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Junkers Ju 88 A-1

von Enrico Friedel-Treptow (1:72 Italeri)

Junkers Ju 88 A-1

Geschichte

In den Jahren 1940/41 war das Lehrgeschwader 1 in Frankreich im Einsatz. Stationiert war die III. Gruppe zu diesem Zeitpunkt in Châteaudun unter dem Kommando von Major Knust und gehörte zur Luftflotte 3, IV. Fliegerkorps. Die Ju 88 des Lehrgeschwaders 1 flogen von Frankreich aus vor allem Angriffe gegen England.

Das Flugzeug

Die Junkers Ju 88 A-1 mit der Kennung „L1+ER“ gehörte zur III. Gruppe 7. Staffel des Lehrgeschwaders 1. Ein Foto soll die Maschine im Winter 1940/41 nach erfolgter Instandsetzung bei der Flugzeugwerft in Orleans-Bricy zeigen. Zu diesem Zeitpunkt trägt die Maschine noch einen „ordentlichen“ und vorschriftsmäßigen Anstrich: Unterseite Hellblau RLM 65, Oberseite und seitliche Flächen Splintertarnung RLM 70/71. Einzige Abweichung von der Vorschrift – ein RLM 02 graues Seitenruder (neues Teil mit Grundierung?). Die Spinner waren in der Staffelfarbe Weiß, wie auch der Individualbuchstabe E der Maschine. Als Besonderheit trug das Flugzeug links am Bug das Geschwaderwappen und rechts das Gruppenwappen der III. Gruppe.

Junkers Ju 88 A-1

Das Modell

Das Modell entstand aus dem Bausatz der Junkers Ju88 A-4 von Italeri und dem Umbausatz zur A-1 von LFmodels. Dieser Bausatz umfasst neue Motorenverkleidungen, dünne Metallblatt-Propeller, die kürzeren Tragflächenenden sowie tiefgezogene Kabinenverglasungen sowie die entsprechende Bola. Die Qualität des Resins ist sehr gut, ebenso die Passgenauigkeit der Teile. Seltsam ist nur: obwohl der Umbausatz für den Italeri-Bausatz gedacht ist, haben die Tragflächenenden versenkte Gravuren im Gegensatz zu den erhabenen (nicht mehr zeitgemäßen) Gravuren der Italeri-Maschine. Die Propellerhauben von Italeri einfach auf die LF-Propeller setzen geht nicht, dann klafft ein Spalt zwischen der Haube und der Motorstirnwand, da die Propellerblätter bereits aufsitzen. Die Propellerhauben müssen also nach hinten verlängert werden, um den Spalt zu schließen und die Drehbarkeit der Propeller anzudeuten. An der Italeri-Maschine sind neben dem Austausch der Tragflächenenden, der Kabine und Bola noch einige Veränderungen notwendig: Begradigung des Seitenruders, Entfernung der Hutzen der Heißluftauslässe und Aufbohren neuer Auslässe. Da ich gerade viel mit Metall- und Resinteilen arbeitete, hatte ich beim Kanzel ankleben den Sekundenkleber zur Hand, also habe ich ihn gleich verwendet. Die Bescherung hatte ich kurze Zeit später: die Kanzel beschlug von innen. Und da fiel mir wieder ein, dass ich einmal gelesen hatte, niemals Klarsichtteile mit Sekundenkleber kleben, da die Gase eben diese Teile anlaufen lassen, undurchsichtig machen. Da ich keine andere Kanzel zur Verfügung hatte, habe ich die Kabine abgedeckt dargestellt. Auf vielen Fotos kann man solche Abdeckungen bei längeren Standzeiten oder Reparaturen sehen. Die Plane war zweiteilig und wurde in Höhe des Antennenmastes zusammengeknüpft. Bei meiner Maschine ist die Verknüpfung bereits gelöst und ein Maschinenwart bemüht sich gerade, die Plane nach der Reparatur in Orleans-Bricy von dem Flugzeug zu bekommen. Die Abdeckung entstand aus kleinen Papiertaschentuchstückchen. Gespritzt wurde mit wasserlöslichen Aqua Color von Revell. Die Decals stammen von AirDOC Junkers Ju 88 Part 3.

Quellen:

1 – AirDOC; Junkers Ju 88 Decals Part 3

2 – Henry Hoppe; AirDOC, Junkers Ju 88 A / D, World War II Combat Aircraft Photo; Archive No. 2

3 – Peter Taghon; Die Geschichte des Lehrgeschwaders 1, Band 1, 1936 – 1942; VDM Heinz Nickel 2004

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Weitere Bilder

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Enrico Friedel-Treptow

Publiziert am 10. Januar 2012

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