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Zulukriege

Die Schlappe der Briten bei Isanhlwana 1879

von Wolfgang Hartung (1:72 Esci)

Zulukriege

Das Ergebnis von drei Regentagen

Das war nun im wahrsten Sinne des Wortes ein kleines Diorama nebenbei. Wenn nicht immer dazwischen Leim, Spachtel und Farben trocknen müssten, wäre das durchaus in einem Tag zu bewerkstelligen. Das betrifft allerdings nur die Landschaft. Die Figuren von Esci (später von Italeri neu aufgelegt) hatte ich schon vor Jahren bemalt und in meiner Vitrine stehen, bis ich mir den Film Zulu mit Michael Caine wieder mal angesehen hatte. Das war dann für mich der Anlass, einen Ausschnitt aus der Schlacht von Isandhlwana darzustellen. Und so ging es dann ruck, zuck, da in dem Fall auch keine große Planung vonnöten war. Der vorgenannte Film handelte übrigens von den Kämpfen um Rorke's Drift und hat somit nur als Auslöser und nicht direkt als Vorbild für mein Diorama fungiert.

Die Dioramaplatte strukturiert, mit Holzspachtel und Ponal präpariert und mit matter, weißer Acrylfarbe grundiert.
Die Dioramaplatte strukturiert, mit Holzspachtel und Ponal präpariert und mit matter, weißer Acrylfarbe grundiert.

Die Platte fertig bemalt und mit ein paar Büschen garniert.
Die Platte fertig bemalt und mit ein paar Büschen garniert.

Letztendlich kommen noch die entsockelten Figuren drauf und fertig!
Letztendlich kommen noch die entsockelten Figuren drauf und fertig!

Der Niedergang der Zulu

Das Kleindiorama zeigt einen winzigen Ausschnitt aus der Schlacht von Isandhlwana (das ist kein Schreibfehler). Hier trafen am 22. Januar 1879 1.400 britische Soldaten auf eine mehr als zehnfache Übermacht der Zulu-Armee. Es entwickelte sich ein Desaster für die Briten, dessen Ursache zurückzuführen war auf eine totale Fehleinschätzung Lord Chelmsfords über die Truppenstärke der Zulus. Das Gros des Regiments von Chelmsford war zum Zeitpunkt der Schlacht schon abgerückt. Schließlich überlebten nur 100 Briten das Massaker durch Flucht. Für die Zulus war das jedoch ein Pyrrhus-Sieg, der sich noch rächen sollte. Sie verloren rund 1.000 Krieger und zählten um die 2.000 Verwundete. Die britische Öffentlichkeit steigerte sich aufgrund dieser Niederlage in eine Kriegseuphorie, die letztendlich am 4. Juli 1879 in der Schlacht bei Ulundi endete. Dieses Mal waren 5.317 Briten bestens auf die Stärke und Taktik der Zulu eingestellt. Unterstützt durch Artillerie und Gatling-Maschinengewehre konnten sie die Schlacht gegen 12.000 bis 15.000 Zulu zu ihren Gunsten entscheiden. Den zwölf Toten der britischen Armee standen 1.500 Tote der Zulu-Streitmacht gegenüber. Die Zuluarmee löste sich auf, nachdem deren Anführer und König Cetshway geflohen war und später von einer britischen Patrouille gefangengenommen wurde. Seine Kriegsgefangenschaft in Kapstadt dauerte bis 1881. Zululand und Britische Kolonie sind heute aus Südafrika verschwunden. Ein kleiner Ausschnitt aus der kriegerischen Kolonialzeit in Afrika, die es wert ist, mehr darüber zu lesen. 

Die Figuren von Esci stellen durch ihre Dynamik sehr gut die Wucht der damaligen Völkerverständigung dar.
Die Figuren von Esci stellen durch ihre Dynamik sehr gut die Wucht der damaligen Völkerverständigung dar.

Zulukriege

Zulukriege

Gegensätze prallen aufeinander!
Gegensätze prallen aufeinander!

Zulukriege

Wolfgang Hartung

Publiziert am 30. Juni 2015

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