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Lockheed F-80C Shooting Star

von Michael Götz (1:48 Monogram)

Lockheed F-80C Shooting Star

Zur Geschichte

Hier möchte ich euch meine F-80C von Monogram vorstellen. Aber erst mal was zur Geschichte der Maschine. Bereits 1939 wurde durch Kelly Johnson an einem Düsenjäger mit der Bezeichnung L-133 entwickelt, der aber aus Mangel an einem geeigneten Strahltriebwerk und aus bürokratischem Desinteresse keine weitere Beachtung fand. Im 2. Weltkrieg traten die USAAF an Johnson heran und fragten, ob er in gut 180 Tagen den Prototyp der XP-80 fertig stellen konnte. Johnson unterbot die Zeit in dem er die Maschine in nur ca. 143 Tagen mit dem Namen "Lulu Belle" mit einem Goblin-Strahltreibwerk in die Luft brachte. Zwei Unfälle zeigten jedoch, dass sie noch nicht für den Einsatz im WK 2 geeignet war, jedoch verschiffte man zwei Exemplare nach Italien und zwei weitere nach England, um sie dort kampffertig zu machen.

Lockheed F-80C Shooting Star

Trotz intensiver Arbeit an den Maschinen war der Einsatz im WK 2 noch zu früh und man zog die Maschinen wieder zurück. Um 1946 wurden die ersten P-80 bei Berlin stationiert um die Luftbrücke vor den russischen Jägern zu schützten und um auf die damalige Sowjetunion einen gewissen Druck auszuüben. Der Haupteinsatz fand dann 1950 im Korea Krieg statt. Zuerst als Jäger, dann später als sehr erfolgreicher Jagdbomber. In den ersten Kriegsjahren flogen die F-80 den Jagdschutz bis zum Auftauchen der MiG-15 denen sie unterlegen waren. Aber es gelang einigen F-80 Piloten ca. 6 MiG-15 und 31 weitere Feindflugzeuge abzuschießen, bei 14 eigenen Verlusten in Luftkämpfen.

Lockheed F-80C Shooting Star

Die Führung der UN erkannte schnell, dass sie einen neuen Abfangjäger brauchte, und so kam die brandneue F-86 in Korea zum Einsatz. Von da an flogen die F-80 nur noch Jagdbomber-Einsätze. Die F-80 war ein zähes Flugzeug, viele Maschinen kehrten trotz schwerer Kampfbeschädigungen sicher zu ihren Stützpunkten zurück, oft fehlten halbe Tragflächen oder Leitwerke.Aus der F-80 entwickelte sich später auch die ganze T-Bird Familie sowie die F-94 Starfire in ihren verschiedenen Versionen. Die hier gezeigte Maschine flog bei der 36th FBS 8th FBG und trug den Namen "Evil Eye Fleagle" einer damals sehr bekannten Cartoon-Figur aus den 50er Jahren. Das Haifischmaul trugen die F-80 nur kurze Zeit, da von oberster Stelle die Anweisung kam, diese sofort wieder zu entfernen. Warum weiß bis heute keiner. Nun aber zum Modell.

Lockheed F-80C Shooting Star

Das Modell

Der Bausatz ist von Monogram und bis heute noch der beste, den man kriegen kann. Lindberg brachte mal einen Kit in 48 raus, aber der hatte nicht viel mit der F-80 zu tun und im 72er Maßstab gibt es die von Airfix. Seit neustem ist auch eine 32er von Collect Aire zu bekommen. Der Bau ging ohne größere Probleme von statten. Hier und da musste etwas angepasst werden. Ich empfehle die oberen Tragflächenhälften erst nach dem Verkleben der unteren mit dem Rumpf zu befestigen und die Pass-Stifte an den Flügeln zu entfernen. So kann man eine große Naht zwischen Rumpf und Flügeln vermeiden.

Lockheed F-80C Shooting Star

Ich entschied mich dazu, dass Triebwerk wenn ich es möchte offen darzustellen. Es ist gut detailliert, da in diesem Bereich eh keine Kabel usw. lang laufen. Die Verdichterstufe ist unter einer Klappe auf dem Rumpfrücken untergebracht und erst wenn man diese entfernt sieht man die ganze Mechanik. Hier mussten ein paar Spanten aus Evergreen Profilen aufgebaut werden. Ebenso das Innenleben der Flaps an den Tragflächen.

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Die Flaps an sich sind von Monogram sehr gut wiedergegeben. Das Cockpit habe ich aus dem Kasten genommen und mit Hilfe von Ätzteilen sowie Draht aus der Grabbelkiste aufgewertet. Es gibt zwar ein Resin-Cockpit von Black Box und Cutting Edge, aber diese waren mit 20-30 Euro einfach zu teuer. Beim nächsten Mal vielleicht.

Lockheed F-80C Shooting Star

Leider hatte der Kit sehr viele Einsinkstellen im Plastik, was ich mir aber nicht so ganz erklären kann, da ich diesen Bausatz noch ein paar Mal im Lager liegen habe und dort keine Stellen zu finden waren. Hier musste gespachtelt und geschliffen werden. Der Kit hat noch erhabene Gravuren, was mich aber nicht weiter stört da ich eine Methode habe diese nicht beim Schleifen zu zerstören. Der Kit war auf das Jahr 1978 datiert - also so alt wie ich .

Lockheed F-80C Shooting Star

Die Außenlasten

An den Tanks habe ich die Gravuren entfernt und mit Bare Metallfolie die Konturen dargestellt um die kleine Version der Misawa Tanks darzustellen. Die lange Version kam später zum Einsatz, als China in den Korea Krieg eingriff und die UN-Truppen ziemlich weit zurück gedrängt wurden. Damit verlagerten sich auch die Flugplätze wieder sehr weit zurück, teilweise sogar bis Japan. Um der F-80 eine ausreichende Reichweite zu geben, testete man die extra großen Tanks an den Flügeln.

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Zuerst hatte man Bedenken, aber der robuste Flieger steckte das so weg und die Tanks bekamen den Namen Misawa nach der Stadt in der sie hergestellt wurden. Beladen waren die F-80 sehr häufig mit 2X500ib Bomben oder aber auch mit 2 Napalm Behältern in Verbindung mit ca. 4 HVARS Raketen. An den Bomben im Bausatz muss man die Löcher wo sie eigentlich aufgehängt werden sollen verschließen, da sie so nicht an die Maschine passen. Auf den Fotos kann man jetzt die genaue Lage gut erkennen.

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Lackierung und Decals

Lackiert wurde das ganze wieder einmal mit Revell, Gunze, Model Master und X-tra Color Farben. Das Alu Kleid der Maschine entstand durch eine Mischung aus meiner Giftküche . Hier mischte ich Revell 99 mit Revell 90 und Model Master Metalizer 1401 zusammen. Die Mischung ist wie folgt: ca. 20% Revell 99 mit ca. 30% Revell 90 und dann 50% Metalizer zusammen mischen und nach gutem Schütteln sofort lackieren. Später wurden noch einfach einige Blechstöße mit einem anderen Farbton hervorgehoben.

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Als Basis diente meine Mischung, die einfach mit Schwarz oder einer anderen Metalizer Farbe vermischt werden kann. Die Alterung wurde mit Pastelkreide gemacht, die in einem Wasser-Spüli Gemisch aufgelöst wurde und dann auf das Modell aufgetragen wurde. Nach kurzem Antrocknen kann man es mit einem Zewa oder anderem Papier einfach abwaschen. Zur Versiegelung und zur Vorbereitung der Decals wurde Future verwendet. Nach dem Trocknen kamen die Decals von Aeromaster auf das Modell. Sie ließen sich ohne Probleme und mit etwas Mr Mark Softer sehr gut verarbeiten. Zum Schluss kam noch eine Schicht Mattklarlack drauf und der Rest der Kleinteile und das Modell war fertig . Bei Meinungen und Anregungen wie immer eine Mail an infoWW78@web.de.

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Michael Götz

Publiziert am 12. Februar 2005

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