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Galactica "The Bucket"

Battlestar Galactica Shadowbox Teil 3

von Harry Brunner (1:4105 Moebius Models)

Galactica "The Bucket"

Die Galactica, "The Bucket", besteht aus 63 Einzelteilen aus hellbeigem Polystyrol, fünf Klarteilen, einem Metallstab für den Displayständer und natürlich einem Decalbogen. Abstriche - wenn auch eher kleine - muss man bei den Details machen. Zum Beispiel sind die innen liegenden Flächen, wo im TV die Landebuchten eingezogen werden, völlig plan und undetailliert. Wirklich störend für den Gesamteindruck ist allerdings, dass die Panzerplatten am "Rücken" und auf den Seiten des "Kopfes" in die Rippen bzw. Spanten übergehen, statt darauf aufzulegen. Sicher ein Kompromiss aufgrund der Preisgestaltung von ca. 39 $ in den USA. Leider ist das nicht ganz leicht umzuarbeiten, davon aber später mehr. Ansonsten ist der Bausatzt sehr ordentlich detailliert, tadelloser Guss, wenig Grat und das Plastik ist leicht bearbeitbar. 

Galactica "The Bucket"

Ich hatte von Anfang an vor, eine LED Beleuchtung in die Modelle einzubauen. Also habe ich zuerst die Triebwerke hergerichtet. Diese wurden zunächst von innen schwarz lackiert und dann mit Alufolie ausgeklebt, um die Lichtwirkung zu verstärken. Die LED habe ich in einen zurechtgeschnitzten Plastikstreifen einfach eingeklebt und alles zusammen in die Triebwerke geklebt. Die Öffnungen werden mit Klarsichtteilen verschlossen, die nach Bauplan mit Clear Blue bemalt wurden.

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Weiter ging es mit dem Rumpf, hier habe ich als Erstes die oben erwähnte Panzerung/Rippensache korrigiert, wirklich sehr spaßig! Ich schnitt dazu einen geraden Streifen knapp unterhalb der Biegung an der Oberfläche der oberen Rumpfhälfte heraus und passte einen Sheetstreifen ein. Nach Spachteln und Verschleifen desselben wurden die Rippen mit Evergreenprofilen ergänzt. In die Ausnehmungen für die Landebuchten kamen jeweils zwei LED. Für diese wurden natürlich Löcher in die Außenhaut gebohrt und eine Art Lichtwanne aus Plastikresten konstruiert. Eigentlich sollten diese Ausnehmungen mit jeweils sechs Lichtern versehen sein, aber ich ließ es mal mit zwei gut sein. Es war so schon schwierig genug das ganze Drahtgewirr in dem schmalen Rumpf unterzubringen. Da ich nur weiße LED hatte, habe ich die vier Stück mit Tamiya Clear Red gefärbt, um dem Eindruck aus der Serie näher zu kommen.

Galactica "The Bucket"

In der unteren Rumpfhälfte wurde ein Stecker einklebt, der gleichzeitig als Montagehilfe für das Messingröhrchen zur Aufstellung dient. Nach dem dann endlich alle Drähte, auch die für den "Kopf" und die seitlichen Ausleger bzw. Landebuchten, verlegt und fixiert waren, konnten die beiden Rumpfhälften verklebt werden. Danach erfolgte auch der Anbau der ersten Ätzteile für die Ausnehmungen links und rechts. Die Ätzteile stammen von Paragrafix, sie sind aus weichem Messing, super detailliert und hervorragend zu verarbeiten. Allerdings wenn man - so wie ich - zusätzlich noch den Decalbogen von Accreation verwendet, eine eher sinnlose Geldausgabe. Die Ätzteile sind so dünn und entsprechend "flach" geätzt, dass sie unter den Decals kaum noch zu bemerken sind.

Galactica "The Bucket"

Der "Alligatorkopf" genannte Bug steht um ca. 1,5 mm zu hoch. Das störte mich doch sehr, daher habe ich die Passflächen und die Zwischenplatte des Kopfes solange bearbeitet, bis selbiger genau plan mit dem restlichen Rumpf war. Ich habe auch so um die 60 Löcher mit einem 0,5 mm Bohrer in die Zwischendecks gebohrt, innen schwarz lackiert und mit Alufolie beklebt. Dann zwei LED eingeklebt und an die schon vorhandenen Drähte gelötet. Die Landebuchten wurden im Prinzip nach Bauplan gebaut, allerdings detaillierte ich die Innenseiten mit diversen Plastikresten und bohrte die angedeuteten Abschussröhren auf.

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Die so entstandenen drei Baugruppen - kompletter Rumpf mit Triebwerken und die beiden Landebuchten mit Auslegern - lackierte ich mit einer Grundierung aus der Dose von Duplicolor, da mir deren Farbton genau ins Konzept passte. Nach einem Washing mit stark verdünnter Ölfarbe habe ich mit diversen Grautönen trocken gemalt und einige Details hervorgehoben. Jetzt kam der lustige Teil, die Decals von Accreation. Es handelt sich hier um drei DIN A4 Bögen. Die einzelnen Decals muss man randscharf ausschneiden, da der Trägerfilm über dem kompletten Blatt ist. Bei den schmalen Teilen für die "Rippen" eine besonders spannende und knifflige Aufgabe. Nachdem ich ja diese Rippen umgebaut habe, passten die Decals auch nicht und somit scannte ich die Bögen erstmal ein und - Laserdrucker sei dank - druckte sie auf klares Decalpapier.

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Die Accreation Decals sind hauchdünn, lassen sich hervorragend verarbeiten und vertragen auch Weichmacher. Es hat etwas länger gedauert bis alle dort waren, wo sie hingehörten, aber das Ergebnis entschädigt für alle Mühen. Nach einer Versiegelung mit Fußbodenpflege (Erdal, Future, etc.) wurde nochmals dezent gealtert, wie oben beschrieben, und mit der Endmontage begonnen. Die letzten Teile, wieder einmal welche aus dem Zubehörhandel, waren die Geschütztürme von Time Slip Creations. Diese sind aus Resin, sehr fein detailliert und leider auch sehr zerbrechlich. Um diese Türme ein wenig weiter aus dem Rumpf schauen zu lassen, habe ich Punkte von Steckbuchstaben Sets (wie man sie z.B. bei Bürotüren findet) untergeklebt. Soweit so gut, Funktionstest der Beleuchtung, alles funktioniert und voilà - fertig!

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Galactica "The Bucket"

 

Harry Brunner

Publiziert am 18. November 2014

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