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Zerstörer Z25

Zerstörer Typ 1936A

von Mathias Carl (1:350 Trumpeter)

Zerstörer Z25

Zum Original

Im März 1940 lief Z 25 als dritte Einheit des Typs 1936A bei der DeschiMag in Bremen vom Stapel und wurde im November desselben Jahres in Dienst gestellt.

Da die 15 cm Zwillingslafetten noch nicht bereitstanden, bekam Z 25 zunächst 4x 15 cm in Einzelaufstellung. Allerdings litt er auch in diesem Zustand schon unter einer nassen Back, wie alle Vertreter dieser Klasse.

Nach der endgültigen Erlangung der Einsatzbereitschaft Mitte 1940 erfolgte die Verlegung nach Norwegen, wobei es auf dieser Fahrt allerdings zu einer Grundberührung kam, die so starke Schäden hervorrief, dass eine Werftliegezeit bei der Deschimag erforderlich wurde. Nach Beseitigung der Schäden wurde Z 25 vorrübergehend der Baltenflotte zugeteilt.

Im Frühjahr 1942 nahm Z 25 an der Operation Cerberus, dem Durchbruch der schweren Einheiten in die Heimat, teil, worauf im Anschluss daran die Umrüstung auf die 15cm Doppellafette erfolgte. Hiernach ging es gemeinsam mit dem leichten Kreuzer Nürnberg erneut gen Norwegen. Aufgrund von Störungen an der Antriebsanlage ging es 1943 erneut in die Werft. Die darauf folgenden Einsätze umfassten Mineneinsätze, Einsätze zur Unterstützung des Heeres und die Evakuierung von Militärpersonal, sowie ab Januar 1945 Geleitdienst und Sicherung von Flüchtlingstransporten.

Gegen Kriegsende befand sich Z 25 wie auch andere Einheiten der Kriegsmarine in Kopenhagen. Nach der Kapitulation wurde Z 25 zunächst den Briten zugesprochen, wurde aber 1946 an die französische Marine übergeben, wo er bis zur Außerdienststellung 1958 als Hoche fuhr, um nach einer kurzen Verwendung als Hulk 1961 dann dem Abbruch anheimzufallen.

Zerstörer Z25

Der Bausatz

Als Basis diente der sehr gute Trumpeter-Bausatz, ergänzt um gedrehte Rohre für die 15 cm, 3,7 cm und 2 cm Geschütze. Durch die sehr gute Passgenauigkeit und Detaillierung verlief der Zusammenbau ohne Komplikationen. Auch direkt aus der Schachtel gebaut ist es mit diesem Bausatz ohne weiteres möglich, ein ansehnliches Modell zu erhalten.

Zerstörer Z25

Das Modell

Mein Entschluss, den Zerstörer im Bauzustand von 1945 darzustellen, machte einige Modifikationen erforderlich.

Leider fehlten, wie bei fast allen Vollrumpfmodellen, die Seewasserkästen. Daher fertigte ich diese, nach der Sichtung von verschiedenen Skizzen, Plänen und Fotos, aus Sheet und Papier selbst an.

Die Passung des Decks war sehr gut. Lediglich im Bereich der Ankerklüsen war etwas Spachtel erforderlich, wobei es sich hierbei auch um den einzigen „großflächigen“ Einsatz handelt.

Zerstörer Z25

Die angespritzte Kette wurde durch eine von BIS aus dem Programm von BMK ersetzt. Diese stellt auf jeden Fall eine gute Alternative gegenüber fotogeätzten Ankerketten oder gar der angespritzten Version dar.

Die 15 cm Rohre wurden durch Teile aus meiner Restekiste ersetzt, da es zu Baubeginn noch kein entsprechendes Set gab. Da ich stets auf Rohrmanschetten verzichte, wurden die Geschützblenden der 15 cm Zwillingslafette aus Teelichtalu erstellt.

Die Floßhalterungen wurden größtenteils im Eigenbau aus Draht gefertigt, da die Bausatzversion an einigen Positionen nicht dem Original entspricht. Bei den Flößen wurde das Innenleben entfernt und aus Gussast neu aufgebaut.

Zerstörer Z25

Statt der 4x 3,7 cm/L83 C30 Zwillinge aus 4x 3,7cm/L69 C42 Zwillingen verfügte Z 25 bereits über die modifizierte Barbara-Bewaffnung. Da diese dem Bausatz nicht beiliegen, wurden sie im Eigenbau gefertigt. Die Rohre sind aus dem Programm von Master und die Schutzschilde aus Teelichtalu. Gleiches gilt für 2 cm C38 in LM44.

Die Brücke erhielt mittels PE-Teilen, Draht, Teelichtalu und einem selbstgefertigten Holzdeck ihre weitere Aufwertung. Die beiden FuM-Geräte stammen aus dem Set von Tom's Modelworks. Am Mast wurden die fehlenden Rahen unter Zuhilfenahme von Stahldraht ergänzt und mittels einigen PE-Teilen an den angestrebten Rüstzustand angepasst.

Zerstörer Z25

Der Ladebaum an Bb-Seite wurde komplett selbstgefertigt, da die Maße des Bausatzteils nicht mit dem Original übereinstimmen. Auch wurden beide Boote mittels PE-Teilen und Sheet entsprechend detailliert.

Da ich die Rohrmeisterstände inklusive Innenleben darstellten wollte, wurden die offenen Stände überarbeitet und mit einer selbst tiefgezogenen Haube versehen.

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Auf dem Achterdeck wurden dann, zusätzlich zur im Bausatz vorhandenen Ausrüstung, noch einige EMC-Minen im Eigenbau ergänzt, da die dem Bausatz beiliegenden Minen zu klein sind. Auch habe ich zur Abwechslung noch zwei Sprengbojen mit hinzugefügt.

In der Nock bezog dann noch ein Signalmaat von L'Arsenal seine Position. Signalisiert wird hier der Buchstabe „U“ des deutschen Wink-Alphabets.

Die Takelung erfolgte mit Angelsehne, Draht und gezogenem Gussast, die Lackierung mit Revell-Aquacolors, die gemäß J/A/K angepasst wurden.

Zerstörer Z25

Quellen

  • Koop/Schmolke - Die deutschen Zerstörer 1935 - 1945
  • Koop/Schmolke - Die deutschen Zerstörer 1935 - 1945 - Vom Original zum Modell
  • Williamson - German Destroyers 1939 - 45
  • Elfrath - Die deutschen Zerstörer 1939 - 1945
  • Breyer - Die deutsche Kriegsmarine 1935 - 1945 - Band II
  • Breyer - Marinearsenal Heft 17, 33, 36
  • Dokumentation Kriegsmarine Bd I - V
  • Jung/Abendroth/Kelling - Anstriche und Tarnanstriche der deutschen Kriegsmarine

Weitere Bilder

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Mathias Carl

Publiziert am 15. November 2011

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