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Tyrrell P34/B

von Reinhold Walle (1:12 Tamiya)

Tyrrell P34/B

Derek Gardener hat ja zu seiner Zeit als Konstrukteur bei Ken Tyrrell zig Modellvarianten des P34 auf die Piste geschickt. Mich reizte es, den von Ronnie Peterson 1977 pilotierten P34/B nachzubauen.

Als erstes habe ich mir jede Menge Reverenzfotos von Google heruntergeladen und ausgedruckt.

Dann musste (schweren Herzens) ein P34 dran glauben. Dank der Passgenauigkeit der Tamiya Modelle hatte ich die Verkleidung nicht mit dem Chassis verklebt, ich musste also nichts „aufbrechen", sondern die Cockpitverkleidung nur abheben.

Tyrrell P34/B

Frontspoiler:

Die Seitenplatten vom P34 Frontspoiler wurden entfernt und die Seitenwangen des Spoilers nach innen gezogen, die Spoiler Lippe durch viel Feilarbeit dem Original P34/B angepasst (halbrund).

Anschließend die Kühleröffnungen ausgeschnitten. Die Kühler stammen aus der Ersatzteilkiste.

Ebenso musste die Oberplatte des Spoilers bis auf Höhe der Vorderachse verlängert und ein Lufteinlass ausgeschnitten werden (siehe Bild).

Chassisverkleidung:

Ich hatte gehofft, dass ich die obere Chassisplatte des P34 verwenden könnte, doch weit gefehlt, das passte überhaupt nicht. Also - eine neue anfertigen. Die 2mm dicken Seiteneile eines Italeri Trailer Bausatzes kamen da gerade recht. Von den Seitenkästen des P34 wurde die obere Rundung abgeschnitten, wobei darauf zu achten war, dass die Stehbolzen, die die Fixierung mit dem Chassis ermöglichen, erhalten bleiben. Genaues Arbeiten, Ausprobieren, Anpassen, Fräsen, ist da unumgänglich (siehe Foto).

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Tyrrell P34/B

 

Cockpitverkleidung:

Dazu habe ich die P34 Verkleidung verwand, aber die war wesentlich schmaler als die P34/B Verkleidung. Also mit Föhn viel Wärme und Geduld die P34 Verkleidung in P34/B Form gebracht.

Das Wegschneiden der Spiegelwölbungen und das Ausschneiden des Windschutzes für den Fahrer waren noch das geringsten Probleme, denn jetzt hat der Fahrersitz nicht mehr in den Chassisrahmen gepasst. Also wieder - Ausprobieren, Anpassen.... siehe oben. Bei den Lufteinlässen auf der Cockpitverkleidung war darauf zu achten, dass sie genau spiegelgleich ausgearbeitet werden, da sonst das Modell im Nachhinein irgendwie „schief" aussieht.

Motorabdeckung:

Als „Gerüst" dient eine Motorabdeckung eines Ferrari 312T (als Schrottmodell für kleines Geld bei Ebay ersteigert) , darauf aufbauend, passend geschnittene Teile der oben erwähnten Italeri Platten bis die Ausgangsform in etwa erreicht war. Danach war natürlich endloses Schleifen und Spachteln angesagt (siehe Foto).

Tyrrell P34/B

Endmontage:

Der Fahrersitz wurde in die Heckverkleidung mit eingebunden. Anschließend die Front- mit der Heckverkleidung verklebt, verspachtelt, geschliffen, usw. Die gesamte obere Hälfte konnte jetzt auf die Chassisplatte aufgesetzt und verschraubt(!) werden (siehe Foto). Der Heckspoiler wurde, dem Original entsprechend, unverändert übernommen. Zu erwähnen ist noch, dass der Motor rigoros „abgespeckt" werden muss, d.h. Ansaugtrichter und Tank hinter dem Fahrersitz müssen entfernt werden, da sonst die Motorabdeckung nicht passt. Die Lackierung entspricht der Monaco Lackierung von 1977.

Tyrrell P34/B

Fazit:

Bei dem Umbau ist viel Improvisation, Geduld und jede Menge Schleifarbeit notwendig. Auch an Kompromissen kam ich nicht vorbei, aber ein einzigartiges Modell in der Vitrine stehen zu haben entschädigt dann doch die viele Mühe, wenn es auch an einigen Stellen nicht 100% dem Original entspricht.

Reinhold Walle

Publiziert am 05. Juni 2013

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