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USS Springfield (CLG-7)

von Jörg Kuhnert (1:700 Niko Model)

USS Springfield (CLG-7)

Original

Mitte der 50er Jahre plante man den Umbau von insgesamt 13 Schiffen der Cleveland-Klasse zu Lenkwaffenkreuzern, von denen letztendlich vier Umbauten im Zeitraum von 1960 - 1971 zu Flaggschiffvarianten realisiert wurden. Im Zuge des Umbaus erhielten die Schiffe Lenkwaffenanlagen. CLG-6 und 7 wurden mit Terrier-, CLG-4 und 5 mit Talosstartern ausgerüstet.

Die mit dem Terrier-Lenkwaffensystem ausgerüsteten Schiffe wurden auch als USS Providence-Klasse bezeichnet, jene mit Talos-Flugabwehrraketen als USS Galveston-Klasse. Charakteristisch für die umgebauten Schiffe war die langgezogene zweigeschossige Brücke, deren untere die Admiralsbrücke war und je ein 15,2-cm- bzw. 12,7-cm Turm vor dem Brückenkomplex.

USS Springfield (CLG-7)

Springfield CLG-7 operierte nach dem großen Umbau im atlantischen Bereich und wechselte sich mehrfach mit Little Rock CLG-4 und Newport News CA-148 als Flaggschiff der II. und VI. Flotte ab. Drei Jahre lang war Springfield permanentes Flaggschiff der VI. Flotte im Mittelmeer.

Der Lenkwaffenkreuzer hatte eine Länge von 186 m und eine Breite von 20,2 m . Die Verdrängung betrug etwa 15 000 ts. Vier Dampfturbinen brachten eine Leistung von 100.000 PS auf vier Schrauben, womit eine Geschwindigkeit von etwa 32 Knoten erreicht wurde.

Die beiden Terrier-Schiffe wurden zuerst außer Dienst gestellt, die beiden Talos-Einheiten folgten bis 1980. Auch hier wurde die Radarelektronik während der langen Dienstzeit stets dem neuesten Stand angepasst.

Als erstes der umgebauten CLG verließ USS Topeka CLG-8 bereits nach neun Jahren die Flotte. Nach 20jähriger Dienstzeit folgte als letztes Schiff Oklahoma City.

USS Springfield (CLG-7)

Bewaffnung

  • 3 x 15,2 cm L/47 (ein Drillingsturm)
  • 2 x 12,7 cm L/38 (ein Zwillingsturm)
  • 1 x Terrier-Flugabwehrraketen-Doppelstarter

Quelle: Stefan Terzibaschitsch: Kreuzer der U.S. Navy, Bechtermünz Verlag, 1997

USS Springfield (CLG-7)

Modell

Das Modell entstand aus dem qualitativ hochwertigen Resin-Bausatz des polnischen Herstellers Niko Model, von dem auch meine beiden anderen Modelle der USS Canberra CAG-2 und der USS Northampton CLC-1 stammen. Zwar ist der Bug der Springfield nicht ganz korrekt, aber ich beließ es dabei. Die Aufbauten sind sehr komplex, der Bau der drei Gittermasten erfordert vom Modellbauer einige Erfahrung in der Verarbeitung von Fotoätzeilen in 1:700. Alle Resinteile erforderten eine gründliche Nachbearbeitung. Beim Brückenkomplex musste ein relativ starker Gussast über die Gesamtlänge entfernt und das Bauteil anschließend entsprechend plan geschliffen werden.

USS Springfield (CLG-7)

Beim Bau der Bootsracks inklusive Davits ist Vorsicht bei der Montage geboten, da die Bauanleitung nicht konkret auf die Unterschiede bei der Ausführung für back- und steuerbord eingeht. Und ohne ausreichend gutes Referenzmaterial ist ein solcher Bau kaum zu bewerkstelligen, wobei nur wenige gute Detailaufnahmen der USS Springfield CLG-7 im www existieren. Für die USS Providence CLG-6 schon. Sehr hilfreich beim Bau sind die Bücher des Autors Stefan Terzibaschitsch. Darin ist unter anderem auch eine brauchbare Zeichnung enthalten.

Lackiert wurde das Modell für authentische Farbgebung mit Gunze-, Tamiya- Revell- und Lifecolor-Farben für Rumpf, Aufbauten, Wasserpass, Teak- und Stahldecks, sowie für das Display. Als Finish erhielt das Modell eine Lackierung mit Topcoat-Mattlack von Gunze, der für mich mit zu den besten Mattlacks gehört, die der Markt zu bieten hat.

Die Wassergestaltung erfolgte mittels Dispersionsfarbe, Farben von Tamiya und Glanzlack aus der Sprühdose. Die Wellengestaltung wurde durch Titanweiß von Schmincke betont.

USS Springfield (CLG-7)

Jörg Kuhnert

Publiziert am 16. Mai 2013

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