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Supermarine Spitfire Mk.XII

Neues von Airfix aus England

von Alexander Jost (1:48 Airfix)

Supermarine Spitfire Mk.XII

Das Original:

Die Spitfire MK XII basierte auf der Zelle der MK V, obwohl sie innerlich und äußerlich ein komplett neues Flugzeug darstellte. So handelte es sich um die erste Baureihe mit dem 1735 PS starken Rolls-Royce Griffon-II- (oder III-) Motor. Bemerkenswert ist, dass dieses Triebwerk, anders als die Merlin-Motoren, gegen den Uhrzeigersinn drehte, was sich bei den Start- und Landeeigenschaften des Jagdflugzeuges u.a. durch veränderte Gierbewegungen bemerkbar machte.

Supermarine Spitfire Mk.XII

Supermarine Spitfire Mk.XII

Die MK XII war zudem mit den "clipped wings", also linear gekürzten Flügeln, ausgestattet worden, weshalb sie seinerzeit bei Tiefflügen geschwindigkeitsmäßig praktisch jedem Gegner überlegen war. Ursprünglich war die MK XII für die Abwehr von niedrig angreifenden Jagdbombern der Luftwaffe verwendet und später sogar gegen die anfliegenden V1-Raketen als Abfangjäger eingesetzt worden. Als Zwischenlösung vor Einführung der Spitfire MK XIV wurde sie im Einsatzzeitraum 1942 bis 1944 nur 100 Mal gebaut.

Supermarine Spitfire Mk.XII

Supermarine Spitfire Mk.XII

Das Modell:

Bastelneuheit 2011! Von seiner Form insgesamt recht stimmig fällt als einziger Wermutstropfen die recht tiefe Gravur der Blechstöße ins Auge. Der Bau verlief ohne nennenswerte Probleme. Markanteste Änderungen: Hinzufügen der Sitzgurte ("Sutton Harness") im Cockpit und Aufbohren der Auspufföffnungen sowie Anbringen der Funkantennenbespannung. Dargestellt habe ich eine der beiden Bausatzdekorationen - die "EB-B" der No. 41 Squadron, Royal Airforce Tangmere, Sussex, England, Oktober 1943, geflogen von Flight Lieutenant Donald Smith (RAAF). Die Decals sind sauber gedruckt und lassen sich prima verarbeiten. Übrigens: Obwohl beim am Boden stehenden Original unüblich, öffnete ich die Landeklappen des Fliegers leicht. Auch die Quer-, Höhen- und Seitenruder sind bausatzmäßig dynamisch darstellbar, wovon ich hier auch Gebrauch machte. Dank dieses schönen Bausatzes gibt es also verschiedene Möglichkeiten, dem Modell etwas Leben einzuhauchen.

Supermarine Spitfire Mk.XII

Supermarine Spitfire Mk.XII

Fazit:

Gute Passgenauigkeit und Detaillierung sowie sehr schöne Decals zeichnen dieses preiswerte Modell aus. Gut gemacht, Airfix!

Die seitlichen IFF- und die obere HF-Antennen wurden zum Schluss der Montage aus gezwirbelten Elektrodrahtlitzen angebracht.
Die seitlichen IFF- und die obere HF-Antennen wurden zum Schluss der Montage aus gezwirbelten Elektrodrahtlitzen angebracht.

Der bullige Propellerspinner wurde von Airfix gut wiedergegeben.
Der bullige Propellerspinner wurde von Airfix gut wiedergegeben.

Quellen:

  • Jerry Scutts, Spitfire in Action, Squadron/ Signal-Publications Nr. 39, Carrolton/ USA, 1980, ISBN 0-89747-092-3 (hier mit Originalbildern der "EB-B")
  • Bill Gunston, Technik und Einsatz der Kampfflugzeuge vom 1. Weltkrieg bis heute, Salamander Books 1976, u.a. erschienen bei: Buch und Zeit Verlagsgesellschaft mbH Köln 1985 (schöne Risszeichnung einer Spitfire MK Vb von Pilot Press)
  • Ron Dick/ Dan Patterson, Spitfire-RAF Fighter, Charlottsville/ USA, 1997, erschienen bei Howell Press oder im Heel Verlag, ISB 3-89365-635-9 (die Geschichte der Spitfire-Typen und tolle Bilder restaurierter Maschinen).

Die Lackabplatzer an den Flügelwurzeln entstanden durch eine Grundierung mit Aluminiumfarben und Maskieren mit Maskol.
Die Lackabplatzer an den Flügelwurzeln entstanden durch eine Grundierung mit Aluminiumfarben und Maskieren mit Maskol.

Die Darstellung der Sitzgurte (Sutton Harness) wurde mit streifenförmigem Papier realisiert.
Die Darstellung der Sitzgurte (Sutton Harness) wurde mit streifenförmigem Papier realisiert.

Beachte die von Airfix tadellos wiedergegebenen Beschriftungen und Warnhinweise.
Beachte die von Airfix tadellos wiedergegebenen Beschriftungen und Warnhinweise.

Dezember 2011

Weitere Bilder

Supermarine Spitfire Mk.XIISupermarine Spitfire Mk.XIISupermarine Spitfire Mk.XIIDer stimmige Bausatz macht auch von unten eine gute Figur.Das Preshading macht sich bezahlt - dunkel konturierte Blechstöße/ Panellines.Supermarine Spitfire Mk.XIISupermarine Spitfire Mk.XII
Trick 17: Da an dieser Stelle bausatzmäßig kein Klarsichtteil vorgesehen ist, links und rechts aber die Positionslichter leuchten müssten, wurden sie kurzerhand mit wasserfesten Filzstiften aufgemalt und mit Glanzlack gefirnisst.Maskierung mit Kip Spezialpapier. Beachte die Zahnstocherspitze zum Abdichten des Canopies beim Lackieren. Hierhin kam später der Rückspiegel des Modells.Oben links: Damit sich die Flügel an den Rumpf schmiegten, kamen Klebeband und Klemmen zum Einsatz. Unten: Eine glänzende Schönheit nach dem Versiegeln mit Glanzlack.Das trocken zusammengesetzte Modell (mit zwei Freunden)- Vorfreude während des Baus.Ein wasserfester Stift diente zum Vorschattieren des Modells. Krasses Durchschimmern der Blechstöße garantiert! Wirkte etwas hart. Besser ist ein dezentes Aufsprühen mit dem Airbrush.

Supermarine Spitfire Mk.XII

 

Alexander Jost

Publiziert am 19. April 2012

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