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MiG-21F-13 Fishbed-C

Nullserien- Testshotbau

von Bernhard Pethe (1:72 Revell)

MiG-21F-13 Fishbed-C

Seit gut einem Jahr erkennt man die Modellfreunde russischer Luftfahrzeuge an einem erwartungsvollen Grinsen im Gesicht, kommt die Sprache auf das neue MiG-21 Modell aus Bünde. Seit Ende Oktober lag mir ein Testshot, ohne Bauanleitung und Decals vor. Auf drei hellgrauen Spritzrahmen sind 77 Teile verteilt. Der transparente Teil umfasst 6 Teile. Neben der glasklaren Cockpithaube ist auch noch das Gerätebrett, zwei Scheinwerfer und ein Heatupdisplay vorhanden. Alle Bauteile, wie Rumpf und Tragflächen bestechen durch eine sehr feine Gravur, wo auch kleine Details nicht zu kurz kommen. Für den Maßstab 1:72 ist diese Darstellung beispielhaft und setzt durchaus Maßstäbe. Auch der Maßstab der Teile und des Modells werden sehr gut eingehalten.

MiG-21F-13 Fishbed-C

Das Cockpit ist super detailliert. Aus diesem Grund sollte man das Cockpit unbedingt offen darstellen, da selbst der Verschlusshebel unterhalb der Kabine in geöffneter Stellung nachgebildet wurde.

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Die Passgenauigkeit lässt das Synonym „Schüttelbausatz“ aufleben. Die Fahrwerksschächte sind das Beste, was bis jetzt an 72er MiG-21 Modellen zu finden ist. Selbst die Pressluft- und Sauerstoffflaschen sind im Flügelschacht nachgebildet. Sehr schön gemacht, sind die separat montierbaren Bremsklappen. Einziges Manko, der Lufteinlauf mit Einlaufkegel scheint nicht so recht zum Modell zu passen, weder von der Passgenauigkeit, noch vom Erscheinungsbild. Enttäuschung macht sich breit und Mehrarbeit ist angesagt.

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Da wird bei diesem Maßstab ein Aufwand in drehbare Fahrwerksräder gesteckt, was für dieses Modellbausegment überhaupt nicht notwendig ist, und an einer Stelle, welche das Gesamtbild des Modells entscheidend prägt, wird gespart. Da verstehe einer die Welt und die Entwicklungsarbeit in Bünde?

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Aus dem Einlaufring wird der Konus entfernt, angeklebt und muss dann etwas zeitaufwendig an die Rumpfkontur angepasst werden. Einen passenden Konus fand ich in einem Bilek Bausatz. Aber auch hier, Vorsicht Falle! Etwas Nacharbeit erfordert auch der Zusatzbehälter. Die Schreiberraketen R-3U bilden mit den Abschussschienen APU-13 ein Bauteil. An externer Bewaffnung gibt es zur Auswahl noch zwei UB-16 Raketenbehälter und zwei, für dieses Jagdflugzeug, absolut untypische 500kg Freifallbomben.

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Die Antennen wurden durch Fotoätzteile ersetzt. Auch der Radwendemechanismus an den Hauptfahrwerksbeinen sollte bei so einem Modell nicht fehlen. Die Farbgebung erfolgte mit Model Master Farben. Die Bereiche der Integralbehälter auf den Tragflächen bekamen einen Anstrich aus einer Mischung aus Silber und Hellgrau. Alle Antennenverkleidungen, einschließlich des Konus, sind mit Xtracolor X212 gespritzt. Speziell zur Problematik Farbgebung MiG-21F13, werde ich im Modell Fan Heft 2 oder 3/2005 noch einmal genauer eingehen. Bei den Decals habe ich auf meinen Fundus zurückgreifen müssen. Die „688“ kam im Oktober 1963 ins JG 8 nach Marxwalde, ging im Juni 1964 zum JG 3 nach Preschen und flog ab 1976 im AFS- 31 (Aufklärungsfliegerstaffel) am gleichen Standort.

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Ob das erwartungsvolle Grinsen nun immer noch erkennbar ist, konnte ich noch nicht feststellen, aber der Bausatz wird seine Käufer, auch und vor allem unter den „Scale Modellern“ finden, dessen bin ich mir sicher. Vielen Dank an Revell und dem DPMV.

MiG-21F-13 Fishbed-C

Bernhard Pethe

Publiziert am 20. Dezember 2004

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