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T-26TN

sowjetischer Beobachtungs- und Aufklärungspanzer

von Erich Rauthe (1:35 TOM Modellbau)

T-26TN

Geschichte:

Im September 1934 bekam die Entwicklungsabteilung 37 in Moskau den Auftrag, einen gepanzerten Beobachtungs- Feuerleit-und Aufklärungspanzer zu entwickeln.

Grundlage auch für dieses Fahrzeug wurde der Leichte Panzer T-26 ohne Turm, bzw. der Artillerietraktor T-26T. Auf die Oberwanne wurde noch ein Gehäuse aufgesetzt, daran eine Rahmenantenne befestigt, in die Frontplatte wurden ein MG und eine Luke für den von Zeiss stammenden optischen Entfernungsmesser angebracht. In die Deckplatte war noch eine zweiflügelige Einstiegsluke montiert. Neben dem Funkgerät 71-TK-1 war auch noch eine Telefonanlage mit Kabeltrommeln im Fahrzeug verstaut. Obwohl die Testergebnisse befriedigend waren, wurde die Fertigung nach wenigen Prototypen eingestellt.

1939 wurde auf Verlangen der Artillerieeinheiten noch eine modifizierte Kleinserie gefertigt und ausgeliefert.

Letztmalig zum Einsatz kamen einige T-26TN als Übungsfahrzeuge der Volksmiliz im Bereich Stalingrad im Juli 1941.

T-26TN

Technische Daten:

  • Hersteller: SU, Fabrik 185 in Leningrad, 1935, vermutlich 3 Prototypen
  • Gewicht / Maße: 9,5 ton, 4,88 x 2,40 x 2,45 m
  • Motor/Antrieb: 4-Zyl. Benzinmotor im Heck, 90 PS, Vollkette, Triebrad vorne, je 4 Rollenwagen mit je 2 Doppellaufräder und 4 Stützrollen, Blattfederung
  • Geschwindigkeit: Straße 30 km/h
  • Aktionsradius: Straße ca. 200 km
  • Bewaffnung: DT-MG 7,62 mm
  • Panzerung max.: Wannenfront 15 mm, sonst 10 bis 6 mm, Aufbau 10 bis 8 mm
  • Besatzung: 3 Mann

T-26TN

Das Modell:

1:35 Standmodell Nr.10 von TOM und Eigenbau, montiert 11/2015

Der leichte sowjetische Panzer T-26 hat wohl mit Abstand die größte Zahl an Ablegern hervorgebracht (ca. 54), u.a. den Beobachtungs- Feuerleit- und Aufklärungspanzer T-26TN.

Der T-26 wurde ohne Turm aus der Schachtel gebaut. Auf die Oberwanne wurde noch eine Etage (Plastiksheet) mit Rahmenantenne (Kupferdraht) aufgesetzt, um Platz zu schaffen für Funk, Telefon und Kartenmaterial. Zur Nahverteidigung gab es ein MG in der Frontplatte, an der Wanne Halterungen für Werkzeug, Kisten, Reservelaufrollen, Kettenglieder und Reservekraftstofftank. Die Decals stammen aus dem Fundus.

Für die Farbgestaltung war wieder Humbrol Acrylspray und Revell AquaColor zuständig. Für eine dezente Alterung gab es eine Behandlung mit Graphitstaub. Abschließend wurde das Modell mit FlatClaer von Tamiya konserviert.

T-26TN

Erich Rauthe

Publiziert am 04. Juni 2016

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