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MiG-21MF Fishbed-J

Gardestaffel, Luftwaffe der Republik Mali, Senou AB 2006

von Andy Hartung (1:72 Eduard)

MiG-21MF Fishbed-J

Nach der MiG ist vor der MiG. Wie ich schon angekündigt habe, sollte es nicht bei einer MiG-21 bleiben und in dem Profiset von Eduard lagen noch genug Decals bei, um mindestens zwei weitere Maschinen zu bauen. Die Wihte-Boxen des Herstellers machen dies auch ohne weiteres möglich. So erhält man noch mal die reinen Spritzlinge und braucht keinen zusätzlichen Bausatz kaufen.

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Aus dem Set hat mich schon beim ersten Mal die afrikanische MiG-21 sehr angesprochen. Nicht nur, dass Flugzeuge aus der Republik Mali eine Seltenheit sind, nein, auch die Farbgebung ist sehr exotisch und die Weathering-Möglichkeiten sind hier auch sehr weitreichend. Kein Wunder, dass ich nun beim zweiten Mal diese Maschine bauen wollte.

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Der Bau

Bevor der Bau losging, besorgte ich mir noch das Maskenset und ich wollte dieses Mal die 3D-Abziehbilder von Eduard ausprobieren, also besorgte ich mir auch da noch das entsprechende Set. Ansonsten blieb es bei der White-Box und den Decals aus dem Profi-Set.

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Der Bau ging sehr zügig, jetzt wusste ich auch, worauf ich achten musste und konnte schnell die ersten Teile zusammensetzen und lackieren. Auch hier habe ich die kleineren Teile wieder per Airbrush lackieren können.

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Der Unterschied lag wie eben schon angesprochen in der Verwendung des Eduard-Space Sets. Die Decals konnte man recht einfach verarbeiten. Letztlich waren die Flächen auch alle gerade und ohne Erhebungen. Nur zwei Abziehbilder waren wieder abgefallen, weil der Kleber nicht mehr richtig hielt. Ich klebte die beiden einfach wieder mit den Revell Klarteilekleber an, seitdem halten sie an Ort und Stelle. Ein paar PE-Teile waren auch enthalten, diese entfielen auf den Pilotensitz und die Ruderpedale. Das Cockpit wollte ich dieses mal geschlossen bauen.

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Der Rest des Baus verlief relativ gleich wie bei der ersten MiG. Das ganze vielleicht nur etwas schneller, da ich schon wusste, worauf es ankam. Da Mali ein relativ armes und korruptes Land ist, konnte ich mir nicht vorstellen, das man hier viele Luft-Luft-Raketen hatte, die man in Zentralafrika eigentlich auch nicht bräuchte, da die Konflikte vor Ort ja eher gegen Guerillas gerichtet sind als gegen feindliche Luftwaffen. Ein Referenzbild zeigte mir dann eine MiG der Luftstreitkräfte Malis mit zwei Zusatztanks und zwei UB-21 Raketenbehältern. Mir waren die Zusatztanks hier etwas zuviel, also entschied ich mich nur für die beiden UB-21.

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Spannend wurde dann die Lackierung. Nach der üblichen Grundierung galt es nun herauszufinden, welche Farben am ehesten passen. Eduard gibt die Farben von Mr. Color an, ich habe dann die Convention zu Ammo of Mig gesucht und auch die passenden Farben gefunden und das ganze dann auch lackiert. Die Tarnflecken haben farblich auch gepasst, dass Sandgelb, was Eduard angegeben hat, war mir aber deutlich zu hell. Es handelte sich hier übrigens um „modern US Vehiclecolor“. Also suchte ich nach einer dunkleren Farbe, die eher schon ins Braune geht. Zugegeben setzt die Sonne, sowie der rötliche Sand in Mali der Lackierung ordentlich zu. Am Ende erhielt ich dann ein ganz stimmiges Ergebnis.

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Die Alterung war dann der nächste Schritt. Hier war vor allem Chipping angesagt, das normale Pinwash und dieses Mal mit Sandpigmenten das Flugzeug einstauben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, würde ich sagen.

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Zum Original

Mali im Herzen Afrikas ist ein Land, welches in den letzten Jahren durch den Bürgerkrieg und den Auslandseinsatz der Bundeswehr sowie dem anschließenden Militärputsch in den Medien war. Entsprechend arm ist dieses Land. Daher ist das Militär, insbesondere die Luftwaffe in einen eher schlechten und veralteten Zustand. 2005 erwarb man sechs MiG-21 von Tschechien, die ihre Flotte damals ausmusterten. 2006 wurden diese Flugzeuge feierlich eingeweiht.

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Die Maschinen waren damals in erster Linie zu Repräsentations- und Ausbildungszwecken verwendet worden. Irgendwo habe ich gelesen, dass diese Flugzeuge der Gardestaffel des Präsidenten unterstellt waren, aber eine richtige Struktur und Staffeleinteilung der Luftwaffe findet man leider nicht. Die meisten dieser MiGs sind bereits nicht mehr verwendungsfähig. Von der hier gezeigten Maschine gibt es beispielsweise ein Bild, wie diese bereits halb zerlegt und verwittert im Sand liegt.

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Fazit

Exotische Vorbilder, insbesondere von Staaten, von denen man selten etwas hört, haben immer etwas Besonderes und fallen in der Vitrine auf. Mir gefällt diese MiG sehr gut und ich denke, man kann sie durchaus zeigen.

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Andy Hartung

Publiziert am 19. Januar 2024

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