Lockheed SR-71 B Blackbird(Revell - Nr. 03751)
Produktinfo
BesprechungDas OriginalWährend von der SR-71A 29 Maschinen gebaut wurden, so waren es von der Trainerversion SR-71B nur zwei Flugzeuge. Diese waren durch das zweite, erhöhte, Cockpit sehr leicht zu erkennen. Eine davon, die Seriennummer 61-17957, stürzt im Januar 1968 wegen einer defekten Treibstoffpumpe im Anflug auf die Beale AFB ab. Beide Piloten konnten sich mit den Schleudersitzen retten. Die 61-17956 hatte im November 1965 den Erstflug und wurde im Januar 1966 an die USAF übergeben. Später wurde sie zeitweise, zusammen mit einer anderen SR-71A, an die NASA ausgeliehen und führte dort die Nummer 831 mit dem markanten NASA-Schriftzug. Diese Maschine kann heute im Kalamazoo Aviation History Museum, Michigan, USA, besichtigt werden. Es wurden bereits zahlreiche Infos über die „Blackbird" auf verschiedenen Modellbauseiten veröffentlicht. Bis heute ist sie das schnellste Flugzeug mit luftatmenden Triebwerken und hält noch weitere Rekorde. Ich möchte an dieser Stelle nur eine Eigenheit der SR-71 hervorheben: Am Boden waren die Treibstofftanks der Maschinen immer etwas undicht und der sehr spezielle JP-7 Treibstoffe tropfte in geringen Mengen auf den Boden. Da er nur schwer entzündlich war stellte er deshalb keine Gefahr dar. Erst bei höheren Temperaturen während des Fluges dehnte sich das Metall der Tanks aus und wurden so abgedichtet.
Der BausatzNach dem Bausatz der SR-71A aus dem Jahr 2021 fügt Revell dem Bausatz jetzt die neuen Spritzlinge L und O bei bzw. tauscht diese aus. Auch in dieser Version können die Triebwerke separat auf dem Displayständer präsentiert werden. Nachdem ich wenig wirklich Negatives über den Bau der SR-71A im Netz finden konnte gehe ich davon aus das sich das auch auf die Trainerversion übertragen lässt. Etwas ungünstig ist es das das Fahrwerk schon früh in der Bauphase eingebaut werden muss. Beim Anpassen der Bugspitze und der Triebwerke an dem Rumpf ist auf eine gute Ausrichtung zu achten. Sehr gut ist für mich das im Rumpfinneren Verstärkungsstreben eingebaut werden. Das verleiht dem Modell eine zusätzliche Stabilität. Man hat die Option die beiden Cockpits und den Luftbetankungsstutzen geöffnet darzustellen. Da die Detaillierung diese Bereichen nicht so optimal ist würde ich persönlich zu einer geschlossenen Version tendieren da z.B. die Schleudersitze recht vereinfacht dargestellt sind. Man hat auch wieder die Option das Modell mit aus- oder eingefahrenem Fahrwerk auf dem Displayständer darzustellen. Die separat darzustellenden Triebwerke sind ein zusätzliche Option. Auch wenn der Bauplan es nicht enthält, so würde ich auf jeden Fall Zusatzgewicht in die Bugspitze packen um den Schwerpunkt des Modells weiter nach vorne zu verlagern. Weitere Detailsfotos sind hier bei der Bausatzvorstellung der SR-71A zu finden.
Der MarkierungsbogenDer Markierungsbogen ist ebenfalls neu und im Format etwas größer, aber schmaler, als A4. Der Druck ist matt und augenscheinlich fehlerfrei. Bei der sehr dunklen Lackierung ist es unklar ob die sehr attraktiven weiß/roten Markierungen der NASA auch farbdeckend sein werden. Hier dürfte es besser sein diese Stellen in einer helleren Farbe zu lackieren um ein Risiko des Durchscheinens zu minimieren. Gut anzusehen sind die Decals für das Innere des Cockpits. Aber ob diese wegen der kleinen Fenster später auch zu erkennen sind möchte ich an dieser Stelle bezweifeln. Was aber auf jeden Fall eine Herausforderung sein wird sind die zahlreichen Wartungshinweise. Das dürfte eine wochendfüllende Aufgabe sein. Revell legt den NASA-Schriftzug in zwei Ausführungen bei. Ich vermute das das damit zusammenhängt das sich die NASA die SR-71B in zwei Zeitperioden für Forschungszwecke „ausgeliehen" hat. Die roten „Walkways" sollten wegen der Farbdeckung weniger Problematisch sein.
Die BauanleitungDie Bauanleitung besteht aus 39 farbigen Seiten im Format A4 und führt im 70 Abschnitten zum fertigen Modell. Diese sind leicht verständlich gezeichnet und haben eine ausreichende Größe. Einige Baustufen, leider nicht alle, enthalten Farbangaben für die Unterbauguppen. Wer Wert auf Authentizität legt sollte hier ein eigenes Quellen-Studium betreiben. Einige Bohrlöchen sollen selbst gesetzt werden. Das ist wohl abhängig davon welche Version der SR-71B man bauen möchte. Siehe hier die Baustufen 37, 38 und 48a. Die Anleitung gibt an das 13 Farben benötigt werden. Zwei davon sollen selbst angemischt werden.
Darstellbare Maschinen:
Stärken:
Schwächen:
Anwendung: Ein Level 5 Bausatz mit einer Altersempfehlung ab 13 Jahren FazitRevell ruft für diesen Bausatz einen UVP von 99,99 EUR auf, was etwa 20 EUR mehr als bei der Erstauflage ist. Im Einzelhandel ist er für etwa 80 EUR zu bekommen. Das ist nicht gerade wenig - aber es ist im diesem Maßstab auch ein großes Modell. Wer noch etwas mehr Geld investieren möchte sollte sich die sehr detaillierten Sets von Reskit oder 3DF ansehen. Die fertige SR-71B wird etwa 68,2 cm x 35,3 cm groß sein und damit viel Platz in der Vitrine beanspruchen. Da es wohl auf absehbare Zeit kein besseres Modell in diesem Maßstab geben wird kann ich hier, mit kleinen Abstrichen, eine klare Kaufempfehlung abgeben. Einige Zurüstanbieter haben deshalb auch schon Alternativbauteile im Sortiment. Weitere InfosReferenzen Eine mögliche Bezugsquelle auf der Webseite des Herstellers gibt es hier. Auf der Webseite THESR71BLACKBIRG.COM gibt es Details und zahlreiche Fotos zum Original. Diese Besprechung stammt von Bernd Heller - 08. Mai 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |
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