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de Havilland Mosquito PR Mk.XVI

MM345 "Z"

von Jacqueline Fischer (1:48 Tamiya)

de Havilland Mosquito PR Mk.XVI

Britische Flugzeugtypen mit US-Markierungen mögen für manche gewöhnungsbedürftig sein, aber das Lend-Lease-Abkommen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg konnte durchaus in verschiedene Richtungen laufen.

Nach einer ersten Enttäuschung - 40 aus kanadischer Lizenzproduktion stammende Aufklärer-Mosquitos hatten nicht den Erwartungen der USAAF entsprochen - konnten aus RAF-Beständen leistungsmäßig stärkere PR.XVI bezogen werden.

de Havilland Mosquito PR Mk.XVI

Während man bei "normalen" Aufklärungsflügen noch immer vorzugsweise auf die F-4/F-5 (Recce-Varianten der P-38 Lightning) setzte, wurden die USAAF-Mossies hauptsächlich für Spezialaufgaben wie Wetteraufklärung, Störung feindlicher Radaranlagen, Absetzen von Agenten über feindlichem Gebiet etc. verwendet.

de Havilland Mosquito PR Mk.XVI

Die hier dargestellte Mosquito stand 1944/45 bei der 653rd Bomb Squadron, 25th Bomb Group im Einsatz. Die übermalten Hoheitszeichen der Vorbesitzerin sind auf dem Modell sehr gut erkennbar.Das auffällige rote Heck diente der Identifizierung, nachdem es zu tragischen Zwischenfällen durch "friendly fire" gekommen war.

de Havilland Mosquito PR Mk.XVI

Der Tamiya-Bausatz für die Mosquito B./PR.VI wäre eigentlich problemlos zu schaffen gewesen, wenn ich nicht diese fixe Idee einer PR.XVI gehabt hätte. Die unterscheidet sich in erster Linie durch die längeren und mit deutlich sichtbaren, zusätzlichen Turbolader-Stufen versehenen Motorgondeln.

Für sowas gibt es Umbausätze von CMK, die allerdings erfahrungsgemäß meistens nur zwei Dinge tun: viel kosten und nicht passen. Die Resin-Gondeln waren tatsächlich viel zu klein und ließen sich selbst mit dem System von Murks, Haudrauf & Co. nicht passend machen. Die halbfertige Mossie flog nur ausnahmsweise nicht in den Müll, dafür zurück in die Schachtel - um erst elf Jahre später wieder ans Tageslicht zu kommen.

de Havilland Mosquito PR Mk.XVI

Inzwischen ausgerüstet mit (tatsächlich passenden!) Resinteilen des leider seeligen Herstellers Paragon Design machte ich mich neu motiviert ans Werk. Diesmal hat alles bestens geklappt, inklusive Anstrich in PRU Blue (Xtracrylics), Insigna Red (Gunze, Leitwerk) und Royal Blue X-3 (Tamiya, Propspinner). Die Decals von Ventura haben die lange Einlagerung unbeschadet überstanden und ließen sich problemlos aufbringen.

Inzwischen hat ja Airfix eine - aus der Schachtel zu bauende - PR.XVI herausgebracht, aber ich behaupte jetzt einfach mal, hiermit ein stimmigeres Modell geschaffen zu haben.

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Jacqueline Fischer,
Jacqueline's Modellbauseiten

Publiziert am 29. September 2017

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