Junkers EF 132(Antares Models - Nr. ANT-7214)
Produktinfo
Besprechung
Die Schachtel ist gut gefüllt. Beim Auspacken fielen mir zwei Dinge auf: es wird ein ziemlich großes Modell und ich hatte noch nie einen Resinbausatz, bei dem die Oberflächen so glatt sind. Sie reflektierten sehr stark das Licht, was das Fotografieren nicht gerade einfach machte. Die feinen Gravuren sind auf den Fotos auch leider kaum erkennbar. Der Rumpf ist drei Bereiche geteilt. Der mittlere Bereich ist klassisch in linke und rechte Hälfte aufgeteilt. Bei der Länge wird das Zusammenkleben mit Sekundenkleber sicher nicht so einfach. Interessant ist die Lösung von Antares Models für die Anbringung der Tragflächen. Anders als bei anderen Bausätzen kommen die Tragflächen nicht blind auf den Rumpf oder mit kleinen Laschen in Rumpflöcher, sondern es gibt Aussparungen in Form des Tragflächensprofils. In diese soll die Tragfläche eingepasst werden. Inwieweit das funktioniert, wird sich zeigen. Ebenso, ob sie noch zusätzlich verstiftet werden müssen. Da das Rumpfmittelstück hohl ist, wird das Modell nicht ganz so schwer. Außerdem bietet das die Möglichkeit für Ballast im vorderen Teil, damit das Modell auch ordentlich aus den Rädern steht. Der Guss ist so erfolgt, dass es nur an der Bugseite einen kleinen Anguss gibt, der noch entfernt werden muss. Sehr durchdacht.
Rumpfsegment Die Tragflächen sind vollständig als linke und rechte Tragfläche ausgeführt. Auch hier erfolgte der Guss sehr durchdacht und zu entfernende Angüsse gibt es an der Rumpfseite. Diese soll dann nach der Bearbeitung in den Rumpfaussparungen verschwinden. Die Triebwerkseinlasse werden später angebaut, somit können vorher die Stirnseiten der Triebwerke eingesetzt werden. Auf den Unterseiten befinden sich die Fahrwerkschächte für die Stützräder. Die Struktur darin ist sicher für diesen Maßstab ausreichend. Die Triebwerkauslässe sollen offensichtlich einfach offene Rohre bleiben.
Oberseite der Tragflächen Antares Modells hat dem Bausatz zwei tiefgezogene Kanzeln beigelegt. Sehr schön, denn beim Bearbeiten solcher Kanzeln kann schon mal etwas schief gehen. Die Kanzeln sind schön transparent, verzerren aber den Einblick etwas.
Rumpfbug und Rumpfheck sind als separate Teile ausgeführt. Somit befinden sich die Angüsse immer an der Seite zum Rumpfmittelstück. Im Bug ist bereits eine Gerätetafel im Cockpit angegossen. Warum das so ist und warum die anderen später noch angebaut werden müssen, erschließt sich mir nicht logisch. Die Positionen der Waffentürme sind durch feine Ringe bereits am Rumpf markiert. Da kann man beim Anbau nichts falsch machen. Mit etwas Arbeit könnte man sie sogar drehbar gestalten. Seitenleitwerk und Höhenleitwerke kommen jeweils in einem Stück. Wer dir Ruder ausgelenkt darstellen will, muss mit der Säge ran. In meinem Bausatz ist das Seitenleitwerk aus anderem Resin gegossen und hat eine deutlich rauere Oberfläche.
Die diversen Kleinteile sind ebenfalls von guter Qualität. Natürlich benötigen sie noch etwas Zuwendung und Nacharbeit, aber das ist ja normal. Leider fehlen in meinem Bausatz die Waffen sowohl für die Drehtürme als auch für den Heckstand. Da muss ich leider selbst welche anfertigen.
Räder, Fahrwerkklappen, Cockpitboden und Triebwerkeinlässe sind ebefalls sauber gegossen und passen hoffentlich gut an ihre Plätze. Ich hoffe auch, dass durch das Entfernen der Angüsse an den Triebwerkeinlässen diese geöffnet werden und man mit der Öffnung nicht noch zusätzliche Arbeit hat.
Das Fahrwerk besteht aus Weißmetallteilen, was bei dem Gewicht des fertigen Modells abolut sinnvoll ist.
Der Decalbogen enthält nur Balkenkreuze und die Kennung für das Leitwerk. Wenn man sich vom Deckelbild leiten lässt, ist man etwas enttäuscht, dass es keine Kennung und Staffelwappen sowie weitere Decals gibt. Die Bauanleitung besteht aus sieben A4 Seiten. Auf der ersten Seite gibt es Informationen zur Entwicklung des Vorbilds. Dann folgen sieben Bauschritte in Explosionszeichnungen. Für die Innenseiten und Details gibt es auch Farbangeben. Allerdings gibt es keine Bemalungsvorschläge für das gesamte Fugzeug. Da es ja kein Original gab, hat sich Antares Models wohl auf die Phantasie der Modellbauer verlassen.
Darstellbare Maschinen:
Stärken:
Schwächen:
Anwendung:
Fazit
Weitere InfosAnmerkungen:
Diese Besprechung stammt von Enrico Friedel-Treptow - 08. September 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |