Du bist hier: Home > Galerie > Nutzfahrzeuge > Mack Titan

Mack Titan

Australische Schwerlastzugmaschine

von Jens Lohse (1:24 verschiedene Hersteller)

Mack Titan

Das Original:

Der Mack Titan ist das erste in Australien entwickelte Produkt von Mack Australia. Er wurde 1995 vorgestellt und wird bis heute produziert. Mittlerweile gibt es aber schon einige Facelifts, erkennbar an den Fahrerhaustüren und den Radläufen der Motorhaube. In den USA wurde der Titan von 2008 bis 2017 angeboten. Er ist vorgesehen als Zugmaschine für Roadtrains und Schwertransporte mit einem Zuggewicht bis 200 t. Das Fahrzeug verfügt über eine große Motorhaube, um einem Tropenkühler Platz zu bieten, der Rahmen besteht aus Doppel- oder Dreifachrahmenträgern. Motoren von Cummins, Cat, Mack und Volvo können verbaut werden. Es können sechs verschiedene Radstände geordert werden von 4,70 bis 6,15 Meter.

Der Rahmen wurde verlängert und verstärkt
Der Rahmen wurde verlängert und verstärkt

Bis auf das Lenkgetriebe ist der vordere Bereich fertig
Bis auf das Lenkgetriebe ist der vordere Bereich fertig

Die Resinteile für das Fahrerhaus
Die Resinteile für das Fahrerhaus

Erste Passprobe auf dem Rahmen, alles ist gut!
Erste Passprobe auf dem Rahmen, alles ist gut!

Die Vorbereitung des Projekts:

Der Mack Titan stand schon lange auf meiner Wunschliste, war aber seit einiger Zeit von Auslowe nicht mehr lieferbar. Zufallig entdeckte ich den Transkit vor einigen Monaten im bekannten Auktionshaus. Somit war der erste Schritt getan und es konnte nach dem Eintreffen des Kits weiter geplant werden, welche Teile noch beschafft werden müssen.

Der 48`Sleeper und das Bullbar waren beim Kit schon dabei, es fehlten noch das Stoneguard für die Frontscheibe, hintere Kotflügel im Plastikstyle, vordere Kotflügelverbreiterungen, Tanks und Trittstufen von Auslowe. KFS lieferte die Trilexfelgen für den Truck. Ebenso kamen die Decals für die Firmenbeschriftung von KFS. Einige Kleinteile steuerte meine Restekiste bei.

Jetzt fehlte nur noch der Basiskit. Auslowe empfielt den Freightliner FLD120 von Italeri, er beinhaltet die richtigen Runninglights für das Fahrerhausdach.

Der Motor wurde aus dem Basiskit übernommen
Der Motor wurde aus dem Basiskit übernommen

Die Resinteile sind entfettet und fertig für die Grundierung
Die Resinteile sind entfettet und fertig für die Grundierung

Der Bau beginnt....

...mit dem Rahmen, er wurde verlängert auf einen Radstand von 256 mm (zwischen Vorderachsnabe und Mitte Doppelachse), das entspricht dem längsten lieferbaren Radstand von 6,15 m. In die Längsträger wurden zur Verstärkung 1,5 mm dicke Polystyrolstreifen eingeklebt. Solche Verstärkungen sind dringend empfohlen, denn der fertige Titan wiegt etwa 400 g mehr als ein Truckmodell von Italeri, das ohne schwere Resinteile gebaut wurde. Nachdem die Hinterachsen, neue vordere Blattfedern und Querträger und die Kombination Kotflügel/Batteriekästen angeklebt waren, wurde der Rahmen mit Revell 330 lackiert. Nach dem Trocknen der Farbe kamen auch die hinteren Kotflügel von Auslowe an ihren Platz.

Weiter ging es mit den Tanks, Auslowe bietet Versionen aus Aluminium-Vollmaterial oder Kunststoff an. Ich wählte aus Gewichtsgründen die Kunststoffvariante in 60 mm Länge, sie wurden mit Humbrol Polished Alu lackiert. Die selbstklebenden Tankbänder sind wie auch die Halterungen für die Tanks mit im Set enthalten. Nach der Befestigung am Rahmen kamen noch die acht Trittstufen an ihren Platz.

Das Bullbar wurde zusammengebaut und mit Scheinwerfern aus dem Italeri-Set 720 ausgestattet. Die Schmutzfänger lagen noch im Fundus und passen hervorragend zum Modell. Die hintere Stoßstange wurde nach Vorbildfotos selbst hergestellt. Sie erhielt auch Versorgungsanschlüsse für einen Dolly.

Bullbar und hintere Stoßstange sind fertig
Bullbar und hintere Stoßstange sind fertig

Der Lack ist drauf, 2. Versuch
Der Lack ist drauf, 2. Versuch

Motorhaube, Fahrerhaus und Sleeper....

...wurden versäubert und angeschliffen. Vor der Lackierung wurden die Innenkotflügel der Motorhaube eingepaßt und verklebt. Fahrerhaus und Sleeper wurden mit den Windleitblechen versehen und zusammengeklebt. Nun wurde mit Revell 05 grundiert und später mit Humbrol 22 endlackiert. Leider zeigte sich nach dem Trocknen, dass die Farbe von Humbrol überlagert war, obwohl ich sie gerade neu gekauft hatte. Es waren viele kleine Körnchen im Lack vorhanden. Also mußte der Lack mit Paint Remover von Revell wieder vom Modell. Diese Arbeit hat sich über mehrere Tage hingezogen. Um das ganze zu beschleunigen, legte ich den Sleeper in ein Bad mit Remover. Folge davon war, das sich das Resin aufweichte und weich wie Gummi wurde. Ich kann nur davor warnen, den Remover länger auf Resin anzuwenden! Glücklicherweise waren die Teile nach etwa 10 Tagen wieder so hart, das ich einen zweiten Versuch starten konnte. Wieder kam Revell 05 als Grundierung aufs Modell, für die Endlackierung verwendete ich jetzt Revell 04. Später wurde noch die Oberseite der Motorhaube, die Luftfilter unterm Fahrerhaus und einige Kleinteile mit Revell 302 lackiert.

Fahrerhaus/Sleeper sind aufgeklebt, Luftansaugrohre sind angepasstMack TitanMack TitanMack TitanMack TitanMack TitanMack Titan
Mack TitanMack TitanMack TitanDie hintere Stoßstange wurde nach Vorbildfotos selbstgebautMack TitanMack TitanLackiervorlage und fertiges Modell

Fahrerhaus/Sleeper sind aufgeklebt, Luftansaugrohre sind angepasst

Fahrerhaus/Sleeper sind aufgeklebt, Luftansaugrohre sind angepasst 

Die Endmontage....

...begann mit der Inneneinrichtung des Fahrerhauses, die in verschiedenen seidenmatten Rottönen bemalt wurde. Bei der Verglasung mit vorgedruckten Scheiben war viel Geduld gefragt. Die Frontscheibe musste an den Seiten der Rundung des Rahmens angepaßt werden. Jetzt konnten die Decals von KFS aufs Modell, gefolgt von den Kleinteilen.

Ein nicht zu lösendes Problem stellten die beigefügten Rahmen mit PE-Teilen von Auslowe dar. Sie sind aus zwei übereinander geklebten Platten hergestellt und lassen sich durch die daraus resultierende Steifheit des Materials kaum biegen, ohne dass es Risse gibt. Was für Teile wie dem Kühlergrill von Vorteil ist, verhindert bei den Scheibenwischern und Auspuffverkleidungen die gewünschte Verformung. Hier wurden Teile von KFS als Ersatz verwendet.

Das Bullbar von Auslowe ist beweglich und rastet mit einem simplen Schnappmechanismus in aufrechter Position einAuch die Haube ist beweglichMack TitanDas Lightbar nach US-Vorbild stammt von einem Metallmodell in 1:24Zugmaschine mit angehängtem DollyDie Vorderachse ist wegen des hohen Gewichts noch einmal extra abgestütztAuf zur nächsten Fahrt! `Verdammt, es ist ein Rechtslenker!?!´

Das Bullbar von Auslowe ist beweglich und rastet mit einem simplen Schnappmechanismus in aufrechter Position ein

Das Bullbar von Auslowe ist beweglich und rastet mit einem simplen Schnappmechanismus in aufrechter Position ein 

Fazit:

Der Transkit von Auslowe ist sehr gut gemacht und sehr umfangreich mit vielen Kleinteilen ausgestattet. Was fehlt, befindet sich im Basiskit von Italeri. Einzig die Chromteile konnten nicht voll überzeugen. Hier musste Ersatz beschafft werden. Bei Bestellung des Kits bei Auslowe sollte entweder die Fahrerhausrückwand oder der passende Sleeper mitbestellt werden. Die Sleeper von Italeri passen nicht ohne Änderungen für diesen Kit!

Der Bau des Titan zog sich über vier Monate, auch wegen der Probleme mit der Lackierung. Mir hat der Bau sehr viel Spaß bereitet und am Ende steht ein seltenes Einzelstück in der heimischen Vitrine.

Jens Lohse

Publiziert am 06. Oktober 2020

Du bist hier: Home > Galerie > Nutzfahrzeuge > Mack Titan

© 2001-2020 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links | Blog