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Fokker E.V

von Frank Barkhofen (1:48 Eduard)

Fokker E.V

Vor einiger Zeit habe ich eine Fokker E.V aus der Profipack-Edition in 1:48 von Eduard gebaut. Das "flying razor", also "fliegendes Rasiermeser", genannte Original war zum Kriegsende nur kurz im Einsatz. Da klein und leicht (Leermasse mit zwei MGs und Motor laut Decal 360kg!) hatte die Maschine auch mit einem relativ schwachen 110PS Umlaufmotor sehr gute Flugleistungen. Zuerst E.V genannt gab es allerdings nach der ersten Auslieferung im Einsatz massive Probleme mit einer Delaminierung der Holztragflächen unter anderem durch Schwitzwasser. Das führte zu Abstürzen durch Flügelbruch, so dass ein Flugverbot verhängt werden musste. Fokker hat die Fertigung überarbeitet und den kleinen Hochdecker, dessen Rumpf schon verblüffend dem Dreidecker ähnelt, unter neuem Namen als D.VIII ausgeliefert.

Fokker E.V

Bei meinem Modell kam neben dem tollen Bausatz inklusive Ätzteile weiteres Zubehör zum Einsatz: ein Oberursel-Umlaufmotor von Small Stuff, Stoffgurte von Eduard/HGW, Spandau-MG Läufe von Master sowie Spannschlösser von Gaspatch.

Fokker E.V

Auch an diesem Modell habe ich einige Teile zusätzlich gefertigt, wie unter anderem Ansaugrohre, gedrehte Tankstutzen aus Messing, Ölabtropfblech hinter dem Motor und die aus drei verschiedenen Holzarten (Birne, Buchsbaum und Schwarzkirsche) geschliffene Luftschraube.

Fokker E.V

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Die Decals sind aus dem Bausatz, für die Lackierung wurden Farben von Alclad für Metall (die MG-Läufe sind brüniert), Acrylfarben von Gunze sowie Ölfarben für die Tragflächenlackierung sowie Alterung benutzt. Apropos Tragflächenfarben: hier bin ich einem Modellbaukollegen aus dem Modellboard extrem dankbar. Entgegen gängiger Meinung machen braun-grüne Tragflächen keinen Sinn, da sie wegen Verwechslungsgefahr mit englischen und französischen Maschinen verboten waren. Grün-Violett war zu dieser Zeit auch bei den stoffbespannten Flugzeugen üblich, warum nicht auch hier die Holzflügel so gebeizt? Bleibt die Frage, was es mit der braunen Holzbeize aus der Stückliste von Fokker auf sich hat. Auch dafür gibt es eine Erklärung: da eine Beizung die Wasserfestigkeit verbessert und einen Verzug verhindert (steht heute noch auf den Flaschen: bitte beidseitig verwenden), war möglicherweise die Innenseite braun gebeizt.

Fokker E.V

Im Bausatz, der vor kurzem neu aufgelegt wurde, sind zwei Tragflächen enthalten, über deren Unterschied im Netz viel spekuliert wurde. Laut der Beschreibung von Eduard ist eine der beiden Flächen wellig geformt, d.h. die Holzbeplankung dellt sich zwischen den Rippen und Stringern. Wenn Licht seitlich auf die Fläche fällt, kann man das erkennen, auch wenn der Effekt auf einigen Originalfotos noch stärker ausgeprägt ist.

Fokker E.V

Als sehr interessante Quelle für Informationen hat sich einmal mehr das passende Windsock Datafile 25 "Fokker D.VIII" erwiesen.

Auch bei diesem Modell gab es einen detaillierten Baubericht.

Das letzte Bild zeigt den Hochdecker neben dem bereits gezeigten 72er Stripdowon. Ein Projekt, das wirklich Spaß gemacht hat!

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Frank Barkhofen

Publiziert am 30. August 2018

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