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PT-76B

von Steffen Mydlak (1:35 Trumpeter)

PT-76B

Heute möchte ich einmal ein Modell eines moderneren Panzers vorstellen. Es handelt sich um einen Schwimmpanzer der Nationalen Volksarmee der DDR.

PT-76B

Zum Original:

Der Schwimmpanzer PT-76 wurde in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt. Die Sowjetunion hatte vor dem Krieg eine lange Tradition in der Entwicklung von Schwimmpanzern. Durch den Krieg wurde die Entwicklung eingestellt. Nach dem Krieg wurde die Entwicklung wieder aufgenommen und führte zum PT 76. Bestimmt war er hauptsächlich für die Marineinfanterie. Im Laufe der Zeit wurde er immer weiter verbessert. Die Wanne wurde in zwei Schritten erhöht, verschiedene Anlagen modernisiert, eine andere Kanone eingebaut. Die Verbesserungen führten dann zum PT-76 B.

Die DDR kaufte den PT-76 und später den PT-76B und setzte sie in den Aufklärungseinheiten ein, bis er durch andere Fahrzeuge ersetzt wurde. Durch den Einsatz des BMP rückte der PT-76 in die zweite Reihe und in die Reserve.

Mehr zur Geschichte, auch der PT-76 in der NVA, findet man im „Tankograd" Spezial über den PT-76.

PT-76B

Zum Modell:

Trumpeter hat in den letzten Jahren immer bessere Bausätze heraus gebracht und sich auch der sowjetischen / russischen Technik angenommen.

Vom PT-76 wurden mehrere Bausätze hergestellt, ich hatte mir u.a. den des PT-76 B gekauft und nach einiger Zeit in Angriff genommen. Wie bei den neuen Trumpeter-Sätzen üblich, sind sie gut detailliert und passgenau. Der Bau hat auch wenige Probleme gemacht. Ich wollte ein Fahrzeug der NVA darstellen (für Nichteingeweihte: die NVA war die Nationale Volksarmee der DDR). Am Anfang habe ich habe nach Fotos gesucht, um die typischen Merkmale der DDR-Fahrzeuge zu sehen.

PT-76B

Die Wanne hat keine Probleme gemacht. Die Fahrerperiskope waren nicht vorhanden, einige Öffnungen mussten ausgeschnitten werden. Die Periskope habe ich durch Plastikstücke dargestellt. Eingefärbt wurden sie mit Permanentmaker. Lediglich mit den Ätzteilen hatte ich einige Pronleme. Für die Gitter der Scheinwerfer liegen Biegehilfen bei. Es liegt vermutlich an meiner geringen Erfahrung mit Ätzteilen, aber mit diesen Gittern hatte ich Schwierigkeiten.Die Form entsprach auch nicht der auf den Fotos. In Ermangelung von Alternativen habe ich sie dennoch verwendet. Trumpeter hat unverständlicherweise Gummiketten beigelegt, die ich gegen Metallketten ausgetauscht habe. Als „Extras" hat der Panzer noch die NVA-typische Nachtmarsch-Rückleuchten, einen zweiten Spaten und die Verladekeile bekommen. Dazu kamen noch Abschleppseile aus Kupferdraht.

Den Turm habe ich soweit nach Plan gebaut. Auch hier habe ich die Periskope in derselben Art dargestellt. Für die Kanone habe ich kein Metallrohr gefunden, aber das Bausatzteil war auch gut.

PT-76B

Bemalt wurde es wieder mit den Aqua Color Farben von Revell. Es herrscht etwas „Uneinigkeit", welcher Farbton der richtige für NVA Fahrzeuge ist. Ich habe mich für das Olivgrün 361 entschieden. Es scheint mir das Beste zu sein. Die Ketten wurden wieder mit schwarzem Lack besprüht und mit Silber trocken gemalt. Die Markierungen habe ich von TL-Decals. Die Nummer ist belegt, es gibt ein Foto, auf dem dieser Panzer von einem Landungsschiff rollt. Die Fahrzeuge der NVA waren immer sehr gepflegt, deshalb habe ich auch kaum Abnutzungsspuren angebracht.

Ich habe auch den Schnorchel am Turmheck angebaut. Ich habe allerdings noch kein Foto gesehen, bei dem der Schnorchel an einem NVA-Fahrzeug montiert war. Ich habe ihn dennoch verwendet, um die Unterschiede zu den frühen Variante deutlicher zu machen. Die Geschichte könnte sein, dass der Schnorchel in der Kaserne probehalber einmal angebaut wurde.

PT-76B

Fazit:

Es war einmal ein Modell, das neben den Panzern der T-Serie etwas anderes darstellt. Das Modell ist gut detailliert und ließ sich auch gut bauen. Die Fortgeschrittenen unseres Faches werden sicher mehr machen können, aber mir gefällt es so.

PT-76B

Literatur:

  • Tankograd Soviet Special: PT 76
  • W. Kopenhagen: Schiffsprofil „Landungsschiffe der Frosch-Klasse"
  • Motorbuchverlag „Die Kampfpanzer der NVA"

PT-76B

Steffen Mydlak

Publiziert am 17. November 2017

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