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70 Years Bundeswehr: Wilhelm Bauer, Type 206A, Type 212A

(Revell - Nr. 05186)

Revell - 70 Years Bundeswehr: Wilhelm Bauer, Type 206A, Type 212A

Produktinfo

Hersteller:Revell
Sparte:Schiffe Militär Modern
Katalog Nummer:05186 - 70 Years Bundeswehr: Wilhelm Bauer, Type 206A, Type 212A
Maßstab:1:144
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2025
Preis:UVP 49,99 €
Inhalt:
  • 154 Bauteile gem. Angabe des Herstellers
  • 3 Markierungsbögen
  • 1 Papierbogen mit Flaggen
  • 3 Bauanleitungen

Besprechung

Das Set

Zum 70jährigen Bestehen der Bundeswehr hatte Revell bereits für die Luftwaffe und das Heer Sonderauflagen von passenden Bausätzen wieder auf den Markt gebracht. Das vorliegende Set mit der Nummer 05186 ist der Marine gewidmet und hier im Speziellen den Unterseeboote. Warum man nicht Überwassereinheiten für dieses Set verwendet hat ist mir unklar, zumal diese in ihrer Anzahl stärker vertreten sind. Wie dem auch sei, der Modellbauer wird sich über drei Bausätze freuen, da es sie schon seit einigen Jahren nicht mehr im Handel gab. 

Der große und recht instabile Stülpkarton enthält drei Bausätze, die hier in einer Zusammenfassung vorgestellt werden sollen. Im Detail wurden diese in der Vergangenheit bereits vorgestellt. Wer sich zu den jeweiligen Originalen selbst informieren möchte findet im Internet problemlos ausführliche Hintergründe.

Deutsches U-Boot WILHELM BAUER

Diese U-Boot wurde gegen Ende von WK2 als Type XXI gebaut und als U-2540 von der DKM in Dienst gestellt.  Nach der Kapitulation wurde es von der Besatzung selbstversenkt. 1957 wurde es gehoben und für die Bundeswehr umgebaut und als Erprobungsträger für neue Techniken in Dienst gestellt. Heute kann es als Museumsboot in Bremerhaven besichtigt werden. Dazu wurde es wieder zu U-2540 zurückgebaut. 

Der Bausatz wurde von Revell als Typ XXI-U-Boot erstmals 1992 auf den Markt gebracht. Die erste Version als WILHELM BAUER folgte 1995. Da der Bausatz in drei Versionen konzipiert war (Type XXI mit Vollrumpf, Type XXI mit Interieur und WILHELM BAUER) sind hier mehr Details enthalten bzw. sichtbar als benötigt werden. Durch den geschlossenen Rumpf sind diese später nicht mehr zu sehen. Die Ruder an Bug und Heck können beweglich montiert werden. Die versenkten und erhabenen Gravuren sind etwas zu stark ausgeprägt. Auf Originalfotos sind am Rumpf überwiegend erhabene Schweissnähte anstelle von versenkten Gravuren zu erkennen. Deswegen sollte gut überlegt werden wo ein „washing" gesetzt wird. Unsauberkeiten sind an den Bauteilen kaum zu finden. Ein paar Antennen und die Reling müssen selbst hergestellt werden. Auch einige Bohrlöcher müssen selbst gesetzt werden. Der Displayständer ist zwar keine Schönheit aber zweckmässig.

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Die Bauanleitung

Die Bauanleitung ist gegenüber der letzten Auflage von 2010 nahezu unverändert geblieben. Sie ist im Format A4 und s/w gedruckt. Sie besteht aus 10 Seiten und führt in 21 Abschnitten zum fertigen Modell. Bei der Farbgebung ist erfreulicherweise auf das Anmischen von Farbtönen verzichtet worden. Der Markierungsbogen wurde neu hergestellt und die Details sind matt und augenscheinlich ohne Fehler gedruckt.

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Type 206A

Von den Type 206-U-Booten wurden 18 Einheiten in Deutschland gebaut, und der erste Stapellauf fand 1971 statt. Charakteristisch für diese Boote war die Verwendung von nichtmagnetischem Stahl als Einhüllenboot und die Unterbringung des Sonars in einer Kuppel unter der dem Bug. Spektakulär war der Einsatz von U24 während der NATO-Übung JTFEX 01-2, die 2001 in der Karibik stattfand. Das sehr leise fahrende und damit schwer zu ortende U-Boot durchbrach den Ring der Sicherungsschiffe um den Atomflugzeuträger U.S.S. Enterprise. Es wurden mehrere simulierte Torpedos abgefeuert und das Schiff durch das Angriffssehrohr fotografiert. Anschließend tauchte U24 unangekündigt neben den Flugzeugträger auf. Der kommandieren U.S. General war nicht erfreut über das Versagen der U.S. Navy. Dem deutschen U-Boot und seiner Besatzung war eine außergewöhnliche Leistung gelungen. 

Einige Boote wurde zum Typ 206A umgebaut, einige verschrottet und zwei Stück nach Kolumbien verkauft wo sie seit 2015 im Dienst sind. Zwei weitere Boote sind noch in Kiel als Ersatzteilspender für die kolumbianischen Schiffe eingelagert. U17 gehört heute der Wehrtechnischen Studiensammlung (WTS) Koblenz und befindet sich als Dauerleihgabe im Technik-Museum Sinsheim.

Nach der Erstauflage ist der Bausatz erst die dritte Wiederauflage von Revell. Kein anderer Hersteller hat die 206/206A als Spritzgussbausatz im Sortiment. Da die fast 30 Jahre alte Spritzform nicht oft verwendet wurde, sind so gut wie keine Unsauberkeiten an den Spritzrahmen zu erkennen. Der mitgelieferte Displayständer ist zweckmäßig. Der Modellbauer hat einige Optionen, um sein Modell darzustellen.

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Die Bauanleitung

Die Bauanleitung ist fast unverändert gebliebenen und ist im Format A4 und s/w gedruckt. Sie besteht aus 8 Seiten und führt in 15 Abschnitten zum fertigen Modell. Bei der Farbgebung sollen die Farbtöne A, G, H, K und N in jeweiligen Mischungsverhältnissen selbst angemischt werden. Der Markierungsbogen wurde neu hergestellt, und die Details sind matt und augenscheinlich ohne Fehler gedruckt. Man hat die Auswahl unter vier U-Booten.

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Type 212A

Die U-Boote dieses Typs sind die weltweit ersten, die mit einem Brennstoffzellen-Antrieb ausgerüstet sind und unabhängig von Außenluft fahren können. Alternativ können auch Elektro- oder Dieselmotoren den Antrieb übernehmen. Durch den Einsatz der Brennstoffzelle sind diese U-Boote unter Wasser die leisesten der Welt. 

Seit 2002 wurden 10 Einheiten in zwei Baulosen gebaut. Darunter sechs für die deutsche Marine und vier für die italienische Marine. Weitere Versionen für den Export (Klasse 214, 216 und 218) werden derzeit unter deutscher Federführung in Griechenland, Türkei, Südkorea und Singapur gebaut. Man kann also durchaus von einem erfolgreichen U-Boot-Konzept sprechen.

Revell hat als einzige Firma ein Type 212A als Spritzgussbausatz in 1:144 im Sortiment. Die Erstauflage war im Jahr 2005, und 2014 folgte die erste Wiederauflage. An den Bauteilen sind nur wenige Unsauberkeiten zu finden. Diese sind jedoch leicht und schnell zu enfernen. Vergleicht man Originalfotos mit dem Modell, so wirken die versenkten Gravuren etwas zu breit bzw. tief. Einige Bohrlöcher müssen selbst gesetzt werden. Es gibt auch wieder die Optionen die Periskope, Antennen und Messfühler auf der Oberseite des Turms auf- oder eingefahren darzustellen. Auch die beiden Türen können offen oder geschlossen montiert werden. Der Faden für die Antennendrähte muß aus eigenen Beständen verwendet werden. Auch bei diesem Modell ist ein Displayständer enthalten.

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Die Bauanleitung

Auch diese Bauanleitung ist wieder in A4 und s/w gedruckt. Bis auf unwesentliche Details ist sie identisch zur Anleitung der vorherigen Auflage. Sie besteht aus acht Seiten und führt in 19 Schritten zum fertigen Modell. 

Der Markierungsbogen ist neu angeordnet und erlaubt die Darstellung der u.g. Unterseeboote der deutschen Marine während der Erprobung und nach der Indienststellung. Außerdem ist eine nicht spezifizierte Version der italienischen Marine möglich. Wie bei den anderen Bögen auch, so sind hier die Markierungen matt und augenscheinlich ohne Fehler gedruckt.

Da die U-Boote seit einigen Jahren im Dienst sind kann es sein, dass die Markierungen in Größe und Platzierung sich inzwischen von den Bausatzvorlage unterscheiden. Wer also ein aktuelles Erscheinungsbild seines Modells bevorzugt, muß selbst recherchieren.

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Darstellbare Maschinen:

 

  • Deutsches U-Boot WILHELM BAUER
  • Type 212A, U31, U32, U33, U34, Deutsche Marine
  • Type 206A, U15, U17, U18, U24, 1. Ubootgeschwader, Eckernförde, Deutschland, 2005 - 2008

 

Stärken:
  • Bausätze sind nach einigen Jahren wieder im Handel verfügbar
  • Teilweise einzige Bausätze in diesem Maßstab am Markt
  • Neu gedruckte Markierungsbögen
Schwächen:
  • Stellenweise muß überschüssiges Material entfernt werden
  • Einige Bohrlöcher/Öffnungen und Antennendrähte müssen selbst hergestellt werden
Anwendung: Ein Level 4 Bausatzset mit einer Altersempfehlung ab 12 Jahren

Fazit

Da alle drei Bausätze bereits seit einigen Jahren bei Revell nicht mehr im Sortiment waren, ist dieses Jubiläumsset eine willkommene Möglichkeit für erfahrene Modellbauer aber auch für Einsteiger. Bei einem Ladenpreis von etwa 43 EUR werden einige Stunden Bastelspaß generiert. Empfehlenswert!

Weitere Infos

Referenzen Eine mögliche Bezugsquelle gibt es hier auf der Webseite des Herstellers.

Diese Besprechung stammt von Bernd Heller - 25. April 2026

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