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U-Boot Typ VII C

U552 (Erich Topp) bei der Versorgung von Schiffbrüchigen

von Martin Denecke (1:72 Verschiedene Hersteller)

U-Boot Typ VII C

U552 (Erich Topp) bei der Versorgung von Schiffbrüchigen eines sinkenden Handelsschiffes mit Notverpflegung und Kursanweisungen. Eine in den ersten Jahren des U-Boot-Krieges durchaus übliche Handlungsweise deutscher Kommandanten. Später wurden jegliche Hilfeleistungen vom B.d.U. (Befehlshaber der U-Boote) ausdrücklich untersagt, weil einige Boote dabei überraschend angegriffen worden waren. Obwohl der Gegner bereits sinkt, halten die Brückenposten unermüdlich Ausguck. Vom rechtzeitigen Erkennen des Feindes hängt Gedeih und Verderb des Bootes und der Mannschaft ab. Der Kommandant (mit sicherheitshalber umgehängter Maschinenpistole) hat die Brücke verlassen, um Kontakt mit den Schiffbrüchigen aufzunehmen.

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Herstellung:

Das Wasser wurde mit Hilfe von 2K Epoxydharz der Fa. Sakret (aus dem Baumarkt) in mehreren Schichten aufgetragen. Wobei den unteren Schichten durch Mischen mit handelsüblichen Textilfarben ein grünliches Aussehen verliehen wurde, um eine entsprechende Tiefenwirkung zu erzielen. Holzkisten und Bretter konnten so im "Unterwasser" eingegossen werden. Nachteil war die selbstnivellierende Wirkung des Epoxydharzes. Nur durch ständiges Durchkämmen der Masse konnten leichte Wellen erzielt werden. Dabei entstanden wiederum Luftbläschen in verschiedenen Tiefen, die den Eindruck entstehen lassen, als seien sie beim Auftauchen des Bootes entstanden. Die Wellenkämme wurden mit Hilfe von Spänen verstärkt, die beim Durch- bzw. Ausbohren von Acrylglas-Platten entstehen.

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Verwendete Artikel:

  • U-Boot 1:72 von Revell
  • U-Boot- Besatzung besteht teilweise aus Zinnfiguren der Fa. Hecker& Goros
  • Personen in den Rettungsbooten sind von der Fa. Preiser (Passagiere vom Flugplatz)
  • Rettungsboote sind als Zubehör für RC-Schiffsmodelle erhältlich

U-Boot Typ VII C

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Der von mir gefertigte Hintergrund wurde aufgrund von Originalfotos nachempfunden. Dem sinkenden Handelsschiff hat ein Torpedo das "Rückgrat gebrochen", wobei es in der Mitte zerbricht.

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Der Turm wurde mit vielen Teilen aus der Restekiste aufgewertet. Die von mir ergänzten Drahtseile am Seerohr dienten zur Minderung verräterischer Schaumbildung. Ein MG34, UZO, Kreiselkompass und vieles mehr wurden ergänzt. Am Wintergarten kamen Lautsprecher-Halterung und Verstrebungen sowie Magazin für 2cm Flak dazu.

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Die Ruder der Rettungsboote wurden aus plattgehämmerten Büroklammern gefertigt. Einige Bootsinsassen wurden mit Rettungswesten ausgestattet. Reichlich Klarlack wurde am Rumpf und Turm verwendet, um noch herunter laufendes Wasser anzudeuten.

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Zu erwähnen ist noch, dass die Boote auf langen Feindfahrten viel Rost ansetzten und von dem ursprünglichen Anstrich oft nicht viel übrig blieb. Das Deck der Boote wurde mit Holz verkleidet, daher zeigt sich bei meinem Modell das durch Abnutzung sichtbare Holz.

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Martin Denecke

Publiziert am 21. November 2006

Die Bilder stammen von Willy Pollmann.

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