Focke-Wulf Flitzer(Revell - Nr. 03761)
Produktinfo
BesprechungZum OriginalGegen Ende des Zweiten Weltkriegs entwickelte Focke-Wulf unter der Bezeichnung „Entwurf VI“ ein einstrahliges Jagdflugzeug um die Luftherrschaft über Deutschland wieder zurückzuerobern bzw. den alliierten Bomberverbänden und den Begleitjägern etwas entgegenzusetzen. Hauptziel war es, die Nachteile der Messerschmitt ME 262, bspw. lange Start- & Landebahnen, zu beheben. Das Projekt wurde schließlich zugunsten anderer Flugzeugentwicklungen eingestellt, obwohl bereits detaillierte Pläne und ein Windkanalmodell existierten.
Zum BausatzNach gut 30 Jahren (Quelle Revell) bringt Revell wieder seinen Focke-Wulf TL „Flitzer“ auf den Markt, diesmal jedoch im Rahmen seiner „P-Serie“. Dabei soll es sich um eine Sammlung von Flugzeugen und Fahrzeugen handeln, die es nie in zur Serienproduktion geschafft haben, sondern größtenteils Reißbrettprojekte waren. Nachdem bereits die Arado Ar E.555 und die Messerschmitt P.1099A wiederaufgelegt wurden, folgt nun der „Flitzer“. Laut Revell liest es sich so, dass noch weitere Projekte in dieser Serie geplant sind. Man darf also gespannt sein, ob und welche weiteren Modelle folgen werden…
Wie bereits bei der Erstveröffentlichung kommt der Bausatz im gewohnten Faltkarton daher. Obwohl dieser im neuen Design gehalten ist, nutzt Revell wieder dasselbe Coverbild wie bei der Erstveröffentlichung 1996, jedoch schimmert am rechten oberen Rand Blaupausenpapier durch. Dies in Verbindung mit der markanten Überschrift „P-Series“ verdeutlicht meines Erachtens, dass es sich bei dem Modell um einen Prototyp handelt, der in Wirklichkeit nie zum Einsatz kam. Auf der Rückseite des Kartons befinden sich ein Bild des bereits gebauten Modells sowie einige Hinweise und Informationen.
Sobald man den Inhalt aus dem Karton vor sich liegen hat, stellt man schnell fest, dass dieser sehr überschaubar ist. Neben zwei grauen Spritzlingen liegt ein Klarsichtrahmen mit der Cockpitkanzel bei. Die Bauanleitung ist, wie der Karton auch, ebenfalls im neuen Design gehalten und besteht aus 15 Bauschritten. Die Seiten 16 & 17 zeigen zwei verschiedene Farbgestaltungen. Der Decalbogen enthält 48 Decals und ermöglicht es zwischen zwei verschiedenen fiktiven Maschinen zu wählen.
Die einzelnen Teile sehen für ihr Alter sehr gut aus. Es gibt kaum Fischhäute, dafür feine versenkte Gravuren und viele Details (siehe Fahrwerksschächte). Spritzling A enthält den Rumpf sowie die Teile des Cockpits. Der Flügel und alle Einzelteile des Fahrwerks sind auf Spritzling C untergebracht. Die Cockpitkanzel befindet sich folglich allein auf dem Spritzling B. Obwohl das Cockpit relativ "einfach" gehalten wurde, gewährt die Kanzel trotzdem eine gute Sicht ins Innere.
Darstellbare Maschinen:
Stärken:
Schwächen:
FazitEine tolle Wiederauflage dieses interessanten Flugzeugs. Aufgrund der überschaubaren Anzahl an Teilen ist dies definitiv für Anfänger geeignet. Aber auch erfahrene Modellbauer werden an diesem Flugzeug ihren Spaß haben. Da es sich um ein „What-if-Modell“ handelt, kann man sich gerade bei der Lackierung voll und ganz austoben. Diese Besprechung stammt von Christopher Schärig - 24. Juli 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |