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Lippisch P.01-116

April 1939

von Thomas Brückelt (1:72 VAMI Models)

Lippisch P.01-116

Der erste Entwurf mit der Bezeichnung P.01-116 sah als Antrieb ein Düsentriebwerk vor, das noch nicht genauer spezifiziert war. Eine Bewaffnung war ebenfalls noch nicht vorgesehen. Der Pilot sitzt in einer Cockpitwanne, die von oben her in den Lufteinlauf ragt. Im Original hätte das Experimentalflugzeug eine Spannweite von gerade einmal 6 m gehabt, bei einer Länge von 5,40 m.

Lippisch P.01-116

Vor einiger Zeit fand ich den seltenen Bausatz von Vami Models als recht günstigen Ausverkauf im Onlineshop von AviationMegastore.com und schlug auch gleich zu.

Der Bausatz besteht aus wenigen Resinteilen und einer tiefgezogenen Haube. Ein Tiefziehstempel als Resinteil für eine Ersatzhaube liegt bei.

Lippisch P.01-116

Das Cockpit bereicherte ich mit einem angepassten Piloten, einer Rohrkonstuktion hinter dessen Rücken zur Darstellung der Aufnahme einer Rückenlehne und einer Kopfstütze an der Rückwand.

Lippisch P.01-116

Der Rumpf ist in eine Unterschale, den oberen Cockpitbereich und den Rumpfrücken unterteilt. Die Teile sind nicht hoch genug, so kann sich kein kreisrunder Rumpfquerschnitt ergeben, was v.a. am Lufteinlauf und an der Düse auffallen würde. Daher klebte ich 1 mm starkes Polystyrol an die Klebeflächen der beiden Oberteile.

Lippisch P.01-116

Der einsehbare Bereich des Lufteinlaufs und der Düse hatte eine sehr grobe Oberfläche, hier war Schleifarbeit nötig. 

Im Inneren setzte ich noch einen Kunststoffklotz ein, der den Draht des selbstgebauten Displays aufnimmt.

Lippisch P.01-116

Nachdem die Rumpfteile beisammen waren, habe ich die Übergänge verschliffen. Auch die Fügestellen von Tragflächen und Seitenleitwerk mussten angepasst werden. Spachtelmasse war hier hilfreich.

Die Ringantenne bog ich mir aus einem Draht zurecht und arbeitete aus einem Gießast deren Aufnahme heraus. Das Staurohr entstand aus gezogenen Gießästen.

Lippisch P.01-116

Lackiert habe ich den Experimentaljet mit dem Pinsel. Decals liegen dem Bausatz nicht bei, hier griff ich auf übrige anderer Modelle zurück, bzw. auf zugekaufte Decalbögen. Ein seidenmatter Klarlacküberzug versiegelt das Modell.

Lippisch P.01-116

Der Bau des ulkigen Entwurfs ging recht zügig voran. Innerhalb weniger Tage war das Modell fertig. Durch ihre eigenartige Form bringt die P.01-116 von 1939 Abwechslung ins Regal.

Lippisch P.01-116

Thomas Brückelt,
www.acrokit.com

Publiziert am 27. September 2016

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