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Republic F-105G Thunderchief

von Arne Goethe (1:72 Trumpeter)

Republic F-105G Thunderchief

Die G- Version der F-105 beruht direkt auf der doppelsitzigen F-105F, welche wiederum speziell für "Wild Weasel"-Einsätze (Ausschaltung gegnerischer FLA-Systeme) umgerüstet wurden. Es gab mehrere Modifizierungsstufen (Wild Weasel I & II ), 1969 wurde dann entschieden, eine Anzahl von Exemplaren auf einheitlichen und weiter modernisierten „Wild Weasel III" - Standard zu bringen. Diese wurden zunächst als EF-105F, später dann als F-105G bezeichnet. Herzstück waren die AN/ALQ-105 Pods an den Rumpfseiten, welche entsprechende ECM-Pods an den Flächenpylonen völlig ersetzten. Hierbei nicht beirren lassen: So manche EF/G bekam diese Behälter nicht gleich. Weitere Merkmale der „G" sind dazu das völlig umgestaltete hintere Cockpit, die geänderten Flächenrandbögen mit dem AN/ALR-31 sowie die vier kleinen dreieckigen Antennen des AN/APR-35/36 am Radom. 60 Exemplare wurden insgesamt so zur „G" umgerüstet und konnten nun auch die verbesserte AGM-78B einsetzen.

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In 1:72 waren jahrelang die Modelle von Revell (D) und von Monogram (F/G) das Nonplusultra, wenn es um eine F-105 ging. Ganz fehlerfrei waren diese Modelle aber auch nicht, Trumpeter macht hier mit seinen Bausätzen der D & G tatsächlich einiges besser - mal ganz abgesehen von versenkten Peneellinien und (etwas zu starken) Nietreihen.

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Trumpeter wäre aber nicht Trumpeter, wenn da nicht wieder Änderungsbedarf dabei wäre: Beim Bausatz des Zweisitzers hat man es einfach beim Leitwerk des Einsitzers belassen. Also doch gut, wenn man da noch Monogram am Lager hat: Ich habe das Leitwerk von Monogram umgraviert und gegen das von Trumpeter getauscht. Im Cockpit kamen Ätzteile von eduard zum Einsatz. Kleinere Modifizierungen betreffen dann noch die Hauben sowie den Austausch der AGM-45 und AGM-78, welche im Bausatz einfach zu klein sind. Heute bietet eduard da wunderschöne Resin-Alternativen, welche ich an meinem Modell bei Gelegenheit noch gegen die jetzt verwendeten Hasegawa-Teile austauschen werde.

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Da Trumpeter dem Radom einen schön modellierten Rumpfanschluss spendierte, ritt mich der Teufel und ließ mich das zum Anlass nehmen, das ganze nebst selbst gebautem Radar noch geöffnet darzustellen. Erwähnenswert sind noch die Räder: Aires bietet hier schöne Resin-Teile an, wer noch Monogram-Bausätze am Lager hat kann die sich sparen, da diese hier genauso gut sind.

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Die Lackierung erfolgte mit Xtracolor- Farben, als Maskierung diente UHU-Tac. Bei den Decals ist Vorsicht geboten: Ein großer Teil der sonst wirklich guten Beschriftungen ist auf dem Trumpeterbogen einfach zu groß. Hier halfen mir entsprechende Decals aus Microscale- und einem Two Bobs-Bogen. Ich wollte von Anfang die JB AF 6329, Korat 1972 darstellen. Deren Markierungen gibt es von Microsscale. Das Haifischmaul und die Hoheitszeichen aber steuert Trumpeter bei - hier stimmt nämlich die Größe. Die Trumpeter-Decals kann man ordentlich vor dem Auftragen in Daco „Strong"-Weichmacher tauchen, dann legen sie sich auch vorzüglich in die Gravuren. Mit den Decals von Two Bobs und Microscale aber sollte man dies nicht machen, diese lösen sich so sofort auf. Trumpeter gibt für einen großen Teil der vorhandenen Stencils keinerlei Positionsangaben an - das ist traurig, da z.B. auch alle Hinweise für die Pylone, Tanks und Waffen vorhanden sind. Ich bin bei deren Anbringung nach Vorbildfotos vorgegangen. Versiegelt wurde das Ganze mit seidenmattem Klarlack von Humbrol.

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Arne Goethe,
www.arnes-modellbauseite.de

Publiziert am 26. Februar 2016

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