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Snowspeeder

Incom modified T-47 Airspeeder

von Carsten Feldhaus (1:72 Fine Molds)

Snowspeeder

"Echo-Basis, hier spricht Renegat Zwei. Ich habe sie gefunden. Ich wiederhole: Ich habe sie gefunden!" Beim Snowspeeder handelt es sich um eine modifizierte Version des T-47 Airspeeders der Incom Corporation. Dieser Gleiter wurde den harten Bedingungen, die auf dem sechsten Planeten des Hoth-Systems herrschen, angepasst. Dennoch machten die niedrigen Temperaturen dort dem Jäger arg zu schaffen, und es war ein enormer Aufwand an Zeit und Energie nötig, um ihn einsatzbereit zu halten. Die Besatzung des Speeders besteht aus einem Piloten und dem Kanonier, der entgegen der Flugrichtung sitzt. Als Hauptbewaffnung stehen zwei Laserkanonen sowie eine nach hinten gerichtete Harpune zur Verfügung. Das Repulsortriebwerk arbeitet mit zwei Antriebsdüsen und beschleunigt den Gleiter auf ca. 570 km/h bei einer maximalen Flughöhe von 175 km. Dank dieser hohen Geschwindigkeit, der Durastahl-Panzerung und seiner Manövrierfähigkeit ist der T-47 auch ohne Schilde in der Lage, massivsten Angriffen zu trotzen.

Der Zusammenbau

Der eigentliche Bau des Modells dürfte ziemlich schnell und problemlos vonstatten gehen, da die Anzahl der Teile mit 74 (inkl. Display-Ständer) doch recht übersichtlich ist, und die Erfahrung gezeigt hat, dass die StarWars-Modelle von FineMolds in der Vergangenheit keine bösen Überraschungen bereit hielten.

Als erstes verlangt die Bauanleitung, dass die Rumpfhälften zusammen gefügt werden sollen. Dort fallen einem sofort die überdimensionierten Passzapfen ins Auge. An einen Snap-Bausatz erinnernd, sorgen sie jedoch für einen akkuraten Sitz bei dem man tatsächlich (fast) auf Kleber verzichten könnte. Im Anschluss wird in die obere Rumpfhälfte das Cockpit eingebaut, welches es vorher zu lackieren gilt. Zu diesem Zweck führte ich erst einmal ein intensives Preshading an der Wanne, den Konsolen und den Seitenteilen durch. Die Grundierung wurde danach mit der Airbrush in Humbrol 156 "Neutralgrau" aufgetragen. Die einzelnen Panels und Instrumente klebte ich mit dünnen Streifen Tamiya Maskier-Band ab und sprühte diese silber. Die diversen Schalter und Bildschirme malte ich rot, grün und schwarz und überzog alle Teile mit einer Schicht Future.

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Nun kam ein Washing von ProModeller zum Einsatz und im Anschluss noch ein leichtes Drybrush mir Revell 76 "Grau". Letzteres diente nicht nur zum Hervorheben der Details sondern ließ die bunten Schalter auch etwas blasser erscheinen. Die Piloten bemalte ich gemäß Anleitung und nach Bildern aus der Fachliteratur mit Gunze Acrylfarben"H-14 Orange" und führte auch dort ein Washing durch. Nachdem die Abzeichen der Allianz auf den Helmen platziert waren, sorgte ich dafür, dass diese genau so zerkratzt und ramponiert aussahen wie im Film. Ein wenig Revell 77 "Dunkelgrau" mit einem 0/5er Pinsel aufgetragen und schon hatten die Helme einiges an Einsätzen hinter sich. Als alles im Rumpf verbaut war überzog ich das Cockpit mit einer Schicht Mattlack von Humbrol, um eine homogene Oberfläche zu erzeugen. Zum Abschluss wurden dann noch die Laserkanonen und Aufbauten mit dem Rumpf verklebt und das Modell zum Lackieren vorbereitet.

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Die Lackierung

Nachdem Cockpit und Piloten an ihrem Platz waren und auch die übrigen Anbauteile am Rumpf angebracht sind, konnte dieser lackiert werden. Aber zuerst einmal stand auch hier ein kräftiges Preshading auf dem Programm, um dem Speeder einen "extreme-used-look" zu verpassen. Danach wurde mit Gunze "H-338 Hellgrau" grundiert, ohne die Vorschattierung allzu stark zu überdecken, und anschließend die Oberflächen mit aufgehellter Grundfarbe übergenebelt. Bei den Markierungen verzichtete ich auf die Decals, stattdessen wurde abgeklebt und die Markierungen mit Gunze "H-14 Orange" auflackiert. Beschädigungen simulierte ich, indem ich Maskol mit einem Zahnstocher auftupfte und nach dem Lackieren wieder entfernte. Die Decals der Wartungshinweise und weiteren Beschriftungen erhielten eine Behandlung mit Weichmacher von "Daco". Anschließend folgte eine Schicht Seidenmatt von Humbrol und nach ausreichender Trockenzeit von mindestens einem Tag das Washing mit verdünnter Ölfarbe. Ich verwende zu diesem Zweck Ölfarben von Rembrandt, welche mit einfachem Waschbenzin verdünnt werden, in diesem Fall "Umbra gebr.". Zum Schluss erhielt das Bauteil der Kühlrippen eine schwarze Grundierung und an den Vorderkanten starke Abnutzungsspuren mit Revell 75 "Hellgrau".

Preshading vorm GrundierenDie Markierungen wurden auflackiert.SnowspeederSnowspeederSnowspeeder

Preshading vorm Grundieren

Preshading vorm Grundieren 

Endmontage

Nun wurden Kabinendach, Kühlrippen sowie die Brems- und Steuerklappen am Modell angebracht. Da der Speeder auf einem Diorama im Flug gezeigt werden soll, entschied ich mich für einen asymmetrischen Ausschlag der Klappen. Die Bremsen auf der Unterseite stellte ich ausgefahren da, bei den Steuerklappen ließ ich eine ein-, die andere voll ausgefahren. Jetzt noch die Harpune, welche schwarz grundiert und silbern gedrybrushed wurde. Ein paar Kratzer und üppige Gebrauchsspuren, die mit dem Pinsel aufgetragen wurden vervollständigten den Speeder und sorgen für einen sehr authentischen Gesamteindruck. Schließlich hatte bei fast allen Schiffen der Rebellen-Flotte Einsatzfähigkeit oberste Priorität und nicht die Pflege. Zu guter Letzt überzog ich das Modell mit einer Schicht Mattlack von Humbrol, dem ich ein paar Tropfen Weiß beimischte, um auch hier für eine Homogenität des Ganzen zu sorgen.

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Das Diorama

Als erstes stand zur Debatte, welche Szenerie dargestellt werden soll. Meine Wahl fiel auf den Moment in dem "Renegat Zwei" die vermissten Skywalker und Solo findet. Also sollten neben dem Speeder noch ein Notzelt mit dem schwer verletzten Luke, ein winkender Han Solo und sein totes Taun-Taun auf dem Dio erscheinen. Zusätzlich fügte ich noch zwei Felsen aus dem Eisenbahnprogramm der Firma "Noch" ein, damit es nicht ganz so trostlos wirkt. Das Taun-Taun war ursprünglich ein Esel aus dem Pegasus-Satz Nr. 7006 "Farm Animals". Diesem entfernte ich zunächst eimal die Vorderbeine und ersetzte sie durch abgeänderte Arme eines Soldaten, die Übergänge an der Schulter modellierte ich, genau wie das Horn und das Gesicht, mit Revell Putty. Für den Schwanz des Reittieres war dieses allerdings zu brüchig, und so entstand er aus MagicSculp, das Zaumzeug ist Maskier-Tape von Tamiya. Auch wenn das tote Tier später unter einer dünnen Schneeschicht liegen wird, so war ich doch um eine gewisse Authentizität bemüht, und so belud ich das Taun-Taun noch mit diversen Ausrüstungsgegenständen aus dem BlackDog Satz Nr. T48038 "US modern equipment 4".

Nun war zu überlegen, wie ich den Speeder zum „Fliegen" bringe. Die Lösung fand ich in einer alten Airbrush-Nadel, deren Spitze exakt in das Loch am Heck des Snowspeeders passt. So musste das Modell nicht modifiziert (sprich angebohrt) werden, und so bog ich die Nadel in eine gefällige Form und gipste sie zusammen mit den zuvor lackierten Felsen und dem Taun-Taun in die Grundplatte ein. Jetzt konnte die Oberfläche mit Schnee von „Grey Funnel Line" überzogen werden. Dazu bestrich ich die Oberfläche stückweise mit verdünntem Weißleim und streute das Pulver auf. In die noch feuchte Masse wurden dann Fußspuren eingedrückt und der verletzte Luke eingebettet. Dieser ist, genau wie sein Freund Han, aus einem Soldaten des Tamiya Satzes 32530 "German Infantry" entstanden. Auf einer Iso-Matte aus Magic-Sculp unter einer Decke aus Papiertaschentuch liegend, sein Gesicht arg ramponiert gemalt (so ein Wampa kann schon hart zuschlagen...). Der Mütze verpasste ich noch einen Wangen-Schutz und eine Schutzbrille aus dünnem Blister-Material. Daneben platzierte ich ein gescratchtes Thermo-Element, welches aus zwei Mun-Kisten, einem Trommelmagazin und einem Fernglas besteht. Das Zelt steht auf einem Gerüst aus Evergreen Rundstab und wurde ebenfalls aus Taschentuch und Weißleim hergestellt. Nachdem dieses an Ort und Stelle war, tupfte ich ein paar Schneeverwehungen an den unteren Rand und widmete mich dann der Figur des Han Solo.

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Hierfür entfernte ich bei einem deutschen Soldaten die Abzeichen und modellierte aus Magic-Sculp eine Kapuze und lange Stulpen an die Handschuhe. Mit Beflockung aus dem Eisenbahnbau entstand ein Fellkragen und wie bei Luke eine Schutzbrille aus Blister. Die Farbgebung in Revell 84 "Braun" und 5 "Weiß" wurde mit der Airbrush aufgetragen. Nun noch leichte Verschmutzung in Hellbraun an die Hose sowie ein Drybrush und Rangabzeichen für die Jacke. Zum Schluss ein paar Ausrüstungsgegenstände an den Gürtel und einen Funkpeilsender in die Hand, dann konnte auch die letzte Figur auf dem Dio platziert werden.

Weitere Bilder

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Carsten Feldhaus

Publiziert am 04. Januar 2011

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