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AMX "Ghibli"

von Dietmar Ehret (1:48 Kinetic)

AMX "Ghibli"

Zum Vorbild

Im Jahr 1977 meldete die italienische Luftwaffe offiziell den Bedarf für ein neues Kampfflugzeug an. Es sollte auch den Tornado ergänzen, insbesondere in Bereichen, in denen der Einsatz von teuren und komplexen Kampfflugzeugen nicht unbedingt notwendig ist. Im März 1981 einigten sich die Regierungen Italiens und Brasiliens auf eine Kooperation beim Bau der AMX. Der Erstflug des Prototyps A-01 fand am 15. Mai 1984 bei Turin statt. Die Serienproduktion begann 1986, drei Jahre später rüsteten die ersten italienischen und brasilianischen Staffeln auf die AMX um.

AMX "Ghibli"

Wegen der grundlegenden Veränderungen der weltpolitischen Lage beschränkte sich die italienische Luftwaffe Anfang der 1990er Jahre auf 110 Einsitzer und 26 Zweisitzer. In der Folge wurden die Maschinen des ersten Bauloses wegen technischer Probleme aus dem Truppendienst genommen; die restlichen Flugzeuge erhielten ein Mid-Life-Update, das ihnen auch den Einsatz von lasergesteuerten Bomben (GBU) ermöglicht. 2005 begann ein weiteres Modernisierungsprogramm, bei dem die Flugzeuge bis 2009 außer verschiedenen Modifikationen an der Avionik (z.B. Multifunktionsfarbbildschirme) auch die Möglichkeit zum Einsatz GPS-gesteuerter Präzisionswaffen erhielten. In dieser ACOL-Version blieben 43 einsitzige und 12 doppelsitzige Flugzeuge bei einem Geschwader in Istrana und bei einer Erprobungsstelle in Pratica di Mare im Einsatz. Ende 2016 wurden zwei der drei in Istrana verbliebenen AMX-Staffeln aufgelöst.

AMX "Ghibli"

In der brasilianischen Luftwaffe sind drei Staffeln mit der AMX ausgerüstet, die dort A-1 genannt wird. Von den ursprünglich geplanten 79 Maschinen stellte Brasilien insgesamt 53 in Dienst, die ab 2007 modernisiert wurden.

AMX "Ghibli"

Mein Modell

Insgesamt ist dies ein typisches Kinetic Produkt, die Oberfläche ist mattiert und die Gravuren sind teils versenkt, teils aufgesetzt, aber auch ein wenig grob. Zusätzlich liegt noch eine kleine Ätzteilplatine bei. Ansonsten geizt der Hersteller nicht mit Details. Da ich erst vor kurzem die Embraer EMB-314 Tucano der brasilianischen Luftwaffe gebaut habe, bot sich hier ebenfalls die Variante mit der ansprechenden Grün/Grauen Lackierung an.

AMX "Ghibli"

Zwei unterschiedliche Bugsektionen mit verschiedenen missionsspezifischen Teilen ermöglichen entweder den Bau der italienischen oder der brasilianischen Variante. Das Cockpit ist detailliert und wurde mit Ätzteilen aus der Reste-Kiste aufgewertet. Die Hauptfahrwerksschächte werden samt Fahrwerksbeinen als ganze Baugruppe in die Rumpfhälften eingebaut.

AMX "Ghibli"

Die Bugsektion wird auch als separate Baugruppe zusammengebaut und schließt leider nicht gut an der Rumpfsektion an. Hier muss einiges nachgearbeitet werden, leider an einer ungünstigen Stelle. Die Vorflügel, die Landeklappen und das Seitenruder können ausgefahren dargestellt werden. Weitere Spritzlinge enthalten ein umfangreiches Waffenarsenal, AIM-9L Sidewinder, GBU-12 Paveway II, AIM 9X, AMRAAM oder MK-20 Rockeye. Lackiert und gealtert wurde mit Gunze Farben.

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AMX "Ghibli"

 

Dietmar Ehret,
deh-aircraftmodells.de

Publiziert am 04. April 2019

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