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de Havilland D.H.103 Sea Hornet

PX212, Prototyp

von Jacqueline Fischer (1:48 Classic Airframes)

de Havilland D.H.103 Sea Hornet

Am 10. August 1945 führte der bekannte britische Testpilot Eric "Winkle" Brown mit dem hier dargestellten Prototypen der Sea Hornet auf der HMS Ocean die erste Trägerlandung durch. Streng genommen war die PX212 noch gar keine "richtige" Sea Hornet, sondern eine zwar mit Fanghaken, aber noch ohne Faltflügel ausgerüstete Hornet F.1, wie sie die RAF verwendete. Die Royal Navy sollte von 1947 bis Mitte der 1950er Jahre insgesamt 174 Sea Hornets in drei verschiedenen Versionen einsetzen.

Die Marke Classic Airframes gibt es zwar schon eine ganze Weile nicht mehr, aber manche ihrer Bausätze wurden/werden entweder von aktuellen Herstellern wiederaufgelegt oder zumindest fleißig im Gebrauchtmarkt herumgereicht. Die momentan einzige Alternative zu C.A.-Hornet/Sea Hornet wäre die von Trumpeter. Die ist zwar vermutlich einfacher zu bauen, hat aber als Endergebnis etwas weniger mit dem Original zu tun (wie so oft bei Trumpi: falsche Frontpartie).

de Havilland D.H.103 Sea Hornet

Verglichen mit anderen Kits von Classic Airframes ging der Bau der - auch im Original eher einfach gestalteten - Sea Hornet einigermaßen flott voran. Etwas anspruchsvoll war eigentlich nur der Bereich der Waffenwanne. Das vordere Teil mit den Kanonenöffnungen liegt in Resin bei, wofür ein entsprechendes Stück aus dem Vorderrumpf herausgesägt/-gefräst/-gedingst werden muss. Dies möglichst passend, da kein vernünftiger Mensch gerne spachtelt. Die tief sitzenden aber von vorn gut sichtbaren Kanonenläufe habe ich mit Spritzkanülen nachgebildet. Wie bei Short-Run-Bausätzen meistens üblich, mussten auch die Öffnungen für die Hülsenauswürfe aufgebohrt werden (falls mal jemand einen Bohrer erfindet, der viereckige Löcher bohrt: bitte bei mir melden!)

Für die genaue Positionierung des Cockpits empfiehlt sich ein Vergleich mit Originalaufnahmen, da die Teile samt Bauanleitung eher wenig Kooperationswillen zeigen.

de Havilland D.H.103 Sea Hornet

Auf den Flügelober- sowie Steuerflächen befinden sich einige Panel Lines, die da nicht hingehören und mit Sekundenkleber verschlossen und anschließend verschliffen werden sollten. Welche es sind, lässt sich am besten anhand guter Seitenrisse aus dem Internet oder aus Fachbüchern herausfinden.

Nach Bauanleitung müsste man die Auspuffstutzen bereits vor dem Zusammenkleben der Motorgondeln montieren. Zur Vereinfachung der Bemalung (und um das Kleinteileabbrechteufelchen fernzuhalten) ist es jedoch dringend ratsam, auf den Innenseiten Plastiksheets einzukleben, damit die Stutzen erst gegen Bauschluss von außen angebracht werden können.

de Havilland D.H.103 Sea Hornet

Bei einem Multimedia-Bausatz wie diesem sind Fremdteile eigentlich nicht zwangsläufig nötig; einzig die Haupträder habe ich durch solche von Barracudacals ersetzt, weil mir die stimmiger schienen.

Farben habe ich diesmal von Xtracrylics verwendet: Trainer Yellow für die typisch britische Prototypen-Unterseite sowie Dark Slate Grey / Extra Dark Sea Grey für die Oberseite.

Die Decals sind ein Eigenmix aus Bausatz und Reservekiste.

Buchtipp: "DH Hornet & Sea Hornet" Dalrymple & Verdun Publishing (englisch) ISBN 9-781905-414123

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Jacqueline Fischer,
Jacqueline's Modellbauseiten

Publiziert am 11. September 2017

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