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Lippisch P.01-115

Hybridjäger-Projekt

von Thomas Brückelt (1:72 Bird Models)

Lippisch P.01-115

Zum Vorbild

Der Entwurf der nie realisierten Lippisch P.01-115 stammt aus dem Jahr 1941. Eine Gasturbine vom Typ BMW P-3304/109-002 mit Lufteinlass auf dem Rumpfrücken sollte gemeinsam mit einem Raketen-Triebwerk den Jäger antreiben. Zwei MG 151 (Kaliber 15 mm) waren als Bewaffnung im Vorrderrumpf vorgesehen.

Lippisch P.01-115

Der Bau

Am Resin-Bausatz von Bird Models nahm ich ein paar Modifikationen vor, um den auffindbaren Zeichnungen etwas gerechter zu werden. Ich schliff neue Flügelwurzeln aus dem Vollen, um damit die Pfeilung zu reduzieren und um weiche Übergänge zum Rumpf hin zu gestalten. Die Nase verkürzte ich etwas und rundete sie stärker ab. Weiterhin erhielt mein Modell eine neue, tiefgezogene Haube, die im vorderen Bereich auch etwas mehr gekrümmt ist und dem Cockpit somit etwas mehr Volumen verschafft.

Lippisch P.01-115

Das Cockpit fräste ich etwas weiter aus. Ich detaillierte die Seitenwände mit gezogenen Gießästen und Seitenkonsolen. Ein Instrumentenbrett samt Abdeckung und Visier kamen hinzu. Da es im Innenraum nun mehr Platz hatte, baute ich auch einen anderen Sitz ein und ergänzte zudem eine Kopfstütze an der Rückwand des Cockpits.

Lippisch P.01-115

Den Rumpfrücken hinter dem Cockpit streckte ich so weit es ging, indem ich mit Spachtelmasse Material auftrug und den Bereich in Form schliff. Einen Sog direkt vor dem Lufteinlauf zu produzieren wäre sicher nicht das Gelbe vom Ei. Den Lufteinlauf fräste ich nach innen hin noch um ein paar Millimeter tiefer ein, die Auslässe der Turbine und des Rakententriebwerks bohrte ich auf. Weiterhin erhielt das Modell die beiden Kanonenmündungen.

Lippisch P.01-115

Auf der Unterseite brachte ich eine selbst hergestellte, längere Kufe an, die in die Nähe des Schwerpunkts ragt und somit die Hauptlast abfangen kann. Die Finne, die gleichermaßen als Sporn fungiert, ersetzte ich durch eine etwas größere, die ich aus dem Vollen schliff. Antenne und Staurohr aus gezogenen Gießästen erwecken einen realistischen Eindruck. Da sich die Kufe im eingefahrenen Zustand befindet, baute ich noch ein abwerfbares Fahrwerk.

Lippisch P.01-115

Nachdem alles verspachtelt und verschliffen war, pinselte ich die Oberseite in Sandbraun an. Nach dem Trocknen der Farbe tupfte ich die Braun- und Grüntöne mit einem Stück Schwamm auf. Danach tupfte ich den Übergang zum Blaugrau der Unterseite und pinselte den Rest der Unterseite ebenfalls vollständig an.

Lippisch P.01-115

Dem Bausatz liegen keine Nasschiebeblider bei, so griff ich auf Decals anderer Modelle zurück, bzw. welche von Peddinghaus. Matter Klarlack von Tamiya versiegelt den kleinen Abfangjäger.

Lippisch P.01-115

Mit ihrer speziellen Konfiguration bringt die P.01-115 Abwechslung in die Lippisch-Projekt-Sammlung und hat mir ein paar Tage Modellbauspaß beschert.

Lippisch P.01-115

Thomas Brückelt,
www.acrokit.com

Publiziert am 18. November 2017

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