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MiG-29G Fulcrum-A

Jagdgeschwader 73 “Steinhoff”

von Christian Schmidt (1:72 Hasegawa)

MiG-29G Fulcrum-A

Die MiG-29 war das Ergebnis der „PFI – Studie“ die der sowjetische Generalstab in den späten 60er Jahren in Auftrag gab. Der Prototyp der MiG-29, Nato Code „Fulcrum“, hatte 1977 seinen Erstflug. Nachdem die sowjetischen Luftstreitkräfte die Maschine in Dienst gestellt hatten, entschieden sich auch die meisten Warschauer Pakt Staaten dieses moderne Kampfflugzeug anzuschaffen.

1980 machte die DDR die ersten Schritte zur Anschaffung von 24 MiG-29 (20 Einsitzer und 4 Doppelsitzer). Mit den Maschinen wurde das Jagdgeschwader 3 „Wladimir Komarov“ in Preschen ausgerüstet. Die letzte Maschine wurde im Januar 1989 kurz vor der deutsch – deutschen Wiedervereinigung an die NVA übergeben.

Die 24 MiG-29 waren die einzigen Kampfflugzeuge der ehemaligen NVA, die zum aktiven Dienst in die Bundesluftwaffe übernommen wurden. Sie standen bis 2005 beim Jagdgeschwader 73 „Steinhoff“ in Laage in Dienst und wurden dann für den symbolischen Preis von 1 Euro pro Stück an die polnische Luftwaffe abgegeben.

Die MiG-29 gilt immer noch als das weltbeste Flugzeug für den engen Kurvenkampf. Maschinen wie der FA-18 Hornet oder der JAS-39 Gripen ist sie jedoch in Bezug auf Radarleistung und Reichweite unterlegen.

Das Modell der MiG-29 stammt von Hasegawa. Typischerweise ergeben sich beim Bau keine größeren Probleme, nur das Cockpit braucht einiges an Eigeninitiative. Da Hasegawa nicht unbedingt zu den billigsten im Modellbaubereich zählt, ist es leider etwas ärgerlich, dass der Schleudersitz des Bausatzes mehr an einen Sessel aus dem Ikea Sortiment erinnert. Glücklicherweise waren die Lenkwaffen im Bausatz enthalten, die zum Bau einer Bundesluftwaffe MiG nötig sind.

MiG-29G Fulcrum-A

Das Bodengerät stammt aus einem Hasegawa Zubehörset, die Figuren von Preiser. Dargestellt wird eine Szene bei der Wartung der MiG.

MiG-29G Fulcrum-A

Ein Wart kontrolliert das Bugfahrwerk. Schön zu sehen sind die offenen jalousieartigen Lufteinläufe auf der Oberseite des Rumpfes. Bei der MiG-29 waren die „normalen“ Lufteinläufe am Boden durch Klappen verschlossen, um das Ansaugen von Fremdkörpern zu verhindern. Diese Klappen öffneten sich erst wenn das Fahrwerk eingezogen wurde.

MiG-29G Fulcrum-A

Das Heck der Hasegawa MiG-29. Der Bausatz hat sehr schöne Gravuren die durch ein leichtes Washing noch etwas betont wurden. Die Decals stammen nicht aus dem Bausatz sondern sind von Revell da diese einen dünneren Trägerfilm aufweisen. Zwischen den beiden Triebwerken unter einer halbkugelförmigen Klappe befindet sich das Gehäuse des Bremsschirms.

MiG-29G Fulcrum-A

Letzte Handgriffe an der Bewaffnung. Die Bewaffnung der bundesdeutschen MiG-29 umfasst zwei halbaktive R-27 (AA-10 „Alamo A“) radargelenkte Raketen und bis zu vier infrarotgesteuerte R-60 (AA-8 „Aphid“) bzw. R-73 (AA-11 „Archer“), sowie eine 30 mm Bordkanone. Die Infrarotraketen können mittels eines Helmvisiers ins Ziel gelenkt werden.

Technische Daten:

  • Typenbezeichnung: einsitziger Luftüberlegenheitsjäger
  • Triebwerke: zwei Zweistrom – Strahltriebwerke R-33D mit je 49,6 kn Leistung ohne und 81,0 kn Leistung mit Nachbrenner
  • Höchstgeschwindigkeit: 2550 km/h in 11000 Meter Höhe
  • Operationsradius: 650 km ohne Zusatztanks
  • Bewaffnung: 1 Kanone GSch-301 mit 150 Granaten 30 mm, max. sechs Luft – Luft Raketen der Typen R-27, R-60 und R-73, max. Waffenlast 2300 kg. Mit Zusatztank zwischen den Triebwerken ist kein Einsatz der Bordkanone möglich da der Hülsenauswurf blockiert ist.

Christian Schmidt

Publiziert am 12. Mai 2006

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