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P-400 Airacobra Mk I

von Roland Sachsenhofer (1:48 Eduard)

P-400 Airacobra Mk I

Die P-39 wurde von einer ganzen Reihe alliierter Luftstreitkräfte eingesetzt, die Royal Air Force war eine davon - allerdings nur eine kurze Zeit lang.

Im Oktober 1939 hatte schon Frankreich 200 P-39 geordert, die allerdings wegen der Niederlage dieses Landes im Sommer 1940 nie ausgeliefert werden sollten. Großbritannien hatte in dieser Zeit verzweifelten Bedarf nach einem fähigen Kampfflugzeug und bestellte sozusagen ungesehen über 600 dieser Jagdflugzeuge.

P-400 Airacobra Mk I

Der Ausrüstungszustand dieser Exportmaschinen entsprach dem einer P-39D, allerdings war die durch die Propellernarbe feuernde 37mm Kanone gegen eine zuverlässigere britische 20mm Hispano Kanone höherer Kadenz mit 60 Schuss ausgetauscht worden. Allerdings wurden von den einigen hundert ausgelieferten Caribous - so die ursprüngliche britische Bezeichnung bevor sich die amerikanische Bezeichnung Airacobra eingebürgert hatte - nur rund achtzig Maschinen auch wirklich montiert. Der Grund war die sich schnell abzeichnende Abneigung der Briten gegenüber den Eigenschaften dieses Typs. Für die Rolle als Jagdflugzeug im europäischen Kriegsschauplatz, in der die Airacobra eingesetzt werden sollte, schien sie nach ersten Erfahrungen als gänzlich ungeeignet.

Es überrascht nicht, dass die einzige Einheit der RAF, welche die Airacobras auch geflogen hat, ihr Potential als Jabo in Erfahrung bringen sollte.

P-400 Airacobra Mk I

Vor diesem Hintergrund verständlich war die Einsatzkarriere dieses Musters bei der RAF auch kurz. Im August 1941 an die 601 Squadron ausgeliefert, wurde im Oktober der erste und einzige scharfe Kampfeinsatz geflogen.

Die Ablehnung der RAF bedeutete aber nicht, dass die schon produzierten Maschinen eingemottet blieben. Nachdem eine sowjetische Delegation die 601 Sqd. besucht hatte, wurden 212 der RAF-Maschinen an die Sowjets geliefert, der in den USA laufende Auftrag wurde noch im Dezember 1941 von den US Streitkräften übernommen, die diese Maschinen dann unter der Bezeichnung P-400 fliegen sollten.

P-400 Airacobra Mk I

Die Einführung dieser modernen US-Maschine in britische Dienste war auch eine Gelegenheit, die Verbundenheit beider Staaten zu demonstrieren. Entsprechend gute und sorgsam arrangierte Pressefotos sind über die Airacobra Mk.I bei der 601 Sqadron. in Duxford erhalten. Sie geben einen lebhaften Eindruck vom Aussehen und Zustand dieser Maschinen, die auf mich einen durchaus gebrauchten und gut eingeflogenen Eindruck machen. Die Kennung an den Türen meiner P-39 verrät die Maschine des Kommandeurs, Squadron Leader E. J. Cracie, DFC.

P-400 Airacobra Mk I

Wie Eduards Bauanleitung beachtet, findet sich bei diesen Flugzeugen eine rare Besonderheit: ausgeliefert wurden die Maschinen in Dark Earth/ Dark Green über Sky, nach der Änderung des Tarnschemas im August wurde Dark Earth jedoch durch „Mixed Gray" ersetzt, aus Sky wurde Medium Sea Gray. Allerdings wurde hier ein schmales Band des ursprünglichen Dark Earth mitlaufend stehen gelassen...

P-400 Airacobra Mk I

Modellbauerisch war dies die eigentliche Herausforderung dieses Baus - wie ich meine Lösung dieses durchaus kniffeligen Lackierproblems gefunden habe, könnt ihr im Baubericht des JAM Forums nachsehen. Übrigens kann ich mir durchaus vorstellen, dass es da Verbesserungsmöglichkeiten gäbe...

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Ich hatte ausgesprochen viel Freude bei diesem Projekt, was auch an der komfortablen Ausstattung des verwendeten „Combo" Bausatzes liegt. Näheres dazu habe ich allerdings schon in den beiden vorangegangenen Beiträgen zu diesem Bausatz geschrieben, deshalb darf ich alle Interessierten hierauf verweisen.

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Einen Link zum Baubericht dieses Modells im JAM Forum gibt es hier.

Wie immer stehe ich für Anregungen und Fragen offen: ro punkt sachsenhofer at gmx punkt at

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P-400 Airacobra Mk I

 

Roland Sachsenhofer

Publiziert am 01. Mai 2013

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