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DH. Mosquito PR Mk.XVI "Long-Range Reconnaissance"

(Special Hobby - Nr. SH72452)

Special Hobby - DH. Mosquito PR Mk.XVI

Produktinfo

Hersteller:Special Hobby
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:SH72452 - DH. Mosquito PR Mk.XVI "Long-Range Reconnaissance"
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Juli 2025
Preis:ca. 28,89 €
Inhalt:
  • 6 Gußrahmen in Grau
  • 1 klarer Rahmen
  • 2 Abziehbilderbögen
  • Anleitung

Besprechung

Vorbild

Die de Havilland Mosquito zählt zweifellos zu den außergewöhnlichsten Flugzeugen des Zweiten Weltkriegs. Während viele Nationen auf schwere Metallkonstruktionen setzten, entwickelte de Havilland einen nahezu vollständig aus Holz gefertigten Mehrzweckflugzeugtyp. Diese ungewöhnliche Bauweise sparte strategisch wichtige Metalle, ermöglichte eine schnelle Fertigung und verlieh der Mosquito hervorragende Flugeigenschaften. Dank ihrer hohen Geschwindigkeit konnte sie häufig auf eine schwere Defensivbewaffnung verzichten und dennoch feindlichen Jägern entkommen. Aus diesem Konzept entstand eine ganze Familie von Bombern, Nachtjägern, Jagdbombern und Aufklärungsflugzeugen.

Eine der leistungsfähigsten Aufklärungsversionen war die Mosquito PR Mk. XVI, die ab 1943 in Dienst gestellt wurde. Sie basierte auf der Bomberversion B Mk. IX und war speziell für strategische Fotoaufklärung ausgelegt. Anstelle einer Bombenlast trug sie mehrere hochauflösende Kameras im Rumpf, mit denen Ziele aus großer Höhe dokumentiert werden konnten. Angetrieben wurde sie von zwei Rolls-Royce Merlin 72 oder 73 Motoren mit zweistufigem Lader, wodurch Einsatzhöhen von über 11.000 Metern erreicht werden konnten. In diesen Höhen operierten nur wenige deutsche Jagdflugzeuge effektiv, was die Überlebenschancen der Besatzungen erheblich erhöhte.

Special Hobby - DH. Mosquito PR Mk.XVI "Long-Range Reconnaissance"

Die PR Mk. XVI spielte eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung und Durchführung alliierter Operationen. Sie fotografierte Industrieanlagen, Verkehrswege, Häfen und Flugplätze tief im besetzten Europa und lieferte wertvolle Informationen für die Einsatzplanung. Ebenso überwachte sie die Auswirkungen alliierter Bombenangriffe und dokumentierte die Verlegung deutscher Truppen. Vor der Landung in der Normandie entstanden mit ihrer Hilfe zahlreiche Aufnahmen der französischen Küste, die für die Planung der Invasion von großer Bedeutung waren. Selbst gegen Kriegsende blieb die Mosquito eines der wichtigsten Aufklärungsmittel der Alliierten.

Besonders beeindruckend war dabei das Einsatzprofil der PR Mk. XVI. Meist flog sie allein oder in kleinen Verbänden tief über feindliches Gebiet oder in großer Höhe außerhalb der Reichweite der meisten Abfangjäger. Da sie keine Bewaffnung mitführte, war ihre Geschwindigkeit ihre wichtigste und einzige Verteidigung. Mit Spitzengeschwindigkeiten von über 650 km/h gehörte sie zu den schnellsten zweimotorigen Flugzeugen ihrer Zeit und konnte vielen deutschen Jagdflugzeugen davonfliegen.

Nach dem Krieg blieb die Mosquito noch mehrere Jahre bei verschiedenen Luftstreitkräften im Einsatz, ehe sie nach und nach durch moderne Strahlflugzeuge ersetzt wurde. Dennoch gilt sie bis heute als eines der vielseitigsten und erfolgreichsten Flugzeuge des Zweiten Weltkriegs. Insbesondere die Fotoaufklärungsversionen wie die PR Mk. XVI leisteten einen wichtigen Beitrag zur alliierten Kriegsführung, da sie Informationen lieferten, die für zahlreiche militärische Entscheidungen unverzichtbar waren.

Prototypmodell auf Seite des Herstellers
Prototypmodell auf Seite des Herstellers

Mosqutio im Modellbau:

Die Mosquito ist wohl eines der legendärsten Kampfflugzeuge der Royal Air Force im Zweiten Weltkrieg. Allein im Maßstab 1:72 sind laut Scalemates aktuell (Stand: 06/2026) 100 Bausätze gelistet. Die erste Großserienform war die ursprüngliche Airfix-Form von 1957. Scalemates ist in seiner Zeitleiste hier nicht ganz eindeutig, es scheint jedoch so, dass 1972 ein weiteres New Tool entwickelt wurde, das bis 2013 immer wieder aufgelegt wurde.

Eine weitere wichtige Form stammt aus dem Hause Frog von 1968, die dann über Novo nach Osteuropa kam und dort bis in die 1990er-Jahre ebenfalls durch viele Hände ging. Hier war der Bau einer Mk. IV oder einer Mk. VI möglich, wobei die Versionsunterschiede natürlich nicht wirklich ausgearbeitet wurden. 1976 erschien dann die nächste Mosquito bei Matchbox. Hier war der Bau einer Mk. IX oder einer Mk. XXX möglich. Mit dem Ende von Matchbox im Jahr 1992 wurde auch dieser Bausatz letztmalig aufgelegt.

1999 erschienen dann bei Tamiya und Hasegawa jeweils neue Bausatzformen. Tamiya legte 2000 und 2001 noch zwei weitere Varianten auf, sodass letztlich, je nach Version,  der Bau einer Mk. II, Mk. IV, Mk. VI, Mk. XIII oder Mk. XVII möglich wurde. Ähnlich vielfältig entwickelte sich auch die Hasegawa-Form, von der bis heute 14 Auflagen, darunter auch eine von Revell, mit verschiedenen Versionen erschienen sind.

2021 erschien dann bei Airfix eine moderne Bausatzform, die inzwischen ebenfalls in drei Versionen erhältlich ist und derzeit wohl die beste Mosquito auf dem Markt sein dürfte. Im Sommer 2025 erschien schließlich die bereits länger angekündigte Mosquito von Special Hobby, wobei der Langstreckenaufklärer PR Mk. XVI und der Nachtjäger Mk. XXX gleichzeitig veröffentlicht wurden. Im vorletzten Monat, also im Mai 2026, erschien dann erstmals auch die Höhenjägerversion Mk. XV, die sich optisch noch einmal deutlich unterscheidet. Wie kann sich Special Hobby nun gegenüber der Konkurrenz behaupten?

Special Hobby - DH. Mosquito PR Mk.XVI "Long-Range Reconnaissance"

zum Bausatz:

Auf dem schön gestalteten Cover von Antonis Karidis sehen wir eine britische Mosquito des 544. Squadrons im Aufklärungseinsatz über der Normandie. Auffällig sind dabei das typische PR Blue der britischen Aufklärungsflugzeuge sowie die markanten Invasionsstreifen. Hat man sich am Cover sattgesehen und hebt den Deckel an, erwartet einen ein randvoller Karton mit insgesamt sechs grauen und einem klaren Gussrahmen. Dazu kommen eine Anleitung sowie zwei Abziehbilderbögen, wobei der kleinere wohl nur eine Ergänzung darstellt – dazu aber später mehr.

Der Guss ist weitgehend sauber ausgeführt. Man erkennt auch sofort die modulare Aufteilung des Bausatzes sowie die hohe Detailverliebtheit.

Der Bau beginnt im sehr detaillierten Cockpit. Eine komplette Doppelseite beschäftigt sich mit dem Innenraum. Insgesamt sind es elf Bauschritte, bis der Rumpf geschlossen wird. Die Strukturen sind sehr fein umgesetzt, auch die beiden Sitzplätze sind hervorragend wiedergegeben. Die Geräte im hinteren Teil des Cockpits sind ebenfalls gut strukturiert. Hier handelt es sich vor allem um die Funkanlage, das Avioniksystem sowie die Bedienelemente für die Kameras. Das Instrumentenpanel ist ebenfalls versionsspezifisch gut wiedergegeben. Die einzelnen Anzeigen sind dank der sehr feinen Strukturen gut zu erkennen. Auch der Steuerknüppel ist alles andere als einfach gehalten.

Der Rumpf ist mehrfach geteilt, hier zeigt sich der modulare Aufbau: Während die hinteren Rumpfhälften bei allen Mosquitos ungefähr gleich sind, sind die vorderen Rumpfsektionen separat ausgeführt und können bei späteren Varianten ausgetauscht werden. Die Passgenauigkeit ist erstklassig und bei sauberem Arbeiten fällt diese Teilung des Rumpfes kaum auf. Die Innenseiten sind teilweise strukturiert, zudem werden hier noch eine Vielzahl weiterer Geräte angebracht.

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Identifikationsleuchten um drei Signallampen mit jeweils einer roten, grünen und gelben Leuchte. Diese wurden vom Cockpit aus gesteuert und konnten so einen Code übermitteln, mit dem die Flugabwehr das Flugzeug als eigenes identifizieren konnte. Weiterhin wird auch noch die geschlossene Box für ein Rettungsfloß in den Rumpf eingesetzt.

Ist die Passgenauigkeit der beiden Rumpfhälften sehr gut, sieht es an der Unterseite etwas anders aus. Hier haben wir aufgrund der modularen Bauweise mehrere einzelne Teile und Klappen, die beim Einbauen teilweise etwas störrisch sind. Aber auch das ist schon Meckern auf hohem Niveau. Die Teile selbst sind sehr gut detailliert. So kann die Einstiegsluke auch geöffnet dargestellt werden, da auch die Innenseite strukturiert ist. Eine Vielzahl von Klarsichtteilen für Scheinwerfer und Kameras wird in die runden Öffnungen der Unterseite eingesetzt. Der Bausatz hält, was er verspricht – die Versionsunterschiede sind gut ausgearbeitet.

Die Flügel sind ebenfalls modular aufgebaut. Hier werden die Kühler, welche sich bei der Mosquito in der Flügelvorderkante zwischen Motorgondel und Rumpf befinden, eingebaut. Ansonsten besteht jeder Flügel aus einem Ober- und Unterteil mit sehr feiner Struktur. Der ein oder andere wundert sich vielleicht, warum keine Blechstöße zu finden sind und das Flugzeug generell sehr glatt wirkt. Der Grund dafür ist, dass das Flugzeug nahezu komplett aus Holz bestand, was es auch so revolutionär machte.

Die Flügelenden bestehen aus Klarsichtteilen und werden separat angebracht. Das halte ich persönlich nicht für die beste Lösung, da die Übergänge versäubert werden müssen, um eine saubere Oberfläche zu erhalten. Ob es nötig war, diese Bereiche als Klarsichtteile auszuführen, sei dahingestellt. Immerhin sind die Positionslichter dadurch echte Klarsichtteile. An der Flügelunterseite wird außerdem noch ein Klarsichtteil für den Landescheinwerfer eingebaut. Besonders loben möchte ich an dieser Stelle, dass alle Klappen separat beiliegen und damit auch in ausgefahrener Stellung gebaut werden können. Ein weiterer Landescheinwerfer kann am rechten Flügel ebenfalls verbaut werden, allerdings nur für die vierte Bemalungsvariante. Leider muss die entsprechende Öffnung hierfür selbst hergestellt werden.

Kommen wir zu einem weiteren Highlight: dem Fahrwerk. Leider ist man gezwungen, das Fahrwerk schon während des Baus anzubringen, da es sich später nicht mehr in die Motorgondeln einsetzen lässt. Mich stört das ein wenig, da ich das Fahrwerk lieber erst nach dem Lackieren anbaue. Die Reifen des Hauptfahrwerks sind zweiteilig und weisen ein sehr gutes Profil auf. Das Fahrwerk ist sehr filigran detailliert. Zwischen den Fahrwerksstreben wird zudem noch ein Hydrauliktank eingebaut. Das Ganze ist nicht ganz einfach zu bauen, da die Konstruktion recht wackelig sein kann. Es braucht also etwas Geduld.

Anschließend wird das gesamte Fahrwerk in die Flügelunterseite eingesetzt, wo der Fahrwerksschacht bereits angedeutet ist. Hier sind auch schon schöne Details wie beispielsweise Hydraulikleitungen zu sehen. Die Motorgondel wird nun um das Fahrwerk herum zusammengesetzt, wobei auch die Abgrenzung zum Fahrwerksschacht eingesetzt wird. Hier ist die Passgenauigkeit etwas straff und die Teile sollten am besten mit Sekundenkleber vormontiert werden – so habe ich es jedenfalls gemacht.

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Der Klarsichtteilrahmen ist sehr umfangreich und es liegen verschiedene Varianten bei. Leider hatte sich die Cockpitscheibe bereits gelöst. Für die in diesem Bausatz enthaltene Version wird die Variante mit der Glaskuppel, also Bauteil CP20, benötigt. Anschließend werden noch die beiden flachen Seitenscheiben angebracht. Hier muss man darauf achten, dass die Innenseite vorher lackiert wird, da es einige Streben gibt, die durch die Doppelverglasung von außen nicht mehr lackiert werden können. Beim Anbringen ist unbedingt auf eine Trockenpassung zu achten, damit sich später alles spaltfrei zusammenfügen lässt. Das hat mir nämlich graue Haare bereitet. Die verglaste Nase passt wiederum sehr gut und ohne zu mucken. Die verschiedenen, nicht benötigten Klarsichtteile verraten bereits, dass Special Hobby hier in den nächsten Jahren noch einiges vorhat.

Im letzten Schritt werden die Höhenruder, Auspuffrohre, Zusatztanks und Propeller angebracht. Auch hier zeigt sich wieder die überragende Detailtiefe, beispielsweise an den kleinen Nieten auf den Spinnern. Dass Spinner, Propeller und deren Einfassungen separat beiliegen, erleichtert das Lackieren. Ein Schwachpunkt des Bausatzes sind allerdings definitiv die Abgasrohre, denn zwischen den einzelnen Rohren befindet sich einiges an Grat und Flash, das umfangreich versäubert werden muss. Alternativ bietet Special Hobby hierfür auch ein Set mit 3D-gedruckten Teilen an. Generell hat der Hersteller ein umfangreiches Portfolio an Detailsets für die Mosquito entwickelt.

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Bemalung und Abziehbilder:

Es liegen zwei Abziehbilderbögen bei, wobei der kleinere Bogen lediglich zur Korrektur des Decals Nummer 6 dient, da dieses versehentlich mit blauem Hintergrund dargestellt wurde, obwohl der Schriftzug freistehend sein sollte. Ansonsten ist der Bogen gut gefüllt. Im oberen Bereich befinden sich einige Wartungshinweise und Markierungen. Das Ganze liegt dabei doppelt bei: einmal in Schwarz und einmal in Rot. Im unteren Teil befinden sich die spezifischen Markierungen der einzelnen Flugzeuge. Besonders gefällt mir dabei die Gegenüberstellung der verschiedenen Roundels und ihrer unterschiedlichen Farbvarianten. Versatz ist jedenfalls nicht zu erkennen. Es handelt sich wieder um einen hochwertigen Bogen, der vermutlich erneut bei Eduard gedruckt wurde.

Sechs Bemalungsvorschläge hat man sich in Prag für uns ausgesucht:

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  1. Die NS502/M gehörte in der hier dargestellten Bemalung zum 544. Squadron der Royal Air Force. Sie operierte vom Flugplatz Benson aus und nahm unter anderem an Aufklärungsflügen während der Schlacht um die Normandie teil. Sie stand vom 23. Mai 1944 bis zum 21. Februar 1945 im Dienst, ehe sie überholt werden musste.
  2. Die NS644/G gehörte zum 60. Squadron der South African Air Force und war im Winter 1944/45 auf dem Flugplatz San Severo in Italien stationiert. Um nicht mit deutschen Messerschmitt Me 410 verwechselt zu werden, erhielten die Maschinen weiß-rote Seitenleitwerke. Sie ist dabei mit britischen und südafrikanischen Roundels markiert.
  3. Die NS787/M wurde beim 684. Squadron der Royal Air Force eingesetzt und war auf der Airbase Dum Dum in Indien stationiert. Die Maschine war gegen Ende des Jahres 1944 gegen Japan im Einsatz. Interessant ist die Aluminiumlackierung, wobei die Zusatztanks weiterhin in PR Blue gehalten waren.
  4. Die NS739/F mit dem Pin-up „Pamelia“ gehörte zur 25th Bomb Group der United States Army Air Forces. Sie war in Watton (Großbritannien) stationiert und wurde als Beobachtungs- und Verbindungsflugzeug eingesetzt, um die Bombenangriffe der schweren Bomber zu überwachen und auszuwerten. Dafür erhielt sie ein auffällig rotes Leitwerk, um von den Bombern und Begleitjägern leichter identifiziert werden zu können.
  5. Die A52-600 des 87. Squadron der Royal Australian Air Force war im August 1945 auf Morotai stationiert. Die Maschine ist vollständig in PR Blue lackiert. Sie nahm von März bis August 1945 an insgesamt 21 Aufklärungsmissionen teil. Kleine Kamerasymbole auf der Rumpfseite stehen für jede dieser Missionen, ähnlich den Abschussmarkierungen bei Jagdflugzeugen. Nach dem Krieg nahm sie an der Kartierung Australiens teil. Bis heute ist das Flugzeug im RAAF Museum Point Cook erhalten geblieben.
  6. Die A52-609 flog ebenfalls beim 87. Squadron der Royal Australian Air Force. Sie nahm an der letzten Aufklärungsmission des Squadrons teil und sollte Timor erkunden. Noch während des Anflugs wurde die Besatzung jedoch zurückbeordert, da Japan kapituliert hatte. Zur Feier des Tages wurde in Watton eine andere Mosquito feierlich verbrannt. Nach dem Krieg wurden die Kamerasymbole entfernt und durch die Aufschrift „Boskos Bus“ ersetzt, also jene Aufschrift, die dem Bausatz separat beiliegt. Das Flugzeug verunglückte am 27. Januar 1946 in Balikpapan und wurde anschließend abgeschrieben. Diese Maschine kann daher in Kriegs- und Nachkriegsbemalung dargestellt werden, womit wir eigentlich bei 7 Vorschlägen wären. 

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Anleitung:

Entgegen den Bauanleitungen, die ich sonst von Special Hobby kenne, ist sie dieses Mal ausreichend groß und im A4-Format gehalten. Wie immer startet sie mit einem kurzen historischen Abriss auf Englisch und Tschechisch sowie einem schönen Profil des Flugzeugs. Es folgt die Teileübersicht, die dieses Mal vielleicht nicht ganz so dringend notwendig ist wie sonst, da die Teilenummern alle am Gussrahmen angegeben sind. Hier werden auch in einer kleinen Box die benötigten Farben aufgeführt. Das halte ich allerdings nicht für die eleganteste Lösung, weil sie erstens mitten in der Anleitung und damit recht unauffällig platziert ist. Zudem werden nur Farben von Gunze und Mr. Color angegeben. Diese lassen sich jedoch mit den meisten Konvertierungstabellen problemlos umrechnen.

Die Bauschritte sind ausreichend groß und übersichtlich, sodass man gut damit zurechtkommt. Sehr gut finde ich außerdem die Bemalungsvorschläge. Durch das große Format sind sie sehr übersichtlich und zeigen gut, wo die jeweiligen Decals platziert werden müssen.

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Darstellbare Maschinen:
  1. De Havilland DH 98 Mosquito PR Mk. XVI., NS502, 544. Squadron, RAF, Benson (Großbritannien), Sommer 1944
  2. De Havilland DH 98 Mosquito PR Mk. XVI., NS644, 60. Squadron, SAAF, San Severo (Italien), Winter 1944/45
  3. De Havilland DH 98 Mosquito PR Mk. XVI., NS787, 684. Squadron, RAF, Dum Dum (Indien), Ende 1944
  4. De Havilland DH 98 Mosquito PR Mk. XVI., NS739, 25th Bomb Group, USAF, Watton (Großbritannien) 1944
  5. De Havilland DH 98 Mosquito PR Mk. XVI., A52-600, 87. Squadron, RAAF, Morotai (Indonesien), August 1945
  6. De Havilland DH 98 Mosquito PR Mk. XVI., A52-609, 87. Squadron, RAAF, Morotai (Indonesien), August 1945
  7. De Havilland DH 98 Mosquito PR Mk. XVI., A52-609, 87. Squadron, RAAF, Morotai (Indonesien), Winter 1945/46
Stärken:
  • neue Bausatzform
  • überall sehr detailliert, besonders im Cockpit und Fahrwerk
  • Modular aufgebaut, ermöglicht eine genaue versionsspezifische Darstellung
  • interessante Vorbildauswahl
  • umfangreiche Detailsets vom Hersteller separat erhältlich
Schwächen:
  • Auspuffrohe müssen umfangreich versäubert werden
  • Stellenweise ist die Passung schwierig, aber kein Vergleich zu älteren Bausätzen des Herstellers
Anwendung: Der Bausatz lässt sich auch für den fortgeschrittenen Einsteiger bewältigen. Bauspaß ist aber garantieret.

Fazit

Also, wie kann sich der Bausatz gegenüber der Konkurrenz behaupten? Meine Antwort ist klar: Es ist die beste Mosquito auf dem Markt und zugleich die detaillierteste. Vor allem bietet Special Hobby mit dieser Bausatzfamilie die Möglichkeit, künftig auch weitere, seltenere Versionen aufzulegen. Die hier vorgestellte Aufklärerversion überzeugt auf ganzer Linie und dürfte auch auf Ausstellungen nicht allzu häufig zu sehen sein. Von meiner Seite gibt es daher eine klare Empfehlung.

Weitere Infos

Referenzen Als Referenzmaterial empfehlen sich insbesondere ein Walkaround einer amerikanischen Maschine, die dem vierten Bemalungsvorschlag sehr ähnlich ist, sowie die letzte erhaltene Mosquito PR Mk. XVI, die im norwegischen Bodo ausgestellt ist: https://www.cybermodeler.com/aircraft/mosquito/mossie_walk4.shtml

 

Diese Besprechung stammt von Andy Hartung - 20. Juli 2026

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