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U-Boot Typ VII C

von Nikolai Ingenerf (1:144 Revell)

U-Boot Typ VII C

Einen Abriss der Geschichte des Typs VII/c erspare ich mir, zahlreiche informative Seiten im Netz können das sowieso weitaus besser als ich. Nur so viel: das Vorbild des Bootes ist das aus dem Film „Das Boot“ bekannte U-Boot U-96. Im Gegensatz zur Filmatrappe hatte das Original den Schwertfisch an anderer Stelle auf dem Turm sitzen und, wenn man Revell in diesem Punkt glauben schenken darf, war er blau statt schwarz lackiert. Nachprüfen lässt sich das nicht, denn sämtliche Aufnahmen vom Turm sind schwarz-weiß gehalten. Und ein dunkles Blau lässt sich auf solchen Aufnahmen nicht von Schwarz oder Dunkelgrau unterscheiden. Rätselhaft allerdings, warum Revell den Schwertfisch beim 72er Bausatz in Schwarz gedruckt hat.

U-Boot Typ VII C

Der Bausatz an sich ist super. Erstklassige Detaillierung und Gravuren, bei denen man gerne auch einen dritten oder vierten Blick genießt. Der Vergleich zu Revells Bausatz des gleichen Typs in 1:72 liegt nahe und einem solchen hält der 144er durchaus stand. Die Passgenauigkeit ist ebenfalls hervorragend, die Nacharbeiten hielten sich in engen Grenzen. Zumindest bei der Passgenauigkeit, doch dazu später mehr.

U-Boot Typ VII C

Der Bausatz ist komplett aus dem Kasten, einzig den Geschützlauf habe ich mir erlaubt aufzubohren. Lackiert wurde das Modell mit Revell Aqua Color und Tamiya Acryl. Auf einen glänzenden Überzug mit Erdal Bodenglänzer folgte dann ein gezieltes Washing mit Ölfarbe – eine Technik, die ich hier erstmalig angewandt habe. Hierbei benutzte ich eine Mischung aus Dunkelbraun und Schwarz. Wichtig hierbei: Der Bodenglänzer ist zwar schnell grifffest, dennoch ließ ich ihn gut 24 Stunden durchtrocknen bevor ich das Modell versiffte.

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Die Flutschlitze wurden ebenfalls mittels schwarzer Ölfarbe hervorgehoben, ebenso wie die Vertiefungen auf dem Deck. Hier folgte auf das Washing noch ein Trockenpinseln mit aufgehellter Grundfarbe. Nach Abschluss aller Lackierarbeiten ging es routinemäßig an die Kleinteile wie Reling, Sehrohr, Antennen etc. Der oben bereits hochgelobten Passgenauigkeit und Detaillierung stand hier allerdings frustrierend viel Grat gegenüber. Spritzgusstechnisch hatte ich wohl einen Montagsspritzling ergattert, selbst Testshots oder Short-Run Kits haben weniger Fischhäute. Dass das Entgraten nicht ohne Kollateralschäden vonstatten ging, war zu erwarten. Das Spannen der Antennendrähte war dagegen doch einfacher als erwartet. Gezogener Gußast wird durchhängend mit Sekundenkleber an den entsprechenden Stellen fixiert und dann mit einem noch glühenden Zahnstocher gespannt. Diesen hält man einfach unter den „Draht“ und durch die Hitze spannt sich dieser dann von ganz alleine.

So macht Schenken Spaß!

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Nikolai Ingenerf

Publiziert am 12. Dezember 2009

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