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Junkers Ju 88 A-0 (r)

What if Rekordflugzeug

von Enrico Friedel-Treptow (1:72 AMtech)

Junkers Ju 88 A-0 (r)

Vorgeschichte

Die Junkers Ju 88 überrascht mich doch immer wieder. In meiner Vitrine stehen schon zahlreiche Maschinen in den verschiedensten Farben. Neben den obligatorischen Grüntönen findet man auch graue, braune, blaue, gelbe, silberne und schwarze Modelle. Eine Wintertarnung ist in Arbeit. Doch eine Farbe fehlt ganz offensichtlich: Rot. Damit war mein Ehrgeiz geweckt, eine rote Ju 88 musste her. Recherche bis zum Umfallen. Da war sie, die rote Junkers.

Junkers Ju 88 A-0 (r)

Geschichte

Nach den Rekorderfolgen der Ju 88 V5 sollte auch die Serienversion ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Außerdem sollte sie potentielle Käufer von ihrer Leistungsfähigkeit überzeugen und somit den Absatz steigern. Also nahm man bei Junkers im Juni 1939 Teile aus der laufenden Vorserienproduktion und wandelte eine Ju 88 A-0 in ein neues Rekord-/Rennflugzeug um. Logische Konsequenz des Umbaus, eine neue Buggestaltung, denn mit der planverglasten Bugsektion ließen sich keine Rekorde erzielen. Außerdem verschwand die Bodenwanne. Wie bei der V-5 sollte auch die Besatzung nur aus zwei Mann bestehen. Für einen besseren Strömungsverlauf an der Kabine verlängerte man diese nach hinten. Die Maschine erhielt einen auffälligen roten Anstrich sowie einen stilisierten Adler am Bug. In dieser Aufmachung stellte Junkers die Ju 88 A-0r mit der Kennung D-ACUL am 01. Juli 1939 der Öffentlichkeit vor. Allerdings gab es zu diesem Zeitpunkt kein Interesse an diesem Flugzeug. Das RLM hatte ja bereits sehr starkes Interesse an der Ju 88 bekundet, so dass keine ausländischen Kunden mehr beworben werden mussten. Auch die politische Lage führte dazu, dass die Maschine wieder in den ursprünglichen A-0-Zustand rückgerüstet und im August 1939 zusammen mit den anderen A-0 dem Erprobungskommando 88 überstellt wurde. Also nur ein kurzer Auftritt eines interessanten Flugzeugs.

Junkers Ju 88 A-0 (r)

Das Modell

Das Modell entstand aus einem AMTech-Bausatz der Ju 88. Die Tragflächen wurden gekürzt. Das Leitwerk wurde durch Teile des Zvezda-Kits ersetzt. Der hintere Teil der Kabine entstand aus einem tiefgezogenen Teil und der Abdeckung der Ju 86. Die zwei Vierblatt-Propeller entstanden aus drei Dreiblatt-Propellern von Zvezda. Die Bugsektion stammt aus dem neuen Airfix-Bausatz der Messerschmitt Bf 110. Die Farben stammen Revell und Vallejo, Kennungen von Fantasy Printshop.

Junkers Ju 88 A-0 (r)

Achtung!

Wahr ist, ich brauchte unbedingt eine rote Ju 88. Alles andere ist natürlich nur erfunden. Nach meinem Kenntnisstand gab es weder eine Ju 88 A-0r noch die Kennung D-ACUL. Letztere ist, in der richtigen Reihenfolge gelesen, der Vorname meines Sohnes.

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Enrico Friedel-Treptow

Publiziert am 16. Juni 2016

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