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Bell-Boeing CV-22 Osprey

Prototyp - Air Force Special Operations Command

von Oliver Zwiener (1:72 Esci)

Bell-Boeing CV-22 Osprey

Das Original:

Die CV-22 Osprey , der Name bedeutet „ Fischadler", ist ein Kipprotorflugzeug mit vertikaler Start- und Landefähigkeit und Kurzstart- und - landefähigkeit. Der Erstflug des Prototyps fand 1989 statt, die Einführung bei der US-Luftwaffe und dem US Marine Corps erfolgt nach mehreren Rückschlägen und Unfällen von Prototypen und Truppenerprobungsmustern daher erst seit 2005. Die sichere Beherrschung der Übergangsphase von der Hubschrauber- zur Flächenflugzeugkonfiguration übernimmt für die Piloten daher ein digitales Fly-by-Wire-System.

Bell-Boeing CV-22 Osprey

Das Hauptkonstruktionsmerkmal sind die beiden Rotoren, die ähnlich einem Hubschrauber nebeneinander angeordnet und mitsamt ihren Triebwerken an den Enden der Tragflächen um die Querachse des Flugzeugs schwenkbar aufgehängt sind. In senkrechter Position der Triebwerke drehen die Propeller horizontal und können so bei Start und Landung Auftrieb wie bei einem Hubschrauber erzeugen. Für den Reiseflug schwenkt das Flugzeug beide Propellergondeln mit den Rotoren um 90 Grad nach vorne und wird zu einem herkömmlichen Turbo-Propellerflugzeug mit einer Reisegeschwindigkeit von 509 km/h.

Bell-Boeing CV-22 Osprey

Modellbausatz: ESCI 1:72

Der Bausatz ist mindestens 20 Jahre alt und basiert auf den beiden damals existenten Prototypen. Die Qualität ist mangelhaft, es muss sehr viel gespachtelt, geschliffen und improvisiert werden. Die Liste der Fehler in der Bauanleitung und der Spritzgussrahmen ist lang und der Bausatz beinhaltet weder Piloten, wenig nennenswerte Details und auch der Decalbogen ist sehr einfach gehalten. Aber weil dieser rar ist, werden Liebhaberpreise über 20 € gezahlt - meiner Erkenntnis nach völlig zu Unrecht. Mit Hilfe des Internet und einer auf ebay günstig erworbenen FLUG REVUE von Juli 1988 konnte dennoch ein gutes Ergebnis erzielt werden.

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Bell-Boeing CV-22 Osprey

 

Bau/ Lackierung:

Eine 30 Gramm Bleibirne aus dem Angelsportbedarf wurde per Hammer geplättet und hinter dem Cockpit verklebt, die Ausstiegsluke ausgesägt und die Piloten aus der Bastelschrottkiste auf die Cockpitmaße angepasst. Die Soldaten des Air Force Special Operations Command kommen von Caesar Miniatures. Danach wurden der Innenraum und das Cockpit lackiert.

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Bell-Boeing CV-22 Osprey

 

Anschließend wurde der Rumpf verklebt, der leider wenig passgenau war und somit reichlich ausgebessert werden musste. Die Decke im Transportraum wurde mit Tesa ausgekleidet, um die Klebenaht verschwinden zu lassen - ebenso die Einstiegsluke, wo man leider bis zum Fahrwerk durchschauen konnte, und danach matt weiß lackiert.

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Bell-Boeing CV-22 Osprey

 

Danach wurde Light Compass Ghost Grey lackiert und für die zweite Farbe Olive Grey maskiert. Anschließend wurden die Tragflächen und Leitwerke maskiert und die schwarzen Bereiche lackiert.

Die nächsten Schritte sind die Fahrwerke, Ladeluke und weitere Special Forces mit Sekundenkleber fixieren.

Abschließend waren nur sehr wenige Decals aufzutragen, die leider auch nur eine Anlehnung an Originalaufnahmen darstellen, und das rote Positionslicht am linken Leitwerk aufzutropfen.

Detailarbeiten an Fahrwerk und Rotorblättern.Detailarbeiten an Fahrwerk und Rotorblättern.Bell-Boeing CV-22 OspreyBell-Boeing CV-22 OspreyBell-Boeing CV-22 OspreyBell-Boeing CV-22 OspreyBell-Boeing CV-22 Osprey
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Detailarbeiten an Fahrwerk und Rotorblättern.

Detailarbeiten an Fahrwerk und Rotorblättern. 

Ruhige Hände verlangte dann die korrekte Montage (die Abbildungen in der Bauanleitung sind mehr irritierend!) der Rotorblätter. Ein Video auf YouTube „CV-22 Osprey Pre-Flight, Take-Off and Landing" schaffte endgültig Klarheit.

Zum Abschluss Revell Acryl-Klarlack matt 1/10 verdünnt mit Isopropanol und der Verzicht auf ein Weathering, denn der Prototyp als Vorlage war mir zu extrem verschmutzt und ölverschmiert.

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Oliver Zwiener

Publiziert am 07. August 2012

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