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Avro Lancaster B. Mk.II

von Beat Gysi (1:72 CMR)

Avro Lancaster B. Mk.II

Zum Original

Da sehr viele britische Kampfflugzeuge mit RR Merlin Motoren ausgerüstet waren, drohte bald ein Lieferengpass.

Mit dem Einbau von Bristol Hercules Sternmotoren sollte Rolls Royce etwas entlastet werden. Die 1735 PS leistenden Hercules versprachen, gegenüber den 1280 PS der Merlin, auch bessere Flugleistungen, zudem waren die Motoren etwas leichter.

Durch die größere Leistung und das etwas geringere Leergewicht konnte die Mk.II auch etwas mehr Bombenlast tragen, deshalb bekam diese Version vergrößerte Bombenschachtklappen.

Wegen der Bedrohung durch die "schräge Musik" der deutschen Nachtjäger wurde hinter dem Bombenschacht ein zusätzlicher Drehturm mit zwei MGs installiert. In der Praxis überzeugte besonders das Zielen über ein Periskop und die damit verbundenen schlechten Trefferquoten nicht und die Drehtürme wurden bald wieder ausgebaut.

Avro Lancaster B. Mk.II

Die stärkeren Motoren ermöglichten bessere Start- und Steigflugleistungen, aber ab einer Höhe von 6000 Meter waren die Sternmotoren den Merlin unterlegen. Allerdings erwiesen sich die Sternmotoren als einiges robuster als die Merlin, dies führte dazu, dass "nur" 60% der Mk.II im Einsatz verloren gingen!

Die 300 Mk.II wurden alle zwischen September 42 und März 44 bei Armstrong-Whitworth gebaut.

Die No 115 Sqn. war im März 43 die erste Einheit, die vollständig mit Mk.II ausgerüstet war. Ihr folgten noch die No 408, 426, 432 (alles Kanadier) und die No 514 Sqn.

Da die Mk.II die in sie gesetzten Erwartungen nur teilweise erfüllte, und der drohende Lieferengpass bei RR durch Packard ( Lancaster Mk.III ) in den USA abgefangen werden konnte, waren die Tage der Mk.II relativ schnell gezählt. Als letzte Einheit gab die No 514 Sqn. ihre Sternmotoren-Lancaster im September 44 ab, die verbliebenen Maschinen wurden verschrottet oder für Schulungszwecke eingesetzt. Die letzte (LL735) wurde 1950 verschrottet.

Avro Lancaster B. Mk.II

Zum Modell

Nach dem Bau meiner Avro York blieb der gesamte Rumpf und das Leitwerk der Hase Lancaster übrig, irgendwie schade drum...

Avro Lancaster B. Mk.II

Das hat sich wohl CMR auch gedacht und nach dem York Umbauset auch ein Umbauset zur Lancaster B.II produziert.

Das Set ist so konstruiert, dass sämtliche Teile, die man bei der York benötigte, durch neue ersetzt werden. Neben dem Flügel mit den Sternmotoren liegt auch das komplette Fahrwerk und neue Bombenschachtklappen bei. Neben dem Hasegawa Rumpf und dem Umbauset von CMR verwende ich noch folgende Zubehörsets:

  • die Reste vom Eduard Exterior Set (alles was nicht schon an der York war)
  • Interior Set von Eduard
  • Sitzgurte von Eduard (warum können die nicht im Interior Set beiliegen?) 
  • Abdeckmasken für die Haube, auch Eduard
  • MG-Läufe von Quickboost

Avro Lancaster B. Mk.II

Der Bau des Modells war recht aufwendig, allerdings, dank der top Qualität sämtlicher Teile, nicht sehr schwer. Wirklich mühsam war allerdings das Arbeiten mit fünf verschiedenen Anleitungen...

Die verwendeten Farben waren von Humbrol, ModelMaster und Xtracollor. Einige Alterungsspuren wurden mit Ölfarbe oder Pigmenten von Tamiya aufgebracht. Abschließend kam eine dünne Lage Mattlack über das ganze Modell.

Weitere Bilder

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Avro Lancaster B. Mk.II

 

Beat Gysi

Publiziert am 08. Oktober 2012

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