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Jacke Cochrans P-51C "Beguine"

Eine Mustang ohne "Bauch"

von Bernhard Schrock (1:48 Tamiya)

Jacke Cochrans P-51C "Beguine"

1946 wurden die US-Nationalrennen wieder zum Leben erweckt. Im Gegensatz zu den letzten Rennen in den Dreißigern dominierten die zahlreich vorhandenen ausgemusterten Jäger der USAF und der USN.

Zu den am stärksten modifizierten Mustangs gehörte zweifelsfrei die Beguine / P-51C von Jackie Cochran. Der Bauchkühler wurde entfernt und die Kühlanlage in zwei Behälter (Pods) an den Tragflächenenden verlegt. Theoretisch hatte das Flugzeug das Potential, die schnellste Mustang zu werden: sie wurde leider vom Pech verfolgt. Beim 1949er Rennen verlor der Pilot Bill Odom die Kontrolle über das Flugzeug und stürzte ab. Bei dem Absturz kamen unglücklicherweise zwei Menschen ums Leben.

Jacke Cochrans P-51C "Beguine"

Der Besuch bei Andreas Krause von XS-Modells im Jahr 2009 bescherte mir zwei Decalbögen von Red Pegasus Decals und einen Umbausatz von XS-Modells für die Beguine.

Jacke Cochrans P-51C "Beguine"

Der Schleiferei und Schnitzerei des vorgegangenen Projektes ein wenig müde, sollte ein überschaubares Modell her. Eine P-51B Mustang von Tamiya lag bereit...

Die Beguine hatte einen anderen Propeller als die Standard-Mustang. Die "uncuffed" Blätter liegen glücklicherweise dem Set von XS-Modells bei.   

Jacke Cochrans P-51C "Beguine"

Zuerst wurden alle militärischen Merkmale wie z.B. Mündungsöffnungen und Hülsenauswurfsöffnungen verschlossen, die hinteren Fenster bündig verspachtelt und die Tragflächen gekürzt. Die gekürzten Tragflächen wurden anschließend mit den Resinpods von XS-Modells kombiniert.

Das Set von XS-Modells umfasst eine Leitwerksfinne, mit welcher die P-51B in eine P-51C verwandelt wurde.

Jacke Cochrans P-51C "Beguine"

Das Heckrad der Beguine war ein wenig kleiner als bei der Original-Mustang.

Jacke Cochrans P-51C "Beguine"

Jacke Cochrans P-51C "Beguine"

Zu aller letzt kam die Fräse am Bauchkühler zum Einsatz. Das entstandene Loch wurde durch ein recht gut passendes Resinteil verschlossen und mit reichlich Sekundenkleber in mehreren Durchgängen verspachtelt.

Jacke Cochrans P-51C "Beguine"

Einen interessanten Effekt erlebte ich beim Aufbringen der Abziehbilder. Mit keinem der vorhandenen Weichmacher ließen sich die Elemente im gelb bedruckten Bereich „kleinkriegen“ und hingen insbesondere an den erhabenen Nieten buchstäblich in der Luft.

Aus der Erfahrung auf der Unterseite schlauer, habe ich es auf der Oberseite der Tragflächen gar nicht probiert. Nach dem Motto "Es wird sich schon die gelbe Farbe anmischen lassen“ wurde die „4“ der Registriernummer derart beschnitten, dass die erhabenen Nieten frei blieben.  

Das Anmischen des gelben Farbtons hat sich als viel komplizierter als gedacht herausgestellt! Nur aus einer einzigen, gelben Farbe (Zitronengelb von Revell) ließ sich der auf dem grünen Untergrund recht dunkel wirkende Originalton anmischen. Viel Weiß und erstaunlicherweise fast noch mehr Schwarz waren nötig, um aus dem Originalgelb von Revell das Gelb der Abziehbilder nachzuempfinden.

Lobenswerterweise zeigten sich die Abziehbilder im Bereich des Trägerfilms sehr gutmütig und zeigten absolut keine Neigung zum Silvering.

Ende gut alles gut. Ich freue mich schon auf das nächste Modell mit Red Pagasus Decals: Es wird die #46 Latinian von Paul Manz...

Weitere Bilder

Jacke Cochrans P-51C "Beguine"Jacke Cochrans P-51C "Beguine"Jacke Cochrans P-51C "Beguine"Bernhard Schrock, April 2010

Jacke Cochrans P-51C "Beguine"

 

Bernhard Schrock

Publiziert am 21. April 2010

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