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HMS Tiger

von Norbert Thiel (1:700 Kombrig)

HMS Tiger

Das Original

Das letzte Schiff der britischen Schlachtkreuzerentwicklung vor dem ersten Weltkrieg ist der Einzelgänger HMS Tiger. Das Schiff war ursprünglich als viertes Schiff der Lion-Klasse geplant, Änderungen beim Bau wurden aber sehr stark durch das bei Vickers, Barrow gebaute Typschiff der Kongo-Klasse beeinflusst. HMS Tiger war neben HMS Hood der einzige britische Schlachtkreuzer mit einer vollwertigen Mittelartilerie von 12 15,2cm Geschützen. HMS Tiger war das letzte britische Großkampfschiff mit kohlebeheizten Kelln und das erste Schiff, dessen Antriebsanlage mehr als 10 000 Ps leistete. Die Ähnlichkeit mit der japanischen Kongo-Klasse ist auch äußerlich sehr groß, drei Schornsteine in fast gleicher Anordnung, ebenso die Aufstellung der schweren Artillerie. Für mich optisch eines der schönsten jemals gebauten Schiffe.

HMS Tiger

HMS Tiger nahm im ersten Weltkrieg beim Gefecht an der Doggerbank teil, dabei erhielt sie sieben schwere Treffer. In der Skagerrak-Schlacht wurde das Schiff mit 14 schweren Treffern erneut schwer getroffen. Nach erfolgreicher Reparatur nahm sie mit Glorious, Courageous und Repulse an der Operation gegen Helgoland teil. Nach dem ersten Weltkrieg war HMS Tiger noch an Operationen gegen kommunistische Streitkräfte in der Ostsee beteiliht. Im Jahre 1932 wurde das Schiff abgebrochen.

HMS Tiger

Modell

Das Modell der russischen Firma Kombrig hat bereits bei der Ankündigung große Freude bei mir ausgelöst, beim Erscheinen und ersten Prüfen war klar, dass dieses Modell nicht lange in seiner Schachtel bleiben würde. Nach dem Erscheinen des ausgezeichneten Ätzteilsatzes der Firma White Ensign für speziell dieses Modell war es dann soweit. Nach einer ersten Überprüfung stand fest, dass ich Rohre von NNT für die schwere Artillerie und die Mittelartillerie verwenden wollte, ich war jedoch schnell der Überzeugung, dass die Türme der schweren Artillerie zu klein ausgefallen sind, so dass ich mir durch Aufdicken auf einen beiliegenden Turm einen Master herstellte, den ich dann in Serie abgießen ließ. Da dieser Turm dann auch als Master für HMS Erin sowie die Schiffe der HMS Orion-Klasse Verwendung finden sollte, wurde er ohne Entfernungsoptiken gegossen, diese mussten dann eigens im Scratch-Bau angefertigt werden.

HMS Tiger

Die besten Vorlagen für den Bau des Modells erhielt ich dann vom Modellbaukollegen Ralf Schuster aus Karlsruhe, sie zeigen HMS Tiger zu Beginn des Jahres 1917, also nach Battle of Jutland und mit gekürztem Mast. Für diesen Bauzustand trägt HMS Tiger Kennungen auf drei Türmen und es muss eine zweite Plattform für den Scheinwerferstand zwischen den beiden vorderen Schornsteinen angefertigt werden. An verschiedenen Stellen des Schiffs werden Schlauchboote geführt, die Aufbaudecks erhalten die Zusatzpanzerungen aus dem White Ensign-Satz.

HMS Tiger

Die Bemalung erfolgt wie immer mit einem selbsgemischten Grau (Mittelgrau RN02 von White Ensign als Vorlage) der Fa. Tamiya, die Decksbemalung erfolgte mit Humbrol 103/121 für das Hauptdeck und mit Nr.70/25 für die linoleumbelegten Aufbaudecks. Die benötigten Doppelscheinwerfer wurden aus einem Zurüstsatz der Firma NNT entnommen, da unkorrekterweise Einzelscheinwerfer bei den ersten ausgelieferten Kombrigbausätzen beilagen. Inzwischen wurde dieser Fehler korrigiert.

HMS Tiger

Die Verspannung erfolgte mit"stretched sprue", die Antennen wurden aus Eduards 400-Reeling angefertigt und ebenfalls mit Sekundenkleber angebracht. Der Sockel entstammt ebenfalls dem Lieferprogramm der Firma NNT.

HMS Tiger

Fazit:

Mit den mittlerweile ebenfalls fertiggestellten Modellen der HMS Erin und HMS Agincourt sowie meiner HMS Queen Mary gehört die fertige HMS Tiger zu meinen absoluten Lieblingsmodellen.

HMS Tiger

Norbert Thiel

Publiziert am 11. November 2006

Die Bilder stammen von Martin Kohring.

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