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Fokker T.III

von John Haas (1:48 Eigenbau)

Fokker T.III

Die Geschichte:

Dieses Flugzeug war der zweite Entwurf eines Torpedobombers und eine vergrößerte Version der T.II. Die Spannweite war etwas größer und das Gewicht hatte um 30% zugenommen. Es gab drei statt zwei Sitze und einen leistungsstärkeren Motor. Die Schwimmer konnten durch ein Fahrgestell mit Rädern ausgetauscht werden. Der Erstflug war im Sommer 1923.

Die Maschine konnte mit mehreren Motoren ausgestattet werden. Das Standardtriebwerk war der wassergekühlte Napier Lion W-12 mit 450PS. Eine Alternative war das 360 PS Rolls-Royce Eagle IX V-12 Triebwerk.

Fokker T.III

Beide Triebwerke hatten eine Vierblatt-Luftschraube. Auch hatten beide Triebwerke die gleiche Blechbekleidung, nur die Zahl der Auspuffröhre war unterschiedlich.

Die Schwimmer waren aus Aluminium oder Holz lieferbar. Wenn die Maschine mit Schwimmern ausgestattet war, stieg das Leergewicht um 243 kg und die Höchstgeschwindigkeit wurde um 11 km/h reduziert.

Im Jahre 1924 gaben die Portugiesischen Marineflieger (Aviação Naval Portuguesa) fünf T.III als Ersatz für die alten Tellier T.3 Flugboote in Auftrag.

Fokker T.III

Die erste Fokker flog Ende August 1924 mit Tank-Stop in Bordeaux nach Portugal. Diese Maschine hatte das Fahrgestell mit Rädern und einen RR Eagle Motor. Eine weitere F.III wurde in Kisten verpackt und über den Landweg geliefert.

Die übrigen drei verließen Schellingwoude, Niederlande, im Flug. Eine Maschine mit zwei Besatzungsmitgliedern verschwand im Nebel über dem Meer in der Nähe von Brest, Frankreich.

Die Portugiesen hatten die Absicht, mit den Fokker Flugzeugen einen weltweiten Flug zu verfolgen, aber dies wurde nicht umgesetzt. Die drei Maschinen standen bis 1928 als Aufklärer der portugiesischen Marine in Dienst und wurden danach durch CAMS 37A Amphibienflugzeuge ersetzt.

Quelle: Wikipedia

Fokker T.III

Das Modell:

Ich habe dieses Modell wie üblich wieder aus Plastikplatte und Holz hergestellt. Es ist ein großes Modell mit nur einem Motor, dazu kommen noch zwei große Schwimmer. Also kein Modell, das man jeden Tag baut.

Der Eigenbau lief zügig, nur in Sachen Länge der Schwimmer widersprachen sich Bilder und Zeichnungen. Eine sonderbare Sache. Ich entschloss mich, dennoch meinen Augen zu trauen und die Bilder des Originals anzuhalten. So etwas geschieht öfter mit alten Dokumentationen, je mehr Fakten, desto mehr Unterschiede :-)

Mein Modell stellt die erste Versuchsmaschine dar, weil ich davon die besten Bilder hatte.

Fokker T.III

Bei der Bemalung bin ich nicht ganz sicher, ich halte es wie oft bei den Fokker-Prototypen: Dunkelgrün Humbrol Satin 163 für den Rumpf und das Leitwerk, die Flügel sind in Hellbraun Polly-S Midstone und die Schwimmer in Hellgrau Humbrol Satin 196 gehalten.

Zum Schluss noch dies. Vor kurzem machte ich eine freudige Entdeckung. Ich fand durch Zufall ein schönes Video bei YouTube. Hätte ich dieses nur schon während des Baus gehabt!

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Fokker T.III

 

John Haas

Publiziert am 10. September 2016

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