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Toyota Celica GT4

von Robert Kränzlein (1:24 Aoshima)

Toyota Celica GT4

Die Celica GT-Four ST-165 wurde von 1998 bis 1992 von Toyota in der Rally Weltmeisterschaft eingesetzt. Die Rally de France 1990 wurde in Korsika ausgetragen. Carlos Sainz und Beifahrer Luis Moya erreichten den zweiten Platz hinter Didier Auriol und Bernard Occelli im Lancia. Nach der Tour de Corse konnte Carlos Sainz im Verlauf des Jahres noch vier erste Plätze erreichen und die Fahrerwertung für sich entscheiden. In der Herstellerwertung musste sich Toyota mit 131 Punkte knapp gegen Lancia mit 137 Punkten geschlagen geben.

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Der Bausatz von Aoshima enthält Decals für die Rally Australien von 1989. Wenn Zigarettenwerbung schon verboten ist wollte ich wenigstens auf dem Modell 'Marlboro' haben statt Strichcodes und bestellte mir den Decal-Satz von Studio 27 für die Tour de Corse 1990. Der Bau zog sich einige Zeit hin, aber dank einer Wochenendschulung in Manis Airbrushstudio und 2K-Klarlack wurde ich mit einer sehr schön glänzende Lackoberfläche belohnt. Auch habe ich das Modell mit Ätzteilen und Gurten aufgewertet. Es sollte mein bisher aufwendigstes Modell werden und ich war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

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Als alles fertig war stellte sich die Frage, wie denn 1990 auf der Korsika Rally das Wetter gewesen war um die Verschmutzungen vorbildgetreu herzustellen. Beim Betrachten der Youtube-Videos viel mir auf, daß bei der Celica 1989 die Scheinwerfer im geschlossenen Zustand sichtbar bleiben. 1990 hatte sich der Kühlergrill geändert und die Scheinwerfer verschwanden im geschlossenen Zustand hinter einem durchgehenden schwarzen Plastikgrill. Dieses Detail würde zwar nur einem Toyota-Ingenieur oder einem passionierten Sammler auffallen, aber nachdem ich es einmal wusste lies es mir keine Ruhe mehr. Also habe ich in SketchUp zwei Verlängerungen des Kühlergrills konstruiert und mit dem 3D-Drucker ausgedruckt.

Toyota Celica GT4

Die Auflösung eines 3D-Druckes aus dem Hobbybereich reicht noch nicht ganz für ein solches Detail, aber mit etwas Nacharbeit mit feinen Feilen hab ich es ganz gut hingekriegt. Hier nun das Ergebnis. Schlimm was so ein Makro-Objektiv alles darstellt. In der Vitrine sieht das Modell prima aus. Im Zoom am Bildschirm lassen die Spaltmaße der Scheinwerfer auf einige Böschungsberührungen schließen. Aber wenn man die Detailbilder der beiden originalen Fahrzeugfronten aus 1989 und 1990 ansieht, sind auch hier die Spaltmaße nicht das gelbe vom Ei. Inzwischen gibt es auch ein Resinkit von Renaissance Models um den Kühlergrill von 1990 und später darzustellen, aber ich bin stolz auf mich, daß ich das in Eigenregie so weit hingekriegt habe. Übrigens: 1992 sah der Kühlergrill nochmals anders aus: Hier sitzt mittig ein Grill mit nur 3 statt 4 Lamellen und die Scheinwerfer verschwinden hinter glatten Blenden.

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Robert Kränzlein

Publiziert am 02. November 2018

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