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IJN Kagero

von Daniel Stihler (1:700 Aoshima)

IJN Kagero

Zum Vorbild

Die Kagerō (陽炎, dt. Luftspiegelung, Fata Morgana) war das Typschiff einer 19 Schiffe umfassenden Klasse von Zerstörern der kaiserlich japanischen Marine. Es handelte sich um eine Weiterentwicklung der Asashio-Klasse mit einer Reihe von kleineren Veränderungen. Sie war 118,5 m lang, 10,8 m breit, hatte etwa 240 Mann Besatzung und wurde von einer Maschinenanlage angetrieben, die eine Leistung von 52.000 PS lieferte. Damit war eine Höchstgeschwindigkeit von 35,5 Knoten (65,7 km/h) möglich.

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Die Bewaffnung bestand aus sechs 12,7 cm-Geschützen in drei Zwillingstürmen und acht Torpedorohren für Typ 93 "Long Lance"-Torpedos in zwei Vierlingssätzen. Hinzu kamen 18 Wasserbomben. Die Flugabwehrbewaffnung bestand anfangs aus vier 25-mm-Flakgeschützen in zwei Zwillingslafetten und wurde im Verlauf des Pazifikkriegs massiv aufgestockt.

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Die Kagerō lief am 27. September 1938 in der Marinewerft Maizuru vom Stapel und wurde am 6. November 1939 in Dienst gestellt. Sie gehörte bei Kriegsbeginn zur 2. Zerstörerflotillle, die wiederum ein Teil der aus Schweren Kreuzern und Zerstörern gebildeten 2. Flotte der japanischen Marine war. Mit diesem Verband eskortierte sie die Flugzeugträger der Kidō Butai zum Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941, im Januar 1942  begleitete sie die beiden Träger Shōkaku and Zuikaku nach Truk, um die japanischen Landungen auf Rabaul und Kavieng zu sichern. Nach einer Trainingsphase in Yokosuka gehörte der Zerstörer zur Sicherung des Trägerverbands bei dem Vorstoß in den Indischen Ozean, in dessen Verlauf Colombo und Trincomalee angegriffen und eine ganze Reihe alliierer Schiffe versenkt wurde.

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Im Juni 1942 war sie als Eskorte am Vorstoß der japanischen Flotte auf Midway beteiligt und begleitete anschließend die beiden Kreuzer Kumano und Suzuya nach Kure. Nach weiteren ähnlichen Missionen erfolgte im August 1942 zusammen mit dem Träger Jintsu die Verlegung nach Truk. Wie viele japanische Zerstörer kam die Kagerō in den folgenden Monaten vor allem beim sogenannten "Tokio Express" bei der Versorgung japanischer Truppen auf Guadalcanal und anderen Salomonen-Inseln zum Einsatz. Sie erlebte eine ganze Reihe von Gefechten, so die die beiden großen Trägerschlachten bei den Ost-Salomonen (24./25. August) und bei Santa Cruz (25.-27. Oktober) sowie die Seeschlachten von Guadalcanal (12.-15. November) und Tassafaronga (30. November).

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Mitte Februar kehrte sie mit dem Flugzeuträger Junyo für Reparaturen nach Kure zurück und begleitete diesen dann im März wieder nach Truk. Die letzte Mission der Kagerō war ein Truppentransport nach Kolombangara, einer zu Neugeorgien gehörenden Insel. Beim Auslaufen aus dem Hafen kollidierte sie am 7. Mai 1943 mit einer Seemine. Das durch die Explosion schwer beschädigte und kaum noch manövrierfähige Schiff wurde von amerikanischen Kampfflugzeugen gesichtet und ohne große Mühe versenkt. Die meisten Besatzungsmitglieder konnten sich retten, 18 Seeleute starben.

Quelle: Wikipedia

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Mein Modell

Die Kagerō von Aoshima stammt aus dem Jahr 2004 und ist ein gut durchdachter, leicht zu bauender und schön detaillierter Bausatz. Ensprechend problemlos verlief der Bau. Für die Lackierung habe ich zunächst eine Vallejo-Grundierung in Hellgrau aufgesprüht und das Schiff dann mit "Maizuru-Grau" und "Linoleum" aus dem Set "Imperial Japan Navy" von Lifecolor lackiert. Ein Überzug mit Erdal-Glänzer diente als Basis für Filter mit stark verdünnten schwarzen, weißen und rotbraunen Ölfarben. Für stärkere Rostspuren z.B. im Bereich der Anker habe ich "Model Wash Rust" von Vallejo verwendet.

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Weitere Arbeitsschritte waren Schattenmalen mit dunklerem und Drybrushing mit hellerem Grau, um die Details hervorzuheben. Die Takelung besteht aus 0,055 mm dünner, schwarzer Gummischnur von "Infini Model". Für einen Grobmotoriker wie mich ist das Takeln ziemlich nervenaufreibend; diesmal blieb ich zum Glück vor größeren Unfällen wie abgebrochenen Masten verschont.

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Abschließend erhielt das Modell eine Lackierung mit klarem Mattlack von Revell. Einige Besatzungsmitglieder aus dem Set "IJN Figures 1/700" von Eduard bereichern die Szenerie etwas. Die Wasserbasis habe ich nach bewährtem Rezept aus 1 cm dickem Styropor, Acrylfarben und Silikon aus dem Baumarkt angefertigt.

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Daniel Stihler

Publiziert am 02. Juli 2020

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