Faun L 912/5050 AK Gleitkippervon Hauke Ahrendt (1:35 Elite Models)
Das VorbildDer von Faun produzierte Gleitkipper L 912/5050 A wurde zwischen 1959 und 1971 in 261 Exemplaren an die Bundeswehr geliefert. Er wurde bei den Pionierbataillonen als Schüttgut-Transporter und als Transportfahrzeug für die 60PS-Planierraupen eingesetzt. Das Fahrzeug verfügte über eine 8t Seilwinde und eine nach hinten verschieb- und abkippbare 10 t-Gleitkippbrücke von Teha. Die Gleitbrücke hatte die Abmessungen 5,0 x 2,3 m. Der Gleitkipper war 9,1m lang und konnte eine Nutzlast von 10,5 t aufnehmen, das Leergewicht betrug 14,6 t. Das Fahrzeug wurde durch einen Deutz-19L-Vielstoff-Dieselmotor F 12 L714 mit 265 PS angetrieben und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. Für die meisten Fahrzeuge war die Einsatzzeit bei der Bundeswehr Ende der 70er zu Ende und so wurden sie dann ausgemustert.
Das ModellDer Resinbausatz von Elite ist eigentlich aus der Box gebaut. Verzug gab es nicht und das Resin ist bei der Bearbeitung einfach zu handhaben. Wegen geringer und unproblematischer Blasen und Verzug kaum bestehende Notwendigkeit zu Spachtelarbeiten erleichterten den problemlosen Bau. Durch kleine Maßnahmen habe ich versucht, die Kippfunktion zu ermöglichen. Nicht so einfach wie ich dachte, am Ende ist es nur für Fotos möglich. Man muss die Zylinder für aufgerichtete oder aufliegen Position austauschen, Zwischenstellungen sind so natürlich nicht möglich. Ist ja aber auch kein Spielzeug sondern ein Modell.
Gleiches gilt für die Gleitkippbrücke, die nur mit ein wenig Kraft zu verschieben ist. Geärgert habe ich mich aber über die seitlichen Motorabdeckungen. Diese sind seitlich geschlossen dargestellt. Das habe ich auf nur zwei BW-Bildern (egal von welcher Version des Faun L 912) so gesehen. Überall ist der Motor offen zugänglich. Nur zwei Zugmaschinen gleichen Typs und außerdem Bilder eines Museumsfahrzeuges zeigten geschlossene Abdeckungen wie im Modell. Die Hydraulikzylinder der Kippbrücke zum Verschieben der Gleitmulde sitzen zu weit außen, der vordere Träger ist zu breit. Das kann man einfach ändern. Der Rest lief nach Anleitung. Ist mal ein seltener gesehenes Fahrzeug.
Lackierung: Airbrush mit Revell 42 Gelboliv, unter Beimengung von etwas 57 Grau und wenig 88 Ocker. Decals: Wie immer, wenn man Modelle von Elite baut, ist man auf Decals aus der Grabbelkiste und von TL angewiesen, denn leider liegen Elite-Bausätzen ja nie Decals bei. Weitere Bilder
Hauke Ahrendt Publiziert am 23. Juni 2010 © 2001-2012 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum |