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Thunderbird 2

(Bandai - Nr. 0536186-600)

Bandai - Thunderbird 2

Produktinfo:

Hersteller:Bandai
Sparte:Science-Fiction
Katalog Nummer:0536186-600 - Thunderbird 2
Maßstab:Ohne
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Preis:Sammlerstück
Inhalt:
  • 59 Kunststoff-Einzelteile
  • 4 Weichgummireifen
  • 1 Markierungsbogen
  • 1 Bauanleitung
  • 1 Tube Klebstoff
  • diverse Metallachsen, Aufziehmotor und Schlüssel

Besprechung:

Der Hintergrund:

Das Ehepaar Sylvia und Gerry Anderson hat sich mit ScFi-TV-Serien wie „Space: 1999“ oder „U.F.O.“ in den Analen dieses Genres verewigt. Als weitere Serie gehören die „Thunderbirds“ ebenfalls in diese Kategorie. Die Idee zu dieser Serie hatte Gerry Anderson, als er 1963 erfuhr, dass es in Deutschland ein Grubenunglück gab bei dem jedoch die richtigen Rettungsgeräte erst umständlich aus großer Entfernung an den Unglücksort herantransportiert werden musste. Der Name „Thunderbird“ stammt aus dem Briefverkehr von seinem älteren Bruder, der im 2. Weltkrieg auf einem US Air Force Stützpunkt „Thunderbird Field“ stationiert war.

Bei den Darstellern dieser Serie handelt es sich um Marionetten, denen Gesichtszüge lebender Schauspieler als Vorlage dienten (z.B. Lorne Greene, Sean Connery, Charlton Heston oder Cliff Richard). Die erste Folge der in zwei Staffeln produzierten Serie wurde im September 1965 in Großbritannien ausgestrahlt. Nach 64 Folgen mit je 25 Minuten Länge folgten noch zwei Filme in Spielfilmlänge. Diese Filme werden heute des öfteren im SciFi-Kanal wiederholt. Deshalb kann man mit Recht sagen, dass die „Thunderbirds“ nicht nur in Großbritannien einen gewissen Kultstatus erreicht haben.

Die Story:

Wir schreiben etwa das Jahr 2065. Die Hauptakteure sind die „Männer“ und „Frauen“ der „International Rescue“, die ihr Hauptquartier auf einer gut ausgebauten Insel haben. Diese Gruppe wird gerufen wenn sich irgendwo auf der Erde, unterirdisch oder im Weltraum, ein Unfall oder eine Naturkatastrophe ereignet, die nicht von lokalen Kräften gemeistert werden kann.

Die heimlichen Stars dieser Serie sind aber die Flug- und Fahrzeuge der „International Rescue“:

Thunderbird 1: Hyperschallschnelle Rakete als Aufklärer und mobile Kommandozentrale.

Thunderbird 2: Überschallschneller VTOL-Transporter, der seinen Nutzlast absetzen und wieder aufnehmen kann.

Thunderbird 3: Wiederverwendbares Rauschiff und Zubringer für Thunderbird 5.

Thunderbird 4: Kleines Unterseeboot.

Thunderbird 5: Raumstation, die im Erdorbit alle Hilferufe an „International Rescue“ weiterleitet und den Funkverkehr zwischen den Thunderbird-Einheiten koordiniert.

Thunderbird 6: Ist ein altertümlicher Doppeldecker vom Typ DeHavilland „Tiger Moth“, der nur in dem Spielfilm „Thunderbird 6“ auftaucht. 

Es gibt natürlich weitere Geräte/Fahrzeuge, die aber eher im Hintergrund agieren.

Die „Thunderbirds“ als Modellbausätze:

Verschiedene Hersteller haben in der Vergangenheit Bausätze auf den Markt gebracht. Das ist umso erstaunlicher, denn andere Serien von Gerry Anderson, die mindestens genauso erfolgreich waren, hatten nicht so viel Glück. Bei den „Thunderbirds“ sei hier an erster Stelle Bandai genannt. Jedoch sind diese Bausätze ohne Maßstab und in der Größe an die Größe der Kartonverpackung angepasst. Jedoch sind diese Bausätze als Spielzeuge mit beweglichen Teilen wie Rädern und Aufziehmotor konzipiert. D.h. als Modellbauer muss man die Modelle dann so gut es geht modifizieren. Die US-amerikanische Firma IMAX hat auch einige vergleichbare Bausätze auf den Markt gebracht – ebenfalls als Spielzeugversion. Vermutlich handelt es sich um Kopien/Lizenzen von Bandai. Als letztes wäre da noch die englische Firma Comet Miniatures zu nennen. Hier handelt es sich um maßstäbliche Multimedia-Bausätze, die eigentlich nur durch einen erfahren Modellbauer baubar sind (Vaku-, Kunststoff- und Metallteile). Bausätze dieser Firme sind inzwischen jedoch sehr selten geworden und entsprechend hochpreisig. Es wäre am Rande noch zu erwähnen, dass die o.g. Fahrzeug auch als Diecast-Fertigmodelle von weiteren Herstellern angeboten werden.

Der Bausatz der „T2“:

Die Bauteile der „T2“ weisen eine Mischung von erhabenen und versenkten Gravuren auf. Da der Bausatz als Action-Spielzeug konzipiert ist, können die dafür vorgesehenen Teile entfallen. Dafür vorgesehene Öffnungen sollten verschlossen oder zu nicht beweglichen Teilen umgebaut werden. Auch sollten einige Gravuren weggeschliffen werden. Zum einen das Bandai-Logo auf der Modellunterseite oder die Gravuren „2“ und „T2“ an diversen Rumpfpositionen. Diese Zahlen und Buchstaben sind auch auf dem Markierungsbogen enthalten. Außerdem enthält er auch die gelben und schwarzen Zierstreifen. Ein aufwändiges Abkleben entfällt somit.

Die Montage der Teile sollte keine große Herausforderung darstellen und zügig von der Hand gehen. Es gibt kein Cockpit, kein Fahrwerk und auch keine Klarteile. Gleiches gilt für die Kleinteile mit ihren wenigen Details und Gravuren. Der Bausatz enthält zusätzlich drei fahrbare Hebebühnen, die als Nutzlast für den Container fungieren.

Wer möchte kann noch eigene Detailrecherchen anstellen um das gesamte Modell noch zu verfeinern. Hier muss man aber Aufwand und Nutzen gut abwägen. Das fertige Modell hat eine Länge von etwa 19 cm und eine Spannweite von etwa 13 cm. Bei der Art der Präsentation gibt es zwei Optionen: Flug oder Landung. Dem Charakter der Vorlage entsprechend wäre hier „Landung“ zu bevorzugen. D.h. es sollte ein kleines Diorama sein wie es die Szene auf der Kartonverpackung zeigt.

Jetzt ist aber genug geredet bzw. getippt – Thunderbirds are go!!

Ich hatte bereits mit dem Bau des Modells begonnen - deswegen die leeren Stellen an den Spritzlingen.
Ich hatte bereits mit dem Bau des Modells begonnen - deswegen die leeren Stellen an den Spritzlingen.

Die größten Bauteile
Die größten Bauteile

Die Bauteil für den Nutzlastcontainer
Die Bauteil für den Nutzlastcontainer

Die Bauteile für die ursprüngliche Spielzeug-Version
Die Bauteile für die ursprüngliche Spielzeug-Version

Weitere Bauteile + Tube Klebstoff
Weitere Bauteile + Tube Klebstoff

Zur Probe montiertDetails am HeckSchwach ist die aufgeprägte 2 zu erkennen.Details an der RumpfspitzeSchon mal Schleifpapier und Stahlwolle bereit legen.Die ModellinnenseiteDas Bandai-Logo hat dort nichts zu suchen - weg damit!
Bauteil für eine der mobilen HebebühnenWeitere Bauteile für die mobilen HebebühnenDie Räder für die mobilen HebebühnenDie Triebwerksdüsen werden am Heck aufgesteckt.Da wartet noch Arbeit auf den Modellbauer...

Zur Probe montiert

Zur Probe montiert 

Die vier Öffnungen auf der Unterseite des Nutzlastcontainers rechts können verschlossen werden.Zur Probe montiertHier zusammen mit dem NutzlastcontainerAnsicht von schräg hintenDie Bauanleitung ist verständlich aufgebaut......trotz der japanischen Texte.Der Markierungsbogen. Hoffentlich decken die hellen Decals die grüne Lackierung ab.
Bilder der TB 1 von BandaiBild der T3 von BandaiBild vom Unterseeboot T4 von BandaiDie Raumstation T5 von BandaiDer MOLE von Bandai - Ein Fahrzeug ohne eigene Nummer

Die vier Öffnungen auf der Unterseite des Nutzlastcontainers rechts können verschlossen werden.

Die vier Öffnungen auf der Unterseite des Nutzlastcontainers rechts können verschlossen werden. 

Stärken:
  • Gute Umsetzung des Originals als Bausatz.
  • Variable Präsentationsmöglichkeiten.
Schwächen:
  • Nicht mehr regulär im Handel zu bekommen.
  • Zusätzlicher Aufwand für die Umrüstung vom Spielzeug zum Modell nötig.
  • Bausatz ohne Maßstab.
Anwendung: Der Bausatz setzt etwas Erfahrung im Modellbau voraus.

Fazit:

Da es einige Bausätze zum Thema „Thunderbirds“ gibt, kann man hier nicht von „Eintagsfliegen“ sonder von einer Serie sprechen. Somit sind sie für den SciFi-Modellbauer durchaus interessant, denn alle Modell gebaut ergeben ein in sich abgeschlossenes Thema mit kompakten Abmessungen, das sehr gut zur Präsentation, z.B. auf Modellbauausstellungen, geeignet ist.

Weitere Infos:

Referenzen: wikipedia.org

Diese Besprechung stammt von Bernd Heller - 14. Juli 2011

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