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IJN Nagato

das Flaggschiff der kaiserlich-japanischen-Marine

von Manfred Baltrusch (1:700 Aoshima)

IJN Nagato

Geschichte:

Die Schiffe der Nagato-Klasse gehörten zu den ersten Einheiten des sog. 8/8 Programmes, welches die japanische Marine im 1. Weltkrieg in Auftrag gab. Hierbei wurden zum ersten mal 40,6 cm Geschütze für die Hauptartillerie eingeführt. Der Flottenvertrag von Washington begrenzte die Anzahl weiterer Schiffe mit diesen Geschützkaliber auf je zwei Einheiten für Japan und die USA (hier Colorado-Klasse). Die NAGATO und MUTSU galten als besonders gut gelungener Schiffsentwurf. Durch laufende Umbauten wurden beide Schiffe modern gehalten und konnten dadurch jahrelang den Kern der japanische Schlachtflotte bilden. Erst die Yamato-Klasse verdrängte sie von diesem Platz. Im 2. Weltkrieg gehörte die NAGATO  der 1. Schlachtflotte an, welche an den großen Flottenoperationen von Midway bis Leyte teilnahm. Das Schwesterschiff MUTSU ging am 8. Juni 1943 durch Explosion der Munitionskammer verloren. Das Flugzeug läutete das Ende der NAGATO ein, welches sich bei der Schlacht um Leyte zeigte. Das Schiff überstand zwar den Krieg, um jedoch von der US Armee als Ziel für Atombombenversuche benutzt zu werden. Hier sank sie nach einem Versuch auf dem Bikiniatoll am 29. Juli 1946.

IJN Nagato

Modellbausatz:

Die Firma „Aoshima“ hat ihren in die Jahre gekommenen Bausatz der Nagato neu überarbeitet. Das Modell ist jetzt deutlich besser als sein Vorgänger. Der Schiffsrumpf ist nicht mehr verzogen und die Brückenaufbauten sind fein ausgeprägt. Die Türme und Geschützrohre der Hauptartillerie wirken schlank und passend zum Rumpf. Der Bausatz enthält auch den Zurüstsatz „Heavy Vessel Ordnance Set“, welche ja als Ergänzung in vielen neuen Bausätze enthalten ist. Hier drin sind die Bordflugzeuge, Flak, Scheinwerfer und Verkehrsboote. Im Ergebnis ist dies ein gelungener Bausatz von „Aoshima“ wo man nur sagen kann: weiter so.

IJN Nagato

Zusammenbau:

Der Zusammenbau erfolgt aus dem Karton heraus. Die Passgenauigkeit des Modells ist gut. Ergänzt wird der Bau durch Photoätzteile von GMM. Es sind die Relinge, Leitern, Niedergänger am Rumpf und Aufbauten; die Scheinwerferplattformen um den Schornstein und die Rollwagen für die Bordflugzeuge. Für das Katapult habe ich die Variante aus Vollplastik vom Bausatz genommen, weil der Gesamteindruck schlanker wirkt. Auf zwei Besonderheiten möchte ich noch aufmerksam machen, welche nicht im Bausatz vorhanden sind und mit selbstgezogenen Plastikstäbe und Resten von Photoätzteilen angefertigt werden: Zum einen die Aufhängung der beiden Rettungsboote beidseitig des Schornsteines. Ich habe Sie auf Fotos und in Plänen gesehen. Sie dienen zum schnellen zu Wasser lassen von Boote für die Rettung von Schiffsbrüchigen Zum anderen die Anlegestellen für die Verkehrsboote am Rumpf beidseitig der Brücke. Diese Einrichtung bietet den Verkehrsbooten, welche zwischen Schiff und Land fahren, eine Anlegestellen für längeres Festmachen. Diese Anlegestelle wird eingeklappt und am Rumpf befestigt, wenn das Schiff den Hafen verlässt.

IJN Nagato

Die angedeutete Takelage und die Flaggen vervollständigen das Modell. Das Zelt am Niedergang im Heckbereich habe ich aus Alufolie gemacht. Die Schiffsbesatzungen  sind von GMM und bringen Leben an Bord.

IJN Nagato

Diorama:

Zu sehen ist die Probe für den Wechsel des Flaggschiffes von Admiral Yamamoto von der NAGATO zur YAMATO am 12. Februar 1942. Ein Verkehrsboot fährt schon einmal die Strecke zur YAMATO ab. Weitere Boote liegen am Schiffsrumpf bereit. Mitglieder der Besatzung befinden sich am Zelt im Heckbereich ein, wo die Zeremonie der Verabschiedung von Admiral Yamamoto geprobt werden soll. Das Wasser ist aus Tapetenkleister / Haushaltstücher angefertigt, Stichwort  „Kieler Wasser“. Ein Holzrahmen schließt das Diorama ab.

IJN Nagato

IJN Nagato

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IJN Nagato

Viel Spaß beim Nachbau und Gruß aus Kiel wünscht euch Manfred Baltrusch.

IJN Nagato

Quellen:

  • Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer 1905 bis 1970, Siegfried Breyer
  • Monografie Morskie #5
  • Maru Special Nr. 1

Manfred Baltrusch

Publiziert am 17. Juni 2006

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