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KTM 250 MX

Auf dem Waschplatz

von Ulf Petersen (1:12 Tamiya)

KTM 250 MX

Die österreichische Motorradschmiede KTM brachte 1986 einen 250er 2-Takt-Crosser, die 250 MX, heraus. Die Maschine hatte einen wassergekühlten Einzylindermotor und das hintere Mono-Federbein wurde über das Pro-Lever Umlenkhebelsystem angelenkt. Das Vorderrad wurde in einer konventionellen Telegabel geführt, konnte aber auch mit der damals noch neuen Upside-Down-Gabel ausgerüstet werden. Am Vorderrad kam eine Scheibenbremse, hinten eine Trommelbremse zum Einsatz.

Mit dieser Maschine wurde Heinz Kinigadner, die lebende Legende der Offroad-Motorradwelt, im gleichen Jahr sensationell Moto-Cross-Weltmeister der 250er-Klasse.

KTM 250 MX

Tamiya brachte diese Maschine in den späten 80ern als 1:12-Bausatz heraus. Es gab Kits mit Fahrerfigur und ohne. Ich hatte damals einen mit Fahrer erstanden, aber diesen letztlich nicht verwendet. Zunächst habe ich nur das Modell zusammengebaut, mit Humbrol-Enamelfarben bemalt und im Neuzustand dargestellt, auf dem im Bausatz enthaltenen Aufbockständer platziert - und ab damit ins Regal.

Dort fristete das Modell viele Jahre, bis ich 2011 auf den Gedanken kam, es auf einem Waschplatz zu präsentieren. Offroad-Fahrer kennen das Thema: mit Waschen und Pflegen verbringt man mindestens ebensoviel Zeit wie auf der Piste. Der Hochdruckreiniger war für uns das Größte seit der Erfindung des Würfelzuckers!

KTM 250 MX

Gesagt - getan!

Auf einem kleinen Bilderrahmen wurde zunächst der Untergrund vorbereitet. Für den Boden habe ich rechteckige Kartonstücke zugeschnitten und mit ca. 2 mm Abstand auf die Unterlage geklebt. Die Oberfläche wurde unter Zuhilfenahme von Moltofill-Außenspachtel in Beton verwandelt. Die Lücken zwischen den Platten wurden mit gerolltem Milliput ausgefüllt.

Nach Anwendung der üblichen Bemalungs- und Verwitterungstechniken war der Untergrund fertig. Nun konnten zwei Pigmentmischungen - eine etwas dunkler für die noch feuchten Bereiche, eine etwas heller, wo der abgewaschene Dreck schon getrocknet ist - zusammen mit verdünntem Weißleim und etwas feinem Sand vorsichtig aufgebracht werden. Die Pigmentmischung habe ich dann auch noch hier und da auf der Maschine verteilt. Die dunkleren Bereiche am Boden wurden mit etwas verdünntem Klarlack behandelt, um den Eindruck von Feuchtigkeit abzurunden.

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Die Hochdruckreiniger-Waschlanze entstand scratch aus Plastik-Sheet, Draht, Drahtstiften, gezogenem Gießast und flexiblem Schlauch aus der Restekiste. Die Wassertropfen auf Sitzbank und Plastikteilen habe ich mit Klarlack aufgetupft. Zum Abschluss bekräftigt ein Putztuch über dem Lenker den Eindruck noch nicht abgeschlossener Reinigungsarbeiten.

Ich bedanke mich bei allen Lesern für ihr Interesse - und sollte jemand aus dem Hause Revell diesen Artikel lesen: ein 1:12er Modell der aktuellen KTM 990 Adventure  würde ich sofort kaufen!

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Ulf Petersen

Publiziert am 07. Juli 2014

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