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PzKpfw. VI Ausf. E

von Andreas Beck (1:35 AFV Club)

PzKpfw. VI Ausf. E

Vielversprechende Vorausbesprechungen auf einschlägigen Websites und ein relativ günstiger Preis gaben den entscheidenden Ausschlag für einen kleinen Abstecher in den Bereich des Militärbaus, zumal diesem Dinosaurier unter den Kampffahrzeugen eine gewisse „Attraktivität“ nicht abzusprechen ist. Zwar fehlen noch immer der obligatorische Eimer, das Kommandanten MG, die Kurbel für den Fahrzeugheber, der Haken für die Anhängekupplung,...

Irgendwelche Aussagen zur Technik und Geschichte des Tigers kann ich mir sparen, sie sind nur ein paar Mausklicks weg.

Im großen und ganzen ist der Zusammenbau und die Passgenauigkeit gut und der Bau geht flott von der Hand. Trotzdem ein paar Anmerkungen: Alle Räder sind für den freien Lauf durch Einsatz von Polycaps vorgesehen. Eine hilfreiche Idee der Designer, die bei der Verwendung von Einzelgliederketten (hier Karaya) gute Dienste leistet. Besonders bei den hinteren Spannrädern sollte darauf geachtet werden, dass dieses Konstruktionsdetail zu einem freien Lauf führt. Für die Karaya Kette wurden die äußeren Zähne des Antriebsrades von innen etwas dünner geschliffen. Für die verwendete Metallkette erwiesen sich die Spiralfedern (S) am Leitradmechanismus als sinnvoll. Bei Verwendung anderer Einzelgliederketten könnten sie überflüssig sein.

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Von den Winkelspiegeln (Fahrer und Funker) (B20) muss ein wenig Material abgenommen werden, da sie sonst nicht hoch genug sitzen. Der Breakdown des Wannen Oberteils, bestehend aus dem Deck und den Seitenwänden über den Ketten, bedeutet eine große Erleichterung für den Zusammenbau. Die Oberwanne konnte als eigene Unterkonstruktion getrennt gebaut und lackiert werden und erst als einer der allerletzten Bauschritte auf die Unterwanne gesetzt werden. Allerdings sind in diesem Bauabschnitt die größten Schwächen des Kits enthalten. Die Kabel und Werkzeuge sind teilweise grottenschlecht geraten. Hier ist dringend Ersatz geboten.

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Die Turmkonstruktion besteht im Wesentlichen aus fünf Basiselementen (Deck, Boden, linke und rechte Hälfte und die Blendenkonstruktion). Da die Passgenauigkeit nicht ganz 100%ig ist, muss beim Verkleben mit Ruhe und in kleinen Schritten verfahren werden. Die nur angedeuteten Klebepunkte für die einzelnen Kettenglieder an der Turmseite wurden aufgebohrt und erweitert. Dadurch konnten die Halterungen (D5,D7) unabhängig von den Kettengliedern montiert werden. Auftrag des Zimmerit und Lackierung konnten so der Montage der Kettenglieder vorausgehen. Die Kommandantenkuppel erhielt Klarsichteinsätze für die Winkelspiegel.

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Die miserablen Abschleppkabel aus dem Bausatz wurden durch Produkte von Karaya ersetzt. Ich wählte eine etwas ungewöhnliche Positionierung. Die Karaya Kabel bestehen aus Resin Enden/Augen und einem Kabel aus gedrehten Kupferdrahtlitzen. Die Kabel wurden mit Autoprimer vorgespritzt, dann erfolgte ALCLAD II und schließlich floss mit Terpentinersatz stark verdünntes Humbrol 33 in die Vertiefungen

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Die sehr gut gestalteten Vinylketten des Bausatzes kamen nicht in Frage, zumal die Zähne nicht durchbrochen sind. Ein neues Produkt lockte: Die Karaya Ketten (auch in der Variante für den frühen Tiger erhältlich) sollten ausprobiert sein. Mit einem Preis von etwa € 20.- sind sie sogar „preiswert“. Das Material (ZnAl) ist deutlich härter als bei den Friul Produkten und die Aufnahmelöcher für die Bolzen benötigen kein lästiges Nachbohren. Aber...die Zähne erwiesen sich als zu dick. Sie mussten mit dem Minibohrer, Teil für Teil, dünner geflext werden. Eine reichlich zeitraubende Aktivität, die sich gemessen am Ergebnis dann doch gelohnt hat. Inzwischen hat mir ein Modellbaufreund mitgeteilt, dass die Karaya Ketten für den Dragon Tiger ohne Nacharbeit auskommen, sieht man von der Entfernung von etwas Grat ab.

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Zimmerit:

Kein Schreckgespenst! Die Nachbildung erfolgte mit Squadron White Putty. Mit Tamiya Tape werden kleine Einzelflächen (bis zu 6 cm?) abgeklebt, eine dünne Lage Puty drauf, möglicht gleichmäßig glatt ziehen, 20 Min anziehen lassen und dann mit einem geeigneten Werkzeug bearbeiten. Ich verwendete zurecht gefeilte Evergreen Profile. An der Blende erfolgte die Abklebung der Einzelflächen der vorgegebenen Strukturmerkmale. Das hat dann zwar ein paar Tage gedauert, aber dieser Zeitaufwand macht sich bezahlt.

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Die Lackierung erfolgte mit Testors (Dunkelgelb) und Schmincke Aerocolor (Grün RLM 82 und Braun entsprechend HU 113), Alterung mit Pastellkreide und Schmincke (Airbrush).

PzKpfw. VI Ausf. E

Andreas Beck

Publiziert am 18. Juni 2005

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