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Spitfire Mk.II

von Daniel Stihler (1:72 Revell)

Spitfire Mk.II

Die Spitfire Mk. II glich äußerlich weitestgehend der Mk. I, hatte aber den etwas leistungsfähigeren Merlin XII-Motor mit 1.175 PS (876 kW). Die Maschine mit der Seriennummer P8522 wurde in Castle Bromwich gefertigt und kam im Juni 1941 zur 303 (polnischen) Squadron nach Northolt. Diese war im Juli/August 1940 im Rahmen eines Militärabkommens zwischen der polnischen Exilregierung und der britischen Regierung aufgestellt und nach dem polnischen Freiheitskämpfer Tadeusz Kościuszko benannt worden. Sie nahm ab Ende August 1940 an der Luftschlacht um England teil. Die Polen - vielfach gut ausgebildet und mit Kampferfahrung aus dem Polen- und teilweise auch dem Frankreichfeldzug - hatten sich rasch zu einer der erfolgreichsten Einheiten auf britischer Seite entwickelt. In ihren Reihen befanden sich Piloten wie Jan Zumbach, Witold Urbanowicz, Zdzisław Henneberg, Bolesław Gładych oder der Tscheche Josef František. Im Januar 1941 wurden die bislang geflogenen Hawker Hurricanes gegen Spitfires ausgetauscht.  

Spitfire Mk.II

P8522 zeigte neben dem Abzeichen der 303 Squadron auch das Wappen der mittelenglischen Stadt Melton Mowbray, da das Flugzeug durch Spenden aus dem dortigen "Spitifire Fund" finanziert worden war. Es kann keinem bestimmten Piloten zugeordnet werden, dürfte aber bei den in dieser Zeit geflogenen "Fighter Sweeps" und Bombereskorten über dem besetzten Frankreich eingesetzt worden sein. Nach kurzen Verwendungen bei der 65 Squadron und der 61 Squadron ging das Flugzeug im November 1941 zur 611 Squadron. Damit waren seine Fronteinsätze de facto beendet, da diese Einheit zur Auffrischung nach Drem in Schottland verlegt wurde. Später flog die Spifire als Beobachtungsflugzeug der Küstenartillerie, bei einer Ausbildungseinheit und wurde schließlich 1945 ausgemustert und verschrottet.

Quellen:

* Robert Gretzyngier, Wojtek Matusiak: Polish Aces of World War 2 (Osprey Aircraft of the Aces 21), London 1998

Spitfire-Produktionslisten

Spitfire Mk.II

Die seit 2016 erhältliche neue Spitfire Mk. IIa von Revell ist ein für meinen Geschmack insgesamt sehr gelungenes Modell und wurde trotz kleinerer Mängel bei den Details als beste Mk. IIa in diesem Maßstab bezeichnet. Die sehr feinen Oberflächendetails und das schöne Cockpit sind sehr ansprechend. Störend finde ich das angegossene Spornrad, das in den Händen von Grobmotorikern wie mir im Verlauf des Baus garantiert irgendwann abbricht. Rätselhaft ist mir auch, warum es separate Flügelspitzen gibt, da diese Version nur die normalen, elliptischen Flügel hatte. Ansonsten kann ich nur an der etwas dicken Cockpithaube herummäkeln, deren Passgenauigkeit auch etwas zu wünschen übrig ließ. Gebaut habe ich dieses Modell parallel zu meiner Airfix-Mk.Ia, weswegen das dort Geschriebene auch für mein Vorgehen bei diesen Bausatz gilt. Die Markierungen stammen ebenfalls vom Xtradecals-Bogen X72-075. Insgesamt hat mir der Bau dieses Modells großen Spaß gemacht, und ich freue mich auf die aus weitgehend denselben Formen stammende Mk Vb.

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Spitfire Mk.II

 

Daniel Stihler

Publiziert am 23. März 2019

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