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Junkers Ju 88 V27

Umbau auf Basis Italeri und AMT/Ertl

von Enrico Friedel-Treptow (1:72 Verschiedene Hersteller)

Junkers Ju 88 V27

Geschichte

Bereits bei der Entwicklung der Ju85B hatte man eine geräumigere Kabine mit einer besseren Sicht geplant. Da das Projekt Ju85 nicht umgesetzt wurde, griff man bei der Ju88 auf diesen Vollsicht-Kampfkopf zurück. Die Entwicklung führte über die V-23, V-24, V-25 und V-26 zur Ju88 B. Die Ju88 V-27, oft auch als E-0 bezeichnet, war letztlich die Grundlage der Entwicklung der Ju188.

Junkers Ju 88 V27

Das Flugzeug

Die Junkers Ju88 V-27 (Werksnummer 7027) flog das erste Mal am 27.12.1941. Sie trug die vorschriftsmäßige Splintertarnung RLM71/70/65 und die zivile Kennung D-ALWN. Dies belegen zahlreiche Fotos, die wohl während der Endfertigung der Maschine entstanden (interessant sind auch die Ju288 im Hintergrund der Halle). Zu diesem Zeitpunkt war das Flugzeug mit BMW 801A-Triebwerken ausgestattet. Die Kabine entsprach schon weitgehend der der Ju188, der B-Stand war nicht mehr in dieser schmalen Form gefertigt wie bei der Ju88B. Außerdem trug sie einen drehbaren B-Turm, ausgerüstet mit einem MG131, der den vorhergehenden Prototypen noch fehlte, aber über die V-28 ebenfalls in die B-Serie eingeführt werden sollte. Tragflächen, Rumpf und Leitwerk entsprachen noch der A-Ausführung. Später erhielt die Maschine die Werkskennung GB+NC und BMW 801ML-Triebwerke. So diente sie als V27/1 der Entwicklung der E-1.

Junkers Ju 88 V27

Das Modell

Grundlage des Modells bildet der Bausatz der Ju188 von Italeri. Geplant war, die Tragflächen der Ju188 gegen Tragflächen der Ju88G von AMT/ERTL auszutauschen. Doch das wäre nur unter sehr großem Aufwand möglich gewesen. Letztlich entschied ich mich dafür, nur die Tragflächenenden abzusägen und auszutauschen. (Die einfachste Lösung wäre wahrscheinlich: man nehme je einen Bausatz Hasegawa Ju88 und Ju188 und tausche die Tragflächen - ist aber auch eine sehr kostenintensive Lösung). Der Italeri-Bausatz ist nicht mehr der Jüngste und das gesamte Leitwerk ist nicht besonders gelungen. Außerdem musste hier das runde Ju88-Leitwerk her. Also wurde es komplett gegen AMT/ERTL-Teile ausgetauscht. Aber auch das erwies sich als sehr kompliziert. So tauschte ich kurzerhand das gesamt Rumpfende aus. Doch auch da gab es Anpassungsprobleme, da der Italeri-188-Rumpf insgesamt breiter ist. Aber mit entsprechend Spachtelmasse wurde dieses Problem gelöst.

Junkers Ju 88 V27

Im Gegensatz zur BMW 801D-Motorverkleidung der Ju188 besaß die Verkleidung der V-27 noch nicht die kleinen Beulen auf der Oberseite, also mussten hier Feile und Sandpapier ran. Das Lüfterrad vor dem BMW-Triebwerk fehlt bei dem Italeri-Bausatz (wie auch bei AMT/ERTL), hier fanden Resin-Lüfterräder von H. Dähne Verwendung. Bemalt wurde mit Revell-Farben, die Decals sind Anfertigungen der Firma Peddinghaus-Decals. Die weiße Kennung auf den Rumpfseiten sind Trockenanreibebuchstaben von das-kantoor.de.

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Quellen

  • Robert Michulec, Monografie Lotnicze 33, Ju188 Ju388 cz.1, AJ Press1997
  • Heinz J. Nowarra, Die Ju88 und ihre Folgemuster, Motorbuch Verlag Stuttgart, 1987

Enrico Friedel-Treptow

Publiziert am 01. März 2013

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