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Panther Ausf. G

von Dietmar Klinkert (1:48 Tamiya)

Panther Ausf. G

Der „Panther“ ist, neben dem Tiger I, der wohl bekannteste deutsche Panzer des 2.Weltkrieges. Ich habe es in meiner frühen „1:35er-Modellbau-Phase“ nie geschafft, einmal einen „Panther“  zu bauen. Ein „Panther“, Ausführung D, lag zwar lange Zeit bei mir herum, wurde aber nie angefangen…ich habe ihn schließlich verkauft. Es musste erst die 1:48er Serie von Tamiya herauskommen, damit ich diesen bekannten Panzer auf seine (Fahrwerk) Beine stellte. Um das ganze Projekt noch ein wenig abzurunden, verbaute ich noch den Ätzteil-Satz der Firma HAULER aus Tschechien.

Panther Ausf. G

Wie alle Bausätze dieser Serie (Ausnahme sind bislang die kleineren Fahrzeuge wie Kübel, Universal Carrier oder Kettenkrad) hat auch der Panther eine Unterwanne aus Druckguß. Hier ist es notwendig, die Kunststoff- Komponenten mit Sekundenkleber zu befestigen. Diese sind z.B. die Laufrollen, die Seitenvorgelege und die Heck- und Bugpanzerung. Bei der Bugpanzerung tat sich die erste Passungenauigkeit auf. Ich musste die einzeln ausgeführte Bugplatte dünner schleifen, da sich sonst beim späteren Aufsetzen der Oberwanne an der Stoßkante beider Wannenteile ein Spalt ergeben hätte.

Panther Ausf. G

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Ansonsten ging die Montage der Unterwanne zügig voran. Was ich immer wieder als Erleichterung empfinde, ist die Einteilung der Kette in Einzelsegmente (Im Bereich des Antriebs- und Leitrades) und längere Stücke, die schon so vorgeformt sind, wie sie für die einzelnen Bereiche benötigt werden. Als Beispiel möchte ich hier das Stück vom Antriebsrad zu den tiefer liegenden Laufrollen nennen, welches einen leichten Bogen beschreibt, um einen realistischen Durchhang der Ketten in diesem Bereich darzustellen. Die Unterwanne wurde komplett lackiert und anschließend gealtert. Ich verwendete dazu Pastellkreide, die ich auf einem groben Schleifpapier fein raspelte und mit einem Pinsel aufs Modell brachte. Nachdem nun die Unterwanne soweit fertig war, machte ich mich daran, die Oberwanne und den Turm zusammen zu bauen.

Panther Ausf. G

Panther Ausf. G

Die Passgenauigkeit in diesen Bereichen ließ nichts zu wünschen übrig. Da aber der Ätzteilsatz die meisten Details für die Oberwanne und den Turm enthält, musste ich in dem Bereich doch ein wenig mehr Zeit investieren. Der Ätzteilsatz enthält u.a. die Lüftungsgitter, Werkzeughalterungen, Halteschienen für die Ersatzkettenglieder, Aufnahmen für den Wagenheber, eine komplett neue Rohrstütze, diverse Kleinteile für den Turm wie das Hilfsvisier, den Unterbau für das Fla-MG und ein Scharnier für die große Luke am Turmheck, die ich ebenso beweglich gestaltete wie die Luken für Fahrer und Funker, die ebenfalls Ätzteile für ihre Verriegelungen auf der Innenseite erhielten.

Panther Ausf. G

Eine Kleinigkeit musste ich noch beim Probe-Aufsetzen des Turms nachbessern. Und zwar habe ich die Haltenasen, die den Turm mit der Wanne „verriegeln“ aufgefüttert, so dass der Turm „strammer“ sitzt. Im Originalzustand hätte er geklappert. Nach dieser Abstimmungsarbeit waren dann Turm und Wanne fertig zum Lackieren. Alle anderen Anbauteile (Abschleppseile, Werkzeug, Ersatzkettenglieder) hatte ich parallel zum Bau der Hauptkomponenten schon bemalt. Ein Satz noch zu den Abschleppseilen. Tamiya hat diese als Bänder beigelegt, welche dann auf die richtige Länge geschnitten werden müssen. Danach sollen die Enden der Bänder in kleine Aussparungen an den Kauschen geklebt werden. Ich fand das nicht so optimal und habe die Enden mit kleinen Kunststoffröhrchen neu hergestellt. Nun verschwinden die Enden der Abschleppseile komplett in den Kauschen.

Panther Ausf. G

Nachdem ich die Oberwanne mit der Unterwanne verschraubt hatte, die Bug- MG-Blende aufgeklebt und die leichten Stoßkanten verspachtelt bzw. verklebt hatte, konnte ich nun wirklich mit der Lackierung beginnen. Als Grundfarbe verwendete ich beim gesamten Modell  „Dunkelgelb 1943“  von ModelMaster, das ich aber noch ein wenig aufhellte. Danach begann ich die dunkelgelben Felder abzukleben und lackierte das „Tarngrün“ auf. Hier verwendete ich zum ersten Mal die „Vallejo Air“-Farben. Sie sind in den kleinen Flaschen zur sofortigen Verwendung angemischt, müssen aber unbedingt gründlich aufgeschüttelt werden. Der Vorteil dieser Farben ist, dass sie sehr schnell trocknen und nach wenigen Minuten griffest und bereit zu einem eventuellen Überlackieren oder Abkleben sind. Mit der Verarbeitung der Vallejo-Farben geht aber auch eine gründliche Säuberung der Airbrush einher, da sich die feinen Pigmente der Farbe an der Düsenspitze recht schnell absetzen und das Sprühbild verzerren können. Das „Tarnbraun“ von Vallejo lackierte ich dann zum Abschluß der Abklebearbeiten auf die übrig gebliebenen Flächen. Danach besserte ich einige Details aus und beklebte das Modell mit den Decals aus dem Bausatz. Ich wählte einen „Panther“ der 9. Panzerdivision für mein Modell aus.

Panther Ausf. G

Die Decals behandele ich seit kurzem nach dem Anweichen und Abnehmen vom Trägerpapier, indem ich sie kurz in „Future“ tauche und dann auf das Modell bringe. Das hat den Vorteil, dass bei großflächigen Decals der transparente Film (das „Silbern“) nicht mehr zu sehen ist, wenn dann später der Klarlack aufgebracht wird. Es hat bislang super funktioniert und ich werde diese Technik so beibehalten. Die so aufgebrachten Decals lassen sich auch ohne weiteres mit eventuell benötigtem Weichmacher behandeln, ohne dass sich etwas am Erscheinungsbild ändert. Nun wurden die fertigen Kleinteile (Werkzeug, Kettenglieder, Fla-MG usw.) angebracht, das Fahrzeug wie auch vorher die Unterwanne samt Kette mit Pastellstaub gealtert und mit mattem Klarlack von ModelMaster versiegelt. Der Bau des „Panther“ hat sehr viel Spaß gemacht und auch ohne den Einsatz von Ätzteilen lässt sich ein schönes Modell erstellen.

Panther Ausf. G

Dietmar Klinkert

Publiziert am 11. November 2006

Die Bilder stammen von Christian Bruer.

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