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Lockheed Martin AC-130A "Gunship"

(Italeri - Nr. 139)

Italeri - Lockheed Martin AC-130A

Produktinfo:

Hersteller:Italeri
Sparte:Flugzeuge Militär Modern
Katalog Nummer:139 - Lockheed Martin AC-130A "Gunship"
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:August 2010
Preis:ca. 38 €
Inhalt:
  • 4 schwarze Spritzlinge
  • 1 Klarsichtteilspritzling
  • 1 Decalbogen
  • Bauanleitung

Besprechung:

Das Original

Auf der Grundlage des taktischen Transportflugzeugs C-130A Hercules wurde 1967 mit der Entwicklung eines sogenannten Gunships als nachfolger der AC-47 und AC-119 begonnen. Die A-Version war mit vier M-61-Vulcan-Geschützen und vier Miniguns bewaffnet. Dazu kamen noch etliche zusätzliche Sensoren, die wie die Waffen auf der Backbordseite eingebaut wurden.

Dieses Konzept erwies sich in Vietnam als so erfolgreich, dass weitere Muster und erweiterte Varianten entwickelt und zum Einsatz gebracht wurden. Die neueste Version ist die AC-130U, die mit einem 25-mm-Gatling-Geschütz, einem 40-mm-Bofors-Geschütz und einer 105-mm-Haubitze bewaffnet ist. Diese Maschine ist wohl auch in Afghanistan bereits eingesetzt worden.

Der Bausatz

An vier Spritzlingen aus schwarzem Plastik liefert uns Italeri die Einzelteile zu diesem Modell, das als Limited Edition vermarktet wird. Ursprünglich stammen die Formen von Heller und haben schon etliche Jahre auf dem Buckel.

Das merkt man unter anderem an den erhabenen Panellines. Die Detaillierung und die Ausführung der Teile entsprechen sicher nicht mehr dem aktuellen Stand des Formenbaus. Es sind aber erfreulicherweise so gut wie kein Grat und nur wenig störende Auswerfermarken zu finden. Die Klarsichtteile sind etwas dick geraten und dürften nur wenig Durchsicht erlauben. Der Boden des Lastraums und der Rampe ist etwas profiliert dargestellt, was bei den Rädern aber wiederum nicht der Fall ist. Die Bordkanonen und Miniguns ähneln ihrem originalen Vorbild nur sehr rudimentär.

Über die Passgenauigkeit lässt sich jetzt leider noch nichts sagen. Ich persönlich bin auch kein Freund des schwarzen Kunststoffs, da man hier Fehler beim Zusammenbau sehr schlecht sieht.

Der Inhalt des Kartons

Linke Rumpfhälfte und TragflächenoberseitenRechte Rumpfhälfte mit TragflächenunterseitenBoden des Frachtraums mit Heckklappe, Rädern und AußentanksTriebwerke mit Propellern und AußenlastenDie Klarsichtteile

Linke Rumpfhälfte und Tragflächenoberseiten

Linke Rumpfhälfte und Tragflächenoberseiten 

Detailaufnahmen der Spritzlinge

Cockpitinnenraum und FahrwerksschächteDie Räder und der Boden des LastraumsDie Allison-PropellerturbinenDer hintere Teil des FrachtraumsEiner die Pilotensitze und das InstrumentenbrettDie Heckklappe und die Räder

Cockpitinnenraum und Fahrwerksschächte

Cockpitinnenraum und Fahrwerksschächte 

Bauanleitung, Bemalung und Markierung

Die Italeri-typische Faltbauanleitung zeigt den Zusammenbau des Modells in nur sieben Baustufen. Aufgrund der übersichtlichen Teilezahl dürften sich auch keine nennenswerten Schwierigkeiten ergeben.

Mit dem beiliegenden, sauber gedruckten Decalbogen lassen sich zwei AC-130A darstellen. Eine in der SEAD-Tarnung und eine im Gunship-Grau. Bei beiden fehlt aber eine genauere Bezeichnung der Einheit. Der Decalbogen enthält zudem nur die wirklich wichtigsten Beschriftungen, Stencils sucht man vergeblich.

Die Bemalungsangaben beziehen sich natürlich wie üblich bei Italeri auf die Palette von ModelMaster und ModelMaster Acryl. Zusätzlich ist noch bei ein paar Farbtönen der FS-Code angegeben.

Sauber gedruckter Decalbogen für die zwei Gunships
Sauber gedruckter Decalbogen für die zwei Gunships

Seitenrisse der zwei darstellbaren Maschinen
Seitenrisse der zwei darstellbaren Maschinen

Darstellbare Maschinen:
  • zwei nicht näher bezeichnete AC-130A der USAF
Stärken:
  • wenig störender Grat und Auswerfermarken
  • einfache Bauanleitung
Schwächen:
  • schwache Detaillierung
  • erhabene Panellines
  • nur die notwendigsten Decals
  • der zu hohe Preis für diese Qualität

Fazit:

Was uns Italeri hier bietet ist ein netter Bausatz für diejenigen, die es mit dem Modellbau nicht ganz so genau nehmen. Alle Detailfreaks müssen hier sehr viel nachbearbeiten und verbessern. Im Grund genommen zwar ein interessanter Bausatz, der aber für die gebotene Qualität auch einfach zu teuer ist.

Diese Besprechung stammt von Herbert Engelhard - 02. September 2010

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