hersteller mit einem ungewöhnlichen aber hocherfreulichen Intro, ein Schiffsmodell in 1:350. Was bei dem Bausatz besonders auffällt ist die liebe zum Detail. Die Entwickler haben, vor allem an den komplexen Aufbauten, sehr viel Aufwand betrieben um die verwinkelten Strukturen in wenig Hauptbauteilen zusammen zu fassen. Das erleichtert den Bau ungemein und führt zu einer besseren Qualität, wenn, wie in dem vorliegenden Fall, Spritzgusstechnisch richtig umgesetzt.

Das an Steckbausätze erinnernde Zentrierkonzept sieht absolut sinnvoll aus und wenn es richtig funktioniert, sollte es den Bau und die Positionierung und Fixierung der Baugruppen ungemein erleichtern.

Beacon Hobby hat mit der Jack H. Lucas einen hervorragenden Einstand gegeben und wir freuen uns auf mehr von dem innovativen Hersteller.

Weitere Infos

Anmerkungen: Der Hersteller hat bereits ein Upgrade Set mit Fotoätzteilen und diversen Kleinteilen angekündigt.

Diese Besprechung stammt von Christian Bruer - 16. März 2026

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